Alle erkennen Gott!?

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Gerdy
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Re: Alle erkennen Gott!?

Ungelesener Beitrag von Gerdy » Dienstag 30. Mai 2017, 09:44

@ga-chen,

wer sprach "über d i r" (Trance?) - oder war mich gemeint?

Ist Christsein ein Auslaufmodell?

Theologe Matthias Beck: "Das Christentum hat eine sehr große Praxisrelevanz"
Mit seinem Buch "Christ sein. Was ist das?" trifft Theologe Matthias Beck einen empfindlichen Nerv der christlichen Kirche - und das zum richtigen Zeitpunkt. Terroranschläge erschüttern und verunsichern Europa, der Islam rückt in den Fokus vieler Diskussionen. Und was ist mit dem Christentum? Im Interview verrät der Autor, was uns der Glaube bringen kann und warum viele Christen so wenig über ihre Religion wissen.

Sie schreiben, Christen wissen heutzutage wenig über ihre eigene Religion. Woher kommt das?

Punkt eins. Mein Eindruck ist, dass viele Menschen in christlichen beziehungsweise katholischen Ländern wie Österreich vieles machen, ohne darüber zu reflektieren. Man ist halt katholisch, weil die Mutter katholisch ist und der Großvater schon katholisch war. Das gehört zu einem Ritual dazu.
Punkt zwei. Wir haben die Menschen zu wenig zum eigenständigen Denken erzogen. Es gab – und gibt es zum Teil heute noch - eine Art von Gedankenverbot, nach dem Motto: „Das darfst du gar nicht denken, das ist nicht katholisch“. Wir haben die Aufklärung in Europa hinter uns, wir haben die vielen Kirchenaustritte erlebt und die Konfrontation mit dem Islam vor uns. Und jetzt erst fangen Menschen neu darüber nachzudenken an: „Wer sind wir eigentlich? Wo kommen unsere Werte her?“

Besteht ein Unterschied im Ausleben des Glaubens zwischen Christen in reichen europäischen Ländern und Christen in armen Staaten?

Ja. Ich würde sogar noch einmal zwischen Land- und Stadtbevölkerung unterscheiden. Ein Bauer in Tirol, der von der Natur abhängig ist, hat noch eher Ehrfurcht vor ihr. Naturmenschen haben oft einen Bezug zum Göttlichen. Der Städter hat diesen Zugang weniger. Da geht man ins Geschäft und kauft sich die Milch, die Kinder haben oft nicht einmal mehr die Beziehung von der Milch zur Kuh. Vieles, was wir für selbstverständlich erachten, ist überhaupt nicht selbstverständlich. Meistens fangen die Menschen erst durch Krisen oder Krankheiten an, darüber nachzudenken. Ich will jetzt nicht den Umkehrschluss machen und sagen, dass es uns erst wieder viel schlechter gehen muss, damit die Leute wieder an Gott glauben. Ich möchte den Menschen mit dem Buch ein Augenöffner sein, dass das Leben an sich großartig ist: dass wir denken, dass wir hören, dass wir schauen können. Mir tut es immer leid, wenn Gott für schlechte Tage „missbraucht“ wird.

In Österreich hat sich die Zahl der Gottesdienstbesucher in den vergangenen 20 Jahren halbiert. Mangelt es dem Christentum daran, dass es mit seinen Predigten die heutige Gesellschaft nicht mehr anspricht?

Der Kirchengang ist nicht veraltet, aber die Vermittlung ist nicht so gut. Eine Predigt oder eine Theologie in Europa muss ganz anders aussehen als in Afrika, weil die Umstände ganz andere sind. Europa ist ein hochaufgeklärter und mehr oder weniger reicher Kontinent. Da sollte ein Priester in der Lage sein, auf Alltagsfragen im Kontext einer aufgeklärten Gesellschaft und beispielsweise auf naturwissenschaftliche, spirituelle oder psychologische Probleme einzugehen. Er muss nicht alles können, aber doch eine Ahnung haben, was Menschen beschäftigt. Was die Leute nicht mehr hören können, sind auswendig gelernte theologische Floskeln wie „Wir sind durch seinen Kreuzestod von unseren Sünden erlöst“. Das mag zwar theologisch stimmen, die Menschen verstehen es aber nicht. Friedrich Nietzsche hat damals schon gesagt: „Dann müssten die Christen alle erlöster aussehen“. Also in dem Fall müsste man erklären, was Erlösung schon in diesem Leben bedeutet. Es gibt ein Defizit an Aufklärung und Reflexion darüber, was wir glauben.
[...]
Was hat die Krise des Christentums in Europa ausgelöst?

Ich werfe einen Begriff in den Raum: Übersättigung. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren wir zuerst im Aufbau, dann sind wir satt geworden, wir sind reich geworden. Europa ist ein reicher Kontinent. Und viele sagen heute, wir brauchen das Christentum gar nicht. Es geht ohne genauso gut. Es ist vermeintlich alles da. Systeme neigen dazu, sich in sich selbst zu bewegen. Das hat auch die katholische Kirche - vielleicht auch die evangelisch und orthodoxe - gezeigt. Die Gefahr ist, dass man sich nur mit sich selbst, mit seinen eigenen Problemen beschäftigt. Was draußen passiert, merkt man gar nicht mehr. Dieses satte, reiche und ein bisschen träge gewordene System wurde massiv von außen erschüttert: durch Missbrauchsfälle, eine Kirchenaustrittswelle, Muslime und Flüchtlinge. Das ist ein Weckruf. Die Krise der Kirche in Europa ist eine „Trägheitskrise“. Es wäre für jeden einzelnen und die Kirche insgesamt gut, zu überlegen: „Sind wir noch richtig unterwegs?“ ....

Mehr: http://www.news.at/a/christ-sein-was-ist-das-7554268?

Holuwir
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Re: Immer mehr Menschen erkennen, dass es Gott in Wirklichkeit gar nicht gibt

Ungelesener Beitrag von Holuwir » Dienstag 30. Mai 2017, 11:16

Christel hat geschrieben:
Montag 29. Mai 2017, 21:37
Wenn dem so ist, dann rückt die Kirche bereits seit 2000 Jahren davon ab. Die Trinität, auf die man sich 325 n.Chr. in Nizäa einigte, beschreibt kein menschenartiges Gottesbild. - Bestimmt haben sie damals ein Komplott geschmiedet, nur um zu zeigen, dass sich Holuwir und Herr Schmidt-Salomon mit ihrem Gottesbild, welches sie als das kirchliche Gottesbild ausgeben, heute irren. :wink: :mrgreen:
Sehr schön ausgedacht! Wie dumm von Holuwir, ein solches Gottesbild zu haben. Aber welche Vorstellung hat denn Holuwir von dem kirchlichen Gottesbild? Den Begriff "menschartig" hat er nie benutzt. Vielmehr hat er geschrieben:
Holuwir hat geschrieben:
Sonntag 28. Mai 2017, 15:24
Auf der einen Seite will sie natürlich an dem personalen Gott, an einem Gottesbild, das nach dem Modell einer Person gedacht ist, festhalten, auf der anderen Seite will sie einem modernen Gottesbild entsprechen, das den Begriff Gott nur noch als eine Metapher verwendet.
oder:
Holuwir hat geschrieben:
Dienstag 23. Mai 2017, 09:39
Ich verstehe nicht, warum dafür das Attribut "persönlich" unpassend sein soll. Man kann doch einen Gott, von dem man glaubt, dass er Gebete hört und ggf. erhört, der handelt, Pläne hat, einen Willen hat, nur nach dem Modell einer Person denken und nicht nach dem Modell einer Sache.
Der Ausdruck "Gott" ... ist nach dem Modell einer Person zu denken" stammt aus deinem Link
Christel hat geschrieben:
Freitag 19. Mai 2017, 22:57
"Einen Gott, den es gibt, gibt es nicht."
Daraus:
Wenn wir Gott Person oder Vater nennen, dann meinen wir: Gott ist ein Du, das ich anreden kann, das mich kennt und liebt. Der Urgrund der Welt ist nicht nach dem Modell einer Sache zu denken, sondern nach dem Modell einer Person.
Aber du beschränkst dich ja darauf, mir vorzuwerfen, ich ignorierte was du schreibst. Du gehst überhaupt nicht auf meine Argumente ein, wehrst meine, für dich so unangenehmen, Fragen mit abenteuerlichen Anschuldigungen ab - ich wolle dir ein unmögliches Gottesbild überstülpen. Wie kann man durch Nachfragen, die zur Klärung der Ansicht des Gegenüber dienen sollen, diesem etwas überstülpen? Das sind doch alles taktische Spielchen. Das ist Rabulistik, nicht das, was du und Ga-chen mir vorwerft.

Du verlierst kein Wort über die eigentliche, zentrale Frage, woran man erkennen könne, dass es diesen persönlichen Gott überhaupt geben soll. Oder soll es ihn gar nicht mehr geben? Gibt es hier eine(n) Mitleser(in) der diese Frage aus den Beiträgen Christels heraus beantworten kann? Ich kann es nicht. Für mich ist das alles ein undefiniertes Sowohl-als-auch und gleichzeitig ein Sowohl-als-auch-nicht.
Achte auf Menschen, die die Wahrheit suchen, hüte dich vor denen, die sie gefunden haben. (Unbekannter Verfasser)

Gerdy
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Re: Immer mehr Menschen erkennen, dass es Gott in Wirklichkeit gar nicht gibt

Ungelesener Beitrag von Gerdy » Dienstag 30. Mai 2017, 11:49

Holuwir hat geschrieben:
Dienstag 30. Mai 2017, 11:16

Du verlierst kein Wort über die eigentliche, zentrale Frage, woran man erkennen könne, dass es diesen persönlichen Gott überhaupt geben soll. Oder soll es ihn gar nicht mehr geben? Gibt es hier eine(n) Mitleser(in) der diese Frage aus den Beiträgen Christels heraus beantworten kann? Ich kann es nicht. Für mich ist das alles ein undefiniertes Sowohl-als-auch und gleichzeitig ein Sowohl-als-auch-nicht.
Widerlege doch einfach den Spruch: "Aus nix wird nix!"

In letzter Zeit finden die Sterngucker neue Planeten. Und dann kommt die Ansicht, wenn es dort Wasser und Licht gibt, dann kann Leben entstehen!
Erkläre w i e das möglich wäre, wenn es dazu bisher kein MENSCH geschafft hat. Steht da das kluge Erfinder-Hirn im Weg für den lebengebenden Zufall?

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Re: Alle erkennen Gott!?

Ungelesener Beitrag von Ga-chen » Dienstag 30. Mai 2017, 18:02

Nein Gerd, keine Sorge 😊

Du hast mir damals total geduldig immer wieder erklärt, was Jesus bedeutet, obwohl ich ziemlich aggressiv reagiert habe, weil ich es nicht verstand! Bis es dann irgendwann "klick" machte. Dennoch war es ein ganzes Stück Weg auf der Suche nach ihm, bis ich ihn fand oder besser, bis er sich von mir finden ließ. Aber eigentlich hat er mich "gefunden", ist MIR "begegnet". Auf jeden Fall hat er mich zuerst geliebt!

Denke, dass er jedem von uns auf unterschiedliche Weise begegnet, wie er uns ja auch unterschiedlich geschaffen hat.

Lange hatte ich ein Problem mit der Auserwählung...empfand sie als ungerecht, vor der Erschaffung der Welt schon auserwählt worden zu sein während andere "verloren werden", wie sich die Bibel ausdrückt, bis ich verstanden habe, dass es eine "Auserwählung in Christus" ist - also jeder, der ihn als Herrn in seinem Leben annimmt, IN IHM auserwählt ist.
In dem Moment ist es nicht mehr ungerecht, weil jeder die gleiche Chance hat, zu IHM zu kommen. Und Freiheit bedeutet, dass jedem die Entscheidung selbst überlassen bleibt. Freiheit ist Gott ziemlich wichtig.

Und dass Entscheidungen Folgen haben, das kennen und wissen wir als Menschen nur zu gut!

Verstand hat eine Menge mit Glauben zu tun. Gott will, dass wir nach ihm suchen und seine Heilsbotschaft verstehen. Erkennen setzt Verstand, suchendes Nachdenken und forschendes Nachsinnen voraus. Wobei Erkennen in der Bibel auch nochmal was intensiv anderes bedeutet....eine Beziehung, wie sie inniger nicht sein kann und wird der Intimität des Geschlechtsaktes gleichgesetzt....schon krass irgendwie...

Im ZehnWort steht: Du wirst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Verstand, deiner ganzen Seele und aus vollem Herzen!

Dito! 😊
Liebe Grüße von Ga-chen

„Jesus muss wohl Student gewesen sein: Er wohnte bei seiner Mutter, er hatte lange Haare, er war der Anführer einer Protestgruppe, er trank laufend Wein, und wenn er schon mal was tat, war's ein Wunder."
Willy Meurer (*1934), deutsch-kanadischer Kaufmann, Aphoristiker und Publizist, Toronto

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Re: Alle erkennen Gott!?

Ungelesener Beitrag von Atheisius » Mittwoch 31. Mai 2017, 08:25

Ga-chen schrieb:
Lange hatte ich ein Problem mit der Auserwählung...empfand sie als ungerecht, vor der Erschaffung der Welt schon auserwählt worden zu sein während andere "verloren werden", wie sich die Bibel ausdrückt, bis ich verstanden habe, dass es eine "Auserwählung in Christus" ist - also jeder, der ihn als Herrn in seinem Leben annimmt, IN IHM auserwählt ist
.

Ja. Auf der einen Seite stehen Auserwählte - auf der anderen Seite die dem Teufel verfallenen.

Wie schön für dich, dass du zu den „Auserwählten“ gehörst :D

Deine religiotischen Überzeugungen fußen auf einer simplen Zweiteilung: Auf der einen Seite stehen die Auserwählten, die Gläubigen, die Anhänger der Gemeinschaft - auf der anderen Seite steht der Teufel. Engel gegen Dämonen, Mitglieder gegen Andersgläubige, es ist ein ewiger Kampf. Etwas Halbes wird von Typen wie euch nicht geduldet.

"Du bist ein schwerer, sündiger Mensch, du bist verloren in alle Ewigkeit - aber wir können dich retten", das ist die Botschaft.

Wie sagte doch der Prophet Obi-Wan Kenobi:

„Hüte dich vor der dunklen Seite der Macht“

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Immer mehr Menschen erkennen, dass es Gott in Wirklichkeit gar nicht gibt

Ungelesener Beitrag von Holuwir » Mittwoch 31. Mai 2017, 09:10

Es ist immer wieder seltsam, Ga-chen wurde von Teilnehmern eines anderen Forums, die sie persönlich kennen, als ganz liebenswerter, hilfsbereiter und einfühlsamer Mensch geschildert. Dort zeigte sie sich auch relativ aufgeschlossen und lernwillig. :|
Achte auf Menschen, die die Wahrheit suchen, hüte dich vor denen, die sie gefunden haben. (Unbekannter Verfasser)

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Re: Alle erkennen Gott!?

Ungelesener Beitrag von Christel » Mittwoch 31. Mai 2017, 20:04

Holuwir hat geschrieben:
Mittwoch 31. Mai 2017, 09:10
Dort zeigte sie sich auch relativ aufgeschlossen und lernwillig. :|
Du meist Eure Atheistenschmiede, die Ihr mit Sektenausstieg verwechselt? Ga-chen hielt es dort jahrelang aus ohne Atheistin zu werden. Ich bewundere Ga-chen, sie hat Rückgrat! Deshalb erhielt sie dort auch nur die Note „relativ aufgeschlossen und lernwillig“. Mit welchem Recht spielt Ihr Atheisten Euch eigentlich als Lehrer auf und versucht anderen Eure Weltanschauung aufzudrücken?

Holuwir hat geschrieben:
Dienstag 30. Mai 2017, 11:16
Aber welche Vorstellung hat denn Holuwir von dem kirchlichen Gottesbild? Den Begriff "menschartig" hat er nie benutzt.
Nach dem was Du die ganze Zeit von Dir gibst und was aus Deinem Beitrag (Di 30 Mai, 2017 10:16) zu entnehmen ist, kann ich diese Aussage nur als spitzfindige Wortklauberei, also Rabulistik werten. Natürlich siehst Du Gott, ähnlich wie eine natürliche Person, menschenartig und innerweltlich.

Wie hast Du doch geschrieben:
Holuwir hat geschrieben:
Samstag 27. Mai 2017, 20:02
ich bestehe auf einer ehrlichen Diskussion ohne Tricks und Hintergedanken.
Siehst Du, genau das verlange ich auch von Dir! Wann beginnst Du damit?
„Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.“ Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)

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Re: Alle erkennen Gott!?

Ungelesener Beitrag von Christel » Mittwoch 31. Mai 2017, 20:29

Hallo Gerd,

Danke für den interessanten Artikel von Matthias Beck.
Punkt eins. Mein Eindruck ist, dass viele Menschen in christlichen beziehungsweise katholischen Ländern wie Österreich vieles machen, ohne darüber zu reflektieren. Man ist halt katholisch, weil die Mutter katholisch ist und der Großvater schon katholisch war. Das gehört zu einem Ritual dazu.
Punkt zwei. Wir haben die Menschen zu wenig zum eigenständigen Denken erzogen.
Wer in einer Tradition lebt, wo es „alle“ so machen, der braucht ja auch nicht nachzudenken.
Das dürfte im Eichsfeld ähnlich sein. – Wobei ich glaube, dass sich das gerade ändert.
Ja. Ich würde sogar noch einmal zwischen Land- und Stadtbevölkerung unterscheiden. Ein Bauer in Tirol, der von der Natur abhängig ist, hat noch eher Ehrfurcht vor ihr. Naturmenschen haben oft einen Bezug zum Göttlichen. Der Städter hat diesen Zugang weniger. Da geht man ins Geschäft und kauft sich die Milch, die Kinder haben oft nicht einmal mehr die Beziehung von der Milch zur Kuh.
Holuwir sagt auch ständig, seht es entsteht alles von selbst.
Ein Landwirt denkt anders. Er weiß, „an Gottes Segen ist alles gelegen“.

Nun, ich glaube, das wäre eines eigenen Themas wert, oder?
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Re: Alle erkennen Gott!?

Ungelesener Beitrag von Ga-chen » Mittwoch 31. Mai 2017, 22:29

Heute noch auf YouTube 2 Videos über den Urknall gesehen. Wissenschaftler geben ehrlich zu, dass niemand weiß, was ihn auslöste. Das finde ich groß!
Liebe Grüße von Ga-chen

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Re: Alle erkennen Gott!?

Ungelesener Beitrag von Ga-chen » Donnerstag 1. Juni 2017, 04:50

Christel hat geschrieben:
Mittwoch 31. Mai 2017, 20:04
Holuwir hat geschrieben:
Mittwoch 31. Mai 2017, 09:10
Dort zeigte sie sich auch relativ aufgeschlossen und lernwillig. :|
Du meist Eure Atheistenschmiede, die Ihr mit Sektenausstieg verwechselt? Ga-chen hielt es dort jahrelang aus ohne Atheistin zu werden. Ich bewundere Ga-chen, sie hat Rückgrat! Deshalb erhielt sie dort auch nur die Note „relativ aufgeschlossen und lernwillig“. Mit welchem Recht spielt Ihr Atheisten Euch eigentlich als Lehrer auf und versucht anderen Eure Weltanschauung aufzudrücken?

Holuwir hat geschrieben:
Dienstag 30. Mai 2017, 11:16
Aber welche Vorstellung hat denn Holuwir von dem kirchlichen Gottesbild? Den Begriff "menschartig" hat er nie benutzt.
Nach dem was Du die ganze Zeit von Dir gibst und was aus Deinem Beitrag (Di 30 Mai, 2017 10:16) zu entnehmen ist, kann ich diese Aussage nur als spitzfindige Wortklauberei, also Rabulistik werten. Natürlich siehst Du Gott, ähnlich wie eine natürliche Person, menschenartig und innerweltlich.

Wie hast Du doch geschrieben:
Holuwir hat geschrieben:
Samstag 27. Mai 2017, 20:02
ich bestehe auf einer ehrlichen Diskussion ohne Tricks und Hintergedanken.
Siehst Du, genau das verlange ich auch von Dir! Wann beginnst Du damit?
Das frage ich mich die ganze Zeit!

Warum ich keine Atheistin werden kann? Ich weiß, dass mein Erlöser lebt! Wem Jesus einmal "begegnet" ist weiß, dass "er ist" - wie könnte man da je wieder denken, Gott existiere nicht? Wie soll das denn gehen, wenn man ihn kennt und mit ihm lebt? Wenn man seine Segnungen erfährt, seine Wunder erlebt, seine Heilungen, sein erstaunliches, immer wieder überraschendes Handeln... 😊
Liebe Grüße von Ga-chen

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Re: Alle erkennen Gott!?

Ungelesener Beitrag von Atheisius » Donnerstag 1. Juni 2017, 15:52

Atheisius schrieb:
von Atheisius » Mittwoch 31. Mai 2017, 08:25
Ga-chen schrieb:
Lange hatte ich ein Problem mit der Auserwählung...empfand sie als ungerecht, vor der Erschaffung der Welt schon auserwählt worden zu sein während andere "verloren werden", wie sich die Bibel ausdrückt, bis ich verstanden habe, dass es eine "Auserwählung in Christus" ist - also jeder, der ihn als Herrn in seinem Leben annimmt, IN IHM auserwählt ist.
Ja. Auf der einen Seite stehen Auserwählte - auf der anderen Seite die dem Teufel verfallenen.

Deine religiotischen Überzeugungen fußen auf einer simplen Zweiteilung: Auf der einen Seite stehen die Auserwählten, die Gläubigen, die Anhänger der Gemeinschaft - auf der anderen Seite steht der Teufel. Engel gegen Dämonen, Mitglieder gegen Andersgläubige, es ist ein ewiger Kampf. Etwas Halbes wird von Typen wie euch nicht geduldet.

"Du bist ein schwerer, sündiger Mensch, du bist verloren in alle Ewigkeit - aber wir können dich retten", das ist die Botschaft.
Bei Ga-chen handelt es sich meiner Meinung nach um eine Form des religiösen Wahns

Die religiös geprägte Form des Wahns wird als religiöser Wahn bezeichnet. Die Patienten eines solchen Wahns leiden an falschen, aber unerschütterlichen Ideen in Form von Glaubensvorstellungen, die dem persönlichen Bildungsstand und dem kulturellen oder sozialen Hintergrund des Betroffenen widersprechen. Die Patienten vertreten ihren Glauben mit außergewöhnlicher Überzeugung und Ich-Syntonie. Gegenteiligen Beweisen hält ihre persönliche Gewissheit Stand.

http://symptomat.de/Religi%C3%B6ser_Wahn

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Re: Alle erkennen Gott!?

Ungelesener Beitrag von Gerdy » Donnerstag 1. Juni 2017, 16:44

Und die Alternative des religiösen Wahns ist denn was?

Da war ursprünglich: n i c h t s

Dann war aus dem NICHTS plötzlich was da - nun Athi erkläre wie kam aus nichts: ETWAS? WIE Athi, wie? Danke für deine wissenschaftliche Erklärung!

Wenn du schon dabei bist, dann erkläre auch: w i e kam es zur Materie und dann Leben dort hinein, du Wahnloser kannst es den Ahnungslosen sicher so erklären w i e das tatsächlich möglich war - nochmals DANK!

Holuwir
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Immer mehr Menschen erkennen, dass es Gott in Wirklichkeit gar nicht gibt

Ungelesener Beitrag von Holuwir » Donnerstag 1. Juni 2017, 17:42

Gerdy hat geschrieben:
Dienstag 30. Mai 2017, 11:49
Widerlege doch einfach den Spruch: "Aus nix wird nix!"
Warum sollte ich dies widerlegen wollen. Darin sind wir uns doch einig! Aber du meinst wohl "Ohne Schöpfer wird nix". Damit setze ich mich hier: "Was die Welt Im Innersten zusammenhält" auseinander.
Gerdy hat geschrieben:In letzter Zeit finden die Sterngucker neue Planeten. Und dann kommt die Ansicht, wenn es dort Wasser und Licht gibt, dann kann Leben entstehen!
Erkläre w i e das möglich wäre, wenn es dazu bisher kein MENSCH geschafft hat.
Darüber weiß man heute bereits sehr viel. Auch darüber werde ich in dem oben genannten Thema schreiben. Bin schon dabei, die Fundamente dafür zu legen. Ich würde mich freuen, wenn du dich ehrlich dafür interessiertest.
Achte auf Menschen, die die Wahrheit suchen, hüte dich vor denen, die sie gefunden haben. (Unbekannter Verfasser)

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Re: Alle erkennen Gott!?

Ungelesener Beitrag von Gerdy » Donnerstag 1. Juni 2017, 17:58

@Holuwir,

du sagst das heute: Auch darüber werde ich in dem oben genannten Thema schreiben. Bin schon dabei, die Fundamente dafür zu legen. Ich würde mich freuen, wenn du dich ehrlich dafür interessiertest.

Du wirst uns also glaubhaft (!) erklären wie aus dem Nichts etwas entstand - d a s will ich doch schon, seit wir auch in anderen Foren darüber diskutierten.

Wie ich nun sehe, warst du damals noch nicht in der Lage dies zu erklären. Aber jetzt ist es soweit! Wenn die Alternative zu einem Schöpfer nun endlich bewiesen wird - was bleibt dann Christel, ga-chen und mir: Klar, weg mit dem Gotteswahn (wie Athi uns einschätzt) und hinein ins volle Wissen der Atheisten.

Wahres Wissen kündigt sich an, einem weiteren Frühling steht dann nichts mehr im Weg, Christus und sein Gott werden für immer zu einer Lüge!

Wohlan!!!

Holuwir
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Immer mehr Menschen erkennen, dass es Gott in Wirklichkeit gar nicht gibt

Ungelesener Beitrag von Holuwir » Donnerstag 1. Juni 2017, 19:26

Gerdy hat geschrieben:
Donnerstag 1. Juni 2017, 17:58
Du wirst uns also glaubhaft (!) erklären wie aus dem Nichts etwas entstand
Da geht es also schon los. Nein, will ich nicht. Ich sagte doch klar und deutlich, dass ich "Aus nix wird nix" nur bestätigen kann, dies also niemals zu widerlegen gedenke. Warum verdrehst du meine Worte ins Gegenteil? Ist das etwa ehrlich?
Gerdy hat geschrieben:Christus und sein Gott werden für immer zu einer Lüge!
Warum? Du kannst immer aufzeigen, an welcher Stelle Gott eingegriffen hat, wo die Forscher übersehen haben, dass das ohne Gott gar nicht geht. Vielleicht kannst du da Christel etwas unter die Arme greifen, denn sie ist daran gescheitert. Sie sagt zwar, dass das gar nicht ihre Absicht sei, aber das ist natürlich nur eine Schutzbehauptung, um zu vertuschen, dass sie keinerlei Vorstellung hat, worin die geglaubte Erschaffung durch Gott eigentlich bestehen soll. Hoffentlich weißt du da mehr.

Hinein ins unveränderliche Wissen der Gläubigen. Wahres Wissen kündigt sich an, einem Glaubensfrühling steht dann nichts mehr im Weg, Christus und sein Gott werden für immer als Sieger dastehen!

Wohlan!!!
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