Alle erkennen Gott!?

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Holuwir
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Immer mehr Menschen erkennen, dass es Gott in Wirklichkeit gar nicht gibt

Ungelesener Beitrag von Holuwir » Mittwoch 10. Mai 2017, 12:51

Gerdy hat geschrieben:
Mittwoch 10. Mai 2017, 11:25
Egal was alles aus dem Sud gelesen wird, irgendwie war es s o - und nie und nimmer ist dahinter ein Denker, der kryptisch alles erfand und sich göttlich amüsiert, dass man meinte es gäbe ihn nicht
Findest du es nicht seltsam, dass alle diese Forscher übereinstimmend davon ausgehen, dass das Leben auf natürliche Weise, also unteleologisch entstanden sei? Wenn du es besser weißt, dann erklär doch mal, wie man Lebewesen künstlich herstellen und dann gezielt durch äußere Eingriffe all die Millionen Arten erzeugen könne. Die Wissenschaft liefert Antworten, Theologen haben keine. Und du? Kannst dich doch nur darüber mokieren, dass man heute nicht weiß, was im Detail vor 3,5 Mrd. Jahren geschah. Ist das nicht ein wenig arrogant? :|

Übrigens, in diesem Thread: "Was die Welt Im Innersten zusammenhält" gehe ich auf diese Fragen ein und ich werde zeigen, dass das Leben und dessen Vielfalt gar nicht anders entstanden sein kann, als auf natürliche Weise, also von selbst. Du kannst mir ja gern aufzeigen, in welchen Punkten ich mich dabei irren sollte.
Achte auf Menschen, die die Wahrheit suchen, hüte dich vor denen, die sie gefunden haben. (Unbekannter Verfasser)

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Re: Immer mehr Menschen erkennen, dass es Gott in Wirklichkeit gar nicht gibt

Ungelesener Beitrag von Gerdy » Mittwoch 10. Mai 2017, 16:37

Holuwir hat geschrieben:
Mittwoch 10. Mai 2017, 12:51
Gerdy hat geschrieben:
Mittwoch 10. Mai 2017, 11:25
Egal was alles aus dem Sud gelesen wird, irgendwie war es s o - und nie und nimmer ist dahinter ein Denker, der kryptisch alles erfand und sich göttlich amüsiert, dass man meinte es gäbe ihn nicht
Findest du es nicht seltsam, dass alle diese Forscher übereinstimmend davon ausgehen, dass das Leben auf natürliche Weise, also unteleologisch entstanden sei? Wenn du es besser weißt, dann erklär doch mal, wie man Lebewesen künstlich herstellen ...
Übrigens, in diesem Thread: "Was die Welt Im Innersten zusammenhält" gehe ich auf diese Fragen ein und ich werde zeigen, dass das Leben und dessen Vielfalt gar nicht anders entstanden sein kann, als auf natürliche Weise, also von selbst. Du kannst mir ja gern aufzeigen, in welchen Punkten ich mich dabei irren sollte.
Zeige doch DU und deine Gesinnungsgenossen wie sie (oder du) das Leben "unkünstlich" schaffen könnt (Stichwortwiederholung): GRASHALM! Solang ihr, mit eingebautem Denkvermögen, das nicht könnt - aber doch GLAUBT Leben käme von selbst, gewissermaßen aus dem Mist heraus, dann halte ich d a s für arrogant!

Der von mir heute eingestellte Artikel, zeigt doch so deutlich, dass eine klare Antwort über die Lebensentstehung nicht vorhanden ist und du nennst das WISSEN!? :roll:

Behalte dir deinen Glauben, plus Ungewissheit!

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Ga-chen
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Re: Alle erkennen Gott!?

Ungelesener Beitrag von Ga-chen » Mittwoch 10. Mai 2017, 18:45

Es ist immer noch ungeklärt, wie es zum "Urknall kam und ebenso, wie das Leben entstanden ist....
Liebe Grüße von Ga-chen

„Jesus muss wohl Student gewesen sein: Er wohnte bei seiner Mutter, er hatte lange Haare, er war der Anführer einer Protestgruppe, er trank laufend Wein, und wenn er schon mal was tat, war's ein Wunder."
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Re: Alle erkennen Gott!?

Ungelesener Beitrag von Christel » Mittwoch 10. Mai 2017, 21:50

Um Holuwir mein Gottesbild begreiflich zu machen zitierte ich mich selbst und verlinkte es zum vollständigen Text. Dort steht auch die Quelle, Textstelle des Bibelzitates:
http://www.eichsfeldforum.de/viewtopic. ... fef#p16443
Obwohl die Quelle vorhanden war, ich immer die Quelle angebe (soweit sie mir bekannt ist, womit nicht gesagt ist, ich sie nie vergessen könnte) kann) wirft Holuwir mir vor:
Holuwir hat geschrieben:
Dienstag 9. Mai 2017, 11:31
Du zitierst hier wieder einmal ohne Quellenangabe. Klar, weiß ja jeder, dass das aus der Bibel stammt.
Das ist ein unberechtigter, an den Haaren herbeigezogener Vorwurf!

Danach erklärt Holuwir, wie ich diese Bibelstelle "Du sollst dir kein Gottesbild machen" zu verstehen habe und das die Bibel das Kreuzzeichen verbietet. Doch das ist eine Bibelinterpretation der Zeugen Jehovas: http://www.eichsfeldforum.de/viewtopic. ... 2017 10:31
Diese Interpretation setzt Holuwir als für mich gültig voraus und begründet damit diesen Vorwurf gegen meine Person:
Holuwir hat geschrieben:
Dienstag 9. Mai 2017, 11:31
dann ist das pure Rabulistik, nämlich das bewusste Vertauschen verschiedener Bedeutungen eines Begriffes zum Zwecke der Verschleierung der wahren Absichten:
Holuwir, was Du hier darbietest ist „pure Rabulistik“!
Auch dies trifft haargenau auf Dich selbst zu:
Holuwir hat geschrieben:
Sonntag 7. Mai 2017, 22:57
Durchkreuzen sie deine Strategie der Nichtdefinitionen mit der du versuchst unter allen Umständen recht zu behalten? Nein, ich lasse mir von dir mit noch so viel gespielter Empörung die Fragen nicht vermiesen.
Du verfolgst hier Strategien. Du betreibst Rabulistik. Du arbeitest mit „gespielter Empörung“.
Du warst Zeuge Jehovas. Du warst Kreationist. Du begrenzt das Verbot des „Gottesbildes“ auf Gegenstände. Du gehst von Geistwesen aus.
Alles was Du mir vorwirfst und mir versuchst überzustülpen, trifft auf Dich selbst zu!

Ich war nie Zeugin Jehovas! Ich bin katholisch!
Von den Zeugen Jehovas habe ich gar nichts übernommen, weder Gottesbild, noch Dämonenglaube, noch Bibelverständnis. Ich verfolge auch keine Strategie. – Ich bin nicht Du!

Aus katholischer Sicht darf künstlerisch dargestellt werden, aber nur, was offenbart wurde… Und man darf Kunst auch nicht so verstehen, als sei Gott abbildbar…
Katholiken bekreuzigen sich. - Wir Katholiken finden das nicht falsch!

Ich persönlich mache mir kein Gottesbild! Wie soll man sich das denn machen können vom Schöpfer des Himmels und der Erde?
Ich mache mir auch kein Bild vom Schöpfungsvorgang. Wies so auch? Ich bin Christ und nicht Naturforscher. Ich mache mir von vielem kein Bild! Ich kann auch was stehen lassen, muss nicht über alles urteilen…

PS:
Holuwir, Du sagtest mir mal Du wolltest Deine „Bilder“ mit der Wirklichkeit vergleichen. Aber ich sehe nur, dass Du versuchst die Wirklichkeit Deinen Bildern anzupassen! Du ignorierst die Wirklichkeit, interpretierst sie um… und folgst Deinen Hypothesen.
Ich bin Wirklichkeit! Ich schreibe Dir ehrlich was ich denke!
„Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.“ Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)

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Re: Alle erkennen Gott!?

Ungelesener Beitrag von Christel » Mittwoch 10. Mai 2017, 22:08

Holuwir hat geschrieben:
Mittwoch 10. Mai 2017, 12:51
Findest du es nicht seltsam, dass alle diese Forscher übereinstimmend davon ausgehen, dass das Leben auf natürliche Weise, also unteleologisch entstanden sei?
Wieso fragst Du das Gerd?

Ich habe es Dir doch schon erklärt:
Christel hat geschrieben:
Samstag 6. Mai 2017, 20:14
Naturwissenschaftliche Arbeit bezieht heute Gott nicht mit in die Überlegungen ein. Das haben Menschen einfach so festgelegt! Es ist eine menschliche Festlegung, nicht ein Ergebnis von wissenschaftlicher Forschung.
Doch um anzunehmen, dass etwas teleologisch, also zielgerichtet abläuft, muss man davon ausgehen, dass jemand da ist, der die Ziele festlegt.
Da „Gott“ jedoch bewusst und willkürlich aus der naturwissenschaftlichen Arbeit heraus gehalten wird, kann man von der Naturwissenschaft folglich keine teleologische Interpretation erwarten.
Christel hat geschrieben:
Samstag 6. Mai 2017, 20:14
Es ist völlig egal, wie die Forschungsergebnisse aussehen, egal was noch alles entdeckt ist… alles lässt sich auf Gott hin deuten. Bei allem kann man von Gott ausgehen.
Denn einzig und allein, ob ich von der Grundannahme "Gott" ausgehe oder nicht, entscheidet über die Möglichkeit etwas teleologisch zu deuten oder nicht.
Mehr:
Beitrag von Christel » Sa 06 Mai, 2017 19:14

Zudem sind Schöpfung und natürliches Hervorbringen kein Widerspruch.
Schon in der Bibel steht Genesis 1,11f. (1.Mose 2,11 f.):
Dann sprach Gott: Das Land lasse junges Grün wachsen, alle Arten von Pflanzen, die Samen tragen, und von Bäumen, die auf der Erde Früchte bringen mit ihrem Samen darin. So geschah es.
Das Land brachte junges Grün hervor, alle Arten von Pflanzen, die Samen tragen, alle Arten von Bäumen, die Früchte bringen mit ihrem Samen darin.
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Re: Alle erkennen Gott!?

Ungelesener Beitrag von Christel » Donnerstag 11. Mai 2017, 08:55

Atheisius hat geschrieben:
Samstag 6. Mai 2017, 20:20
Übrigens: Nach Schmidt-Salomon steht nur ein „Vorgestellter, persönlicher Gott“ in der Kritik der Atheisten. Mit einem „Unvorstellbarem Gott“ wie sie Einstein und andere vor Augen hatten, hat er keinerlei Probleme.
Einstein selbst unterscheidet zwischen einen „persönlichen“ Gott und seiner „kosmischen Religiösität“. Er selbst definiert dabei kein konkretes Gottesbild. Das kann man hier nachlesen:
https://gedankenfrei.files.wordpress.co ... nstein.pdf

Atheisten wie Michael Schmidt-Salomon und Richard Dawkins nehmen dies zum Anlass Albert Einstein atheistisch zu vereinnahmen. Doch Einstein war kein Atheist!

Einstein ging wie alle Deisten von einem Schöpfer aus. Ansonsten ist er pantheistisch einzuordnen.
Im 20. Jahrhundert wurde Albert Einsteins Sichtweise des Universums mit deistischen oder pandeistischen Gottesvorstellungen in Verbindung gebracht. Seine berühmte Aussage, „Die Theorie liefert viel, aber dem Geheimnis des Alten bringt sie uns doch nicht näher. Jedenfalls bin ich überzeugt davon, dass der nicht würfelt“ wird oft verkürzt als „Gott würfelt nicht“ wiedergegeben. https://de.wikipedia.org/wiki/Deismus
Da Einstein von einem Schöpfer, seinem Wirken und seiner Gegenwart in der Natur ausging, kann man ihn gerade nicht gegen den jüdisch/christlichen Schöpfergott ausspielen, denn dies ist die Gemeinsamkeit mit Einstein!

Natürlich gibt es Unterschiede zum Theismus, dem Gott der Offenbarung, dem moralischen oder persönlichen Gott, der an dem menschlichen Geschick Anteil nimmt… - Aber diese spielen in einer Diskussion, wo es um das Erkennen Gottes in der Natur geht, um die Vereinbarkeit von Naturwissenschaft und Schöpfung keine Rolle, denn
Die Gemeinsamkeit mit dem Theismus besteht darin, dass beide einen Gott annehmen, der die Schöpfung vollzogen habe. https://de.wikipedia.org/wiki/Deismus
Und Albert Einstein konnte seinen Glauben an den Schöpfer sehr wohl mit seiner wissenschaftlichen Arbeit vereinbaren. Mehr noch, dieser Glaube war ihm Antrieb für seine Forschung.
„Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.“ Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)

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Re: Alle erkennen Gott!?

Ungelesener Beitrag von Atheisius » Freitag 12. Mai 2017, 09:14

Christel schrieb:
Und Albert Einstein konnte seinen Glauben an den Schöpfer sehr wohl mit seiner wissenschaftlichen Arbeit vereinbaren. Mehr noch, dieser Glaube war ihm Antrieb für seine Forschung.
Das ist ja wohl sehr in Frage zu stellen

Man kann mit Fug und Recht davon ausgehen, dass berühmte Einstein Zitate wie „Gott ist raffiniert, aber boshaft ist er nicht“ „Gott würfelt nicht“ oder „Hatte Gott eine Wahl als er das Universum erschuf?“ pantheistisch sind aber nicht deistisch und mit Sicherheit nicht theistisch.

Deisten unterscheiden sich von Theisten darin, dass der Gott der Deisten keine Gebete erhört, sich nicht für Sünden oder Beichte interessiert, unsere Gedanken nicht liest und uns nicht mit launischen Wundern in die Quere kommt. Im Gegensatz zu den Pantheisten halten die Deisten Gott dennoch für eine Art kosmische Intelligenz, während er für die Pantheisten ein metaphorisches oder poetisches Synonym für die Gesetze des Universums darstellt.

Pantheismus ist aufgepeppter Atheismus, Deismus ist verwässerter Theismus.

„Gott würfelt nicht“ kann man übersetzen mit: „Der Zufall ist nicht Kern aller Dinge“, „Hatte Gott eine Wahl als er das Universum schuf?“ bedeutet „Hätte das Universum auf eine andere Art beginnen können?“

Einstein benutzte den Begriff „Gott“ in einem rein metaphorischen, poetischen Sinn. Das gleiche gilt für Stephen Hawking und die meisten anderen Physiker, die gelegentlich in die Sprache religiöser Metaphern verfallen.

Was Einsteins Religion ist, möchte ich mit einem weiteren Zitat von Einstein selbst zusammenfassen:
„Das Wissen um die Existenz des für uns Undurchdringlichen, der Manifestationen tiefster Vernunft und leuchtendster Schönheit, die unsere Vernunft nur in ihren primitivsten Formen zugänglich sind, dies Wissen und Fühlen macht wahre Religiosität aus; in diesem Sinne und nur in diesem, gehöre ich zu den tiefreligiösen Menschen.“
Carl Sagan formuliert:
„Wenn man mit Gott die Gesamtheit der physikalischen Gesetzte meint, die das Universum beherrschen, dann gibt es natürlich einen Gott. Doch dieser Gott ist emotional unbefriedigend …..Es hat nicht viel Sinn zum Gravitationsgesetz zu beten.“
Der metaphorische oder pantheistische Gott der Physiker ist Lichtjahre entfernt von dem eingreifenden , wundertätigen, Gedanken lesenden, Sünden bestrafenden, Gebete erhörenden Gott der Priester, Mullahs, Rabbiner und der Umgangssprache.

Der Physik-Nobelpreistträger und Atheist Steven Weinberg formulierte:
"Manche Leute haben Ansichten über Gott, die so allgemein und so dehnbar sind, dass sie unweigerlich auf Gott stoßen müssen, gleichgültig wo sie nach ihm suchen. Da bekommt man etwa zu hören: „Gott ist der Höchste“ oder „Gott ist unser besseres Wesen“ oder „Gott ist das Universum“. Natürlich können wir dem Wort „Gott“ wie jedem anderen Wort jede beliebige Bedeutung unterlegen. Wenn Sie behaupten wollen „Gott ist Energie“, dann können Sie Gott in einem Stück Kohle finden.“

Quelle:
„Der Gotteswahn“ von Richard Dawkins

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Ga-chen
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Re: Alle erkennen Gott!?

Ungelesener Beitrag von Ga-chen » Freitag 12. Mai 2017, 09:30

Gott bestraft nicht Sünden! DIE Sünde, die durch Adam auf alle Menschen vererbt wurde...die Trennung von Gott durch mangelndes Vertrauen...und Getrenntsein von Gott endet im Tod...denn nur ER IST DAS LEBEN !

Das wissen oder verstehen viele nicht! Und für DIE Sünde ist Jesus in den Tod gegangen, damit IN IHM alle leben! Alle, die seine Rettung für sich in ihrem Leben annehmen!

Bei den Zeugen z. B. wird ein ganz falsches Bild von Gott vermittelt...so viel zur Problematik von "Gottesbildern"...
Liebe Grüße von Ga-chen

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Re: Alle erkennen Gott!?

Ungelesener Beitrag von Christel » Sonntag 14. Mai 2017, 20:08

Atheisius, ich schrieb bereits:
Christel hat geschrieben:
Donnerstag 11. Mai 2017, 08:55
Atheisten wie Michael Schmidt-Salomon und Richard Dawkins nehmen dies zum Anlass Albert Einstein atheistisch zu vereinnahmen. Doch Einstein war kein Atheist!
In Deinem Beitrag, von Atheisius » Fr 12 Mai, 2017 8:14, hast Du meine Aussage mit Zitaten belegt.

Dieser Satz stammt nicht von Dir:
Atheisius hat geschrieben:
Freitag 12. Mai 2017, 09:14
Pantheismus ist aufgepeppter Atheismus, Deismus ist verwässerter Theismus.
Wen hast Du zitiert? Dies stammt auch aus „Der Gotteswahn“ von Richard Dawkins, oder?

Zu "Pantheismus ist aufgepeppter Atheismus":
Diese Kritik greift aber nur auf den ersten Blick, da der Pantheismus trotzdem ein göttliches Sein annimmt. https://www.pagan-info.de/zum-einstieg/ ... ntheismus/
Wenn man bedenkt, dass pagane Götter häufig für Naturkräfte stehen, dann wird diese Gleichsetzung völlig absurd.
Zum Beispiel Thor:
Thor im Norden, oder Donar bei den kontinentalen germanischen Völkern, ist „der Donnerer“ (Nomen Agentis), ursprünglich als Gattungsname „der Donner“ (Appellativum) (as. Thunaer, ags. þunor, ahd. Donar, an. Þórr von urn. þunraʀ ‚donnern‘).[3][4] Daraus erschließt sich der gemeingermanische Gottesname *Þunaraz.[5] Thor/ Donar fungierte für die zur See fahrenden Völker als Gewitter- und Wettergott und war in weiterer Funktion innerhalb der bäuerlichen germanischen Gesellschaft Vegetationsgottheit. https://de.wikipedia.org/wiki/Thor
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Re: Alle erkennen Gott!?

Ungelesener Beitrag von Christel » Sonntag 14. Mai 2017, 20:22

Atheisius hat geschrieben:
Freitag 12. Mai 2017, 09:14
Christel schrieb:
Und Albert Einstein konnte seinen Glauben an den Schöpfer sehr wohl mit seiner wissenschaftlichen Arbeit vereinbaren. Mehr noch, dieser Glaube war ihm Antrieb für seine Forschung.
Das ist ja wohl sehr in Frage zu stellen
Das meinen Atheisten.

Fragen wir Albert Einstein doch einfach selbst:
Andererseits aber behaupte ich, daß die kosmische Religiosität die stärkste und edelste Triebfeder wissenschaftlicher Forschung ist. Nur wer die ungeheuren Anstrengungen und vor allem die Hingabe ermessen kann, ohne welche bahnbrechende wissenschaftliche Gedankenschöpfungen nicht zustande kommen können, vermag die Stärke des Gefühls zu ermessen, aus dem allein solche dem unmittelbar praktischen Leben abgewandte Arbeit erwachsen kann. Welch ein tiefer Glaube an die Vernunft des Weltenbaues und welche Sehnsucht nach dem Begreifen wenn auch nur eines geringen Abglanzes der in dieser Welt geoffenbarten Vernunft mußte in Kepler und Newton lebendig sein, daß sie den Mechanismus der Himmelsmechanik in der einsamen Arbeit vieler Jahre entwirren konnten!
(„438 Religion und Wissenschaft Einstein-Weltbild, 18“)
https://gedankenfrei.files.wordpress.co ... nstein.pdf

Albert Einstein nennt hier Johannes Kepler
Kepler war nicht nur Naturforscher, sondern auch evangelischer Theologe. Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Kepler

Albert Einstein nennt hier außerdem Isaac Newton. Isaac Newtons Gottesvorstellung:
Erst vor dem Hintergrund seiner unitarischen Auffassung, dass Gott nicht dreifaltig, sondern als Einheit die ganze Welt von innen und von außen erfasst und umfasst, konnte Newton seine Vorstellung davon bilden, dass Raum und Zeit das Sensorium Gottes sei, durch das er zu allen Zeiten und allen Orten zugleich wirksam ist. https://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Newton#Theologie
Einen Atheisten nennt Albert Einstein nicht.
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Ungelesener Beitrag von Holuwir » Sonntag 14. Mai 2017, 22:16

Christel hat geschrieben:
Sonntag 14. Mai 2017, 20:22
Fragen wir Albert Einstein doch einfach selbst:
"Es war natürlich eine Lüge, was Sie über meine religiösen Überzeugungen gelesen haben, eine Lüge, die systematisch wiederholt wird. Ich glaube nicht an einen persönlichen Gott und ich habe dies niemals geleugnet, sondern habe es deutlich ausgesprochen. Falls es in mir etwas gibt, das man religiös nennen könnte, so ist es eine unbegrenzete Bewunderung der Struktur der Welt, so weit sie unsere Wissenschaft enthüllen kann." Albert Einstein
Quellenangaben s. meinen Beitrag hier in diesem Thread vom Montag 10. Oktober 2016

Christel vermeidet es, wie in manch anderen Fragen auch, klar zu definieren, was sie unter Atheist versteht, ob nur der keiner ist, der an einen persönlichen Gott glaubt oder auch der, der in seiner Weltanschauung irgendwie den Begriff Gott, wenn auch in beliebiger Weise, verwendet. Ich jedenfalls verstehe unter Atheist jemanden, der nicht an einen persönlichen Gott glaubt und ich sehe Atheisius und mich in dieser Frage mit Einstein einig.

Christel hat ein Einstein-Zitat korrekt wiedergegeben:
"Welch ein tiefer Glaube an die Vernunft des Weltenbaues und welche Sehnsucht nach dem Begreifen wenn auch nur eines geringen Abglanzes der in dieser Welt geoffenbarten Vernunft..."
Ich möchte nur explizit darauf hinweisen, dass hier "des Weltenbaues" und nicht "des Weltenbauers" steht. Das kleine "r" macht den alles entscheidenden Unterschied. Das wird gern schon mal überlesen.
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Re: Alle erkennen Gott!?

Ungelesener Beitrag von Christel » Montag 15. Mai 2017, 22:55

Man beachte, Einstein lehnt eine bestimmte Form der „Gottesidee“ ab, den „persönlichen Gott“, nicht die „Gottesidee“ als solche.
Atheismus hingegen bedeutet:
Atheismus (von altgriechisch ἄθεος átheos „ohne Gott“) bezeichnet die Abwesenheit oder Ablehnung des Glaubens an Gott bzw. Götter (Theismus). https://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus
Ist Atheismus eine Religion? Nein!

Albert Einstein beruft sich jedoch auf Religion:
All diesen Typen gemeinsam ist der anthropomorphe Charakter der Gottesidee. Über diese Stufe religiösen Erlebens pflegen sich nur besonders reiche Individuen und besonders edle Gemeinschaften wesentlich zu erheben. Bei allen aber gibt es noch eine dritte Stufe religiösen Erlebens, wenn auch nur selten in reiner Ausprägung; ich will sie als kosmische Religiosität bezeichnen.
(„436 Religion und Wissenschaft Einstein-Weltbild, 16“)
https://gedankenfrei.files.wordpress.co ... nstein.pdf
Die religiösen Genies aller Zeiten waren durch diese kosmische Religiosität ausgezeichnet, die keine Dogmen und keinen Gott kennt, der nach dem Bild des Menschen gedacht wäre.
„437 Religion und Wissenschaft Einstein-Weltbild, 17“) https://gedankenfrei.files.wordpress.co ... nstein.pdf
Ansätze zur kosmischen Religiosität finden sich bereits auf früher Entwicklungsstufe, z.B. in manchen Psalmen Davids sowie bei einigen Propheten. Viel stärker ist die Komponente kosmischer Religiosität im Buddhismus,
(„437 Religion und Wissenschaft Einstein-Weltbild, 17“)
https://gedankenfrei.files.wordpress.co ... nstein.pdf
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Ungelesener Beitrag von Holuwir » Dienstag 16. Mai 2017, 23:22

Christel hat geschrieben:Man beachte, Einstein lehnt eine bestimmte Form der „Gottesidee“ ab, den „persönlichen Gott“, nicht die „Gottesidee“ als solche.
Welche Äußerungen Einsteins legst du dieser Aussage zugrunde? Er glaubt nicht an die Existenz eines persönlichen Gottes. Wo sagt er hingegen, dass dies "eine bestimmte Form der „Gottesidee“" sei, er jedoch die "„Gottesidee“ als solche" akzeptiere? Ich kann das nirgends lesen. Im Gegenteil, seine kosmische Religiosität verbindet er ausdrücklich nicht mit einer Gottesidee. Er sagt: "Wie kann kosmische Religiosität von Mensch zu Mensch mitgeteilt werden, wenn sie doch zu keinem geformten Gottesbegriff und zu keiner Theologie führen kann?" (Religion und Wissenschaft Einstein-Weltbild, 17)
Christel hat geschrieben:Albert Einstein beruft sich jedoch auf Religion:

"All diesen Typen gemeinsam ist der anthropomorphe Charakter der Gottesidee."
Er bezieht sich auf Religionen, klassifiziert sie nach verschiedenen Typen, spricht dann aber von "einer dritten Stufe religiösen Erlebens", die er "kosmische Religiosität" nennt, wohlgemerkt nicht "kosmische Religion" und die er nicht mit dem Begriff "Gott" in Verbindung bringt. Er erklärt im nächsten Satz zu obigem Zitat die "kosmische Religiosität" als Empfindung, Gefühl: "Es scheint mir, daß es die wichtigste Funktion der Kunst und der Wissenschaft ist, dies Gefühl unter den Empfänglichen zu erwecken und lebendig zu erhalten."
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Re: Alle erkennen Gott!?

Ungelesener Beitrag von Christel » Mittwoch 17. Mai 2017, 22:42

Es ist kein Zitat, sondern eine Interpretation.
Auch Deine Einordnung ist nur eine Interpretation.

Einstein schrieb einmal „Ich glaube nicht an einen persönlichen Gott“
Atheisten sagen hingegen einfach: „Ich glaube nicht an Gott“
Mit dem Adjektiv „persönlich“ beschreibt Einstein eine bestimmte Gottesvorstellung näher, die er ablehnt.
Holuwir hat geschrieben:
Dienstag 16. Mai 2017, 23:22
seine kosmische Religiosität verbindet er ausdrücklich nicht mit einer Gottesidee. Er sagt: "Wie kann kosmische Religiosität von Mensch zu Mensch mitgeteilt werden, wenn sie doch zu keinem geformten Gottesbegriff und zu keiner Theologie führen kann?" (Religion und Wissenschaft Einstein-Weltbild, 17)
Das sehe ich anders. „Kein geformter Gottesbegriff“ bedeutet lediglich, dass Einstein Gott nicht näher definiert.

Adjektive beschreiben ein Substantiv näher. Ein „schönes Haus“ ist immer noch ein Haus und nicht kein Haus. Ein nicht näher „definierter Gott“ ist immer noch eine Gottesvorstellung.

Nachdem Einstein das "religiöse Gestalten" in die zwei Typen „Furcht-Religionen“ und „Moral-Religionen“ unterteilt hatte, ordnet er sich dort selbst ein und nennt es „dritte Stufe religiösen Erlebens“:
All diesen Typen gemeinsam ist der anthropomorphe Charakter der Gottesidee. Über diese Stufe religiösen Erlebens pflegen sich nur besonders reiche Individuen und besonders edle Gemeinschaften wesentlich zu erheben. Bei allen aber gibt es noch eine dritte Stufe religiösen Erlebens, wenn auch nur selten in reiner Ausprägung; ich will sie als kosmische Religiosität bezeichnen. Diese läßt sich demjenigen, der nichts davon besitzt, nur schwer deutlich machen, zumal ihr kein menschenartiger Gottesbegriff entspricht.
(„435 Religion und Wissenschaft, Einstein-Weltbild, 17“)
https://gedankenfrei.files.wordpress.co ... nstein.pdf
Auch hier findet sich lediglich die Ablehnung des „menschenartiger Gottesbegriffs“, nicht des "Gottesbegriffs". Denn dann hätte er geschrieben „kein Gottesbegriff“ und nicht „kein menschenartiger Gottesbegriff“.

Wenn Einstein „Atheismus“ gemeint hätte, wieso ordnet er sich selbst als „dritte Stufe“ der Religiosität unter den Religionen ein? Wieso spricht er überhaupt von seiner Religiosität?
Wieso differenziert er, welche Art von Gottesvorstellung er ablehnt, wieso sagt er nicht das er die Gottesidee als solche ablehnt? Wieso sagt er „kein menschenartiger Gottesbegriff“, „kein geformten Gottesbegriff“ und nicht „kein Gottesbegriff“?

Wieso spricht Einstein hier von seinen „Gottesbegriff“ und ordnet sich bei Spinoza ein?
3. Jene mit tiefem Gefühl verbundene Überzeugung von einer überlegenen Vernunft, die sich in der erfahrbaren Welt offenbart, bildet meinen Gottesbegriff; man kann ihn also in der üblichen Ausdrucksweise als »pantheistisch« (Spinoza) bezeichnen.
(748 Über wissenschaftliche Wahrheit, Einstein-Weltbild, 171)
https://gedankenfrei.files.wordpress.co ... nstein.pdf
Menschliche Vernunft meint Einstein hier ganz sicher nicht!
Was meint Einstein mit der „überlegenen Vernunft, die sich in der erfahrbaren Welt offenbart“?
„Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.“ Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)

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Re: Immer mehr Menschen erkennen, dass es Gott in Wirklichkeit gar nicht gibt

Ungelesener Beitrag von Holuwir » Donnerstag 18. Mai 2017, 20:22

Christel hat geschrieben:
Mittwoch 17. Mai 2017, 22:42
Es ist kein Zitat, sondern eine Interpretation.
Ich habe Zitate eindeutig durch Anführungszeichen gekennzeichnet. Bitte sage konkret, welches davon keines sein soll und mach bitte nicht nur solch diffuse Andeutungen. :roll:
Christel hat geschrieben:Auch Deine Einordnung ist nur eine Interpretation.
Natürlich! Was soll dieser Satz? Einordnung und Interpretation sind gewissermaßen Synonyme.
Christel hat geschrieben:Einstein schrieb einmal „Ich glaube nicht an einen persönlichen Gott“
Atheisten sagen hingegen einfach: „Ich glaube nicht an Gott“
Genau so ist es eben nicht! Wenn du diesen Beitrag gelesen, angesehen und beherzigt hättest, würde sich dein Einwand erübrigen:
Atheisius hat geschrieben:
Samstag 6. Mai 2017, 20:20
Es geht hier um die Gottesvorstellung und die Definition des Gottesbegriffes. Was ist eigentlich mit Gott gemeint?,

Veröffentlicht am 16.10.2014 : <https://www.youtube.com/watch?v=GIj3oGwd9gk>

Hier wird unterschieden zwischen einem personalen und einen unpersonalen Gott. Einem unvorstellbaren Gott und einem vorgestellten Gott.

Wenn man sich nicht das ganze Video ansehen will: Interessant für mich war die 21. Minute bis 24. Minute zur Definition von Gott.
Und, hast du die Antwort an den bezeichneten Stellen gefunden?
Christel hat geschrieben:Das sehe ich anders. „Kein geformter Gottesbegriff“ bedeutet lediglich, dass Einstein Gott nicht näher definiert.

Adjektive beschreiben ein Substantiv näher. Ein „schönes Haus“ ist immer noch ein Haus und nicht kein Haus.
Ja, und im Unterschied zu einem schönen Haus gibt es weniger schöne und sogar hässliche Häuser. "Schön" hebt es also aus einer Vielzahl von Häusern heraus. Aber es gibt auch einzigartige Sachen, die wir mit Adjektiven versehen, z. B. "sehenswertes Brandenburger Tor" oder "menschenverachtendes Nazi-Regime". Damit wollen wir gerade nicht sagen, dass es auch weniger sehenswerte Brandenburger Tore oder menschenfreundliche Nazi-Regime gäbe. Hier bilden Adjektiv und Substantiv eine zusammengehörige Einheit. Das Adjektiv hebt eine wichtige Besonderheit des Substantivs hervor, charakterisiert es gewissermaßen. Das kann man mit unzähligen Beispielen wiederholen: "majestätisches Matterhorn" - gibt es dann auch ein nichtmajestätisches Matterhorn? "Bitterkalte Antarktis", "Unendlicher Stiller Ozean" usw.

Das besondere Merkmal eines jeden Begriffes ist, dass er "geformt" werden kann. Es macht doch überhaupt keinen Sinn, einen Begriff zu erfinden, "formen" zu wollen, für etwas, das man gar nicht beschreiben kann. In Einsteins "kosmologischer Religiosität" kommt nichts vor, zu dem man einen Gottesbegriff formen könnte. Deswegen gibt es darin keinen "geformten Gottesbegriff" und nicht weil Einstein unwillig wäre, "Gott näher zu definieren".
Christel hat geschrieben:Wenn Einstein „Atheismus“ gemeint hätte, wieso ordnet er sich selbst als „dritte Stufe“ der Religiosität unter den Religionen ein? Wieso spricht er überhaupt von seiner Religiosität?
Das ist jetzt dein Problem, dass du dir Religiosität ohne eine Gottesvorstellung nicht denken kannst. Es ist in der Tat ungewöhnlich, das gebe ich zu. Aber wollen wir Einstein dafür kritisieren? Aber auch mir gefällt die weihevolle Stimmung einer Kirche, auch eines "Gottesdienstes", wenn ich dabei nicht ständig Dinge hören müsste, von denen ich mittlerweiler weiß, dass sie nichts mit der Wirklichkeit zu tun haben. Warum geht das Ganze nicht ohne diese heiligen Lügen? Es gibt nun einmal nicht diese jenseitige Welt. Warum soll es dann auch keine tief emotionale Religiosität geben, wie sie Einstein formuliert?
Christel hat geschrieben:Wieso differenziert er, welche Art von Gottesvorstellung er ablehnt, wieso sagt er nicht das er die Gottesidee als solche ablehnt?
Das tut er ja, wenn man die Gottesidee als grundsätzlich personalisiert ansieht. Und genau das tut man ja, auch du, z. B. bei jedem Gebet. Gebete wahrnehmen, hören, erhören bedeuten zutiefst anthropomorphe Vorgänge.
Christel hat geschrieben:Wieso sagt er „kein menschenartiger Gottesbegriff“, „kein geformten Gottesbegriff“ und nicht „kein Gottesbegriff“?
Er differenziert nicht, sondern verleiht dem Substantiv "Gottesbegriff" erklärendes Gewicht.
Christel hat geschrieben:Wieso spricht Einstein hier von seinen „Gottesbegriff“... ?
Das weiß ich nicht. Ich kann mir für den Begriff Gott nichts anderes als einen persönlichen Gott vorstellen. So habe ich es aus der Bibel gelernt und, so weiß ich, meinen es alle, mit denen ich darüber spreche. Warum man etwas Abstraktes, Lebloses als Gott bezeichnen kann, entzieht sich meinem Verständnis. Ich habe immer gesagt, dass ich allein darin nicht mit Einstein übereinstimme.
Christel hat geschrieben:Menschliche Vernunft meint Einstein hier ganz sicher nicht!
Was meint Einstein mit der „überlegenen Vernunft, die sich in der erfahrbaren Welt offenbart“?
Auch das weiß ich nicht. Mir scheint der Begriff "Vernunft" hier unpassend und ich weiß keine Erklärung, denn Vernuft geht normalerweise von intelligenten Lebewesen aus. Aber das schließt Einstein ja hier aus. Im Englischen, so habe ich gesehen, steht dafür "superior reasoning power", was soviel wie "Überlegene Argumentationskraft" bedeutet.

Aber wie wäre es denn, wenn zuerst du deine Meinung dazu mitteilen würdest, bevor du andere dazu aufforderst? :)
Achte auf Menschen, die die Wahrheit suchen, hüte dich vor denen, die sie gefunden haben. (Unbekannter Verfasser)

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