Was die Welt Im Innersten zusammenhält

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Christel
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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von Christel » Samstag 19. Mai 2018, 21:02

Die Naturwissenschaft und was sie herausgefunden hat... aus Glaubensgründen widerlegen zu wollen ist Quatsch und völlig unnötig.
Nehme ich Gott als Schöpfer an, dann ist er genau der Schöpfer dieser Naturkräfte…
Es ist ja auch nicht so, dass Naturwissenschaftler generell Atheisten sind… das war nie so und ist es bis heute nicht.
„Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.“ Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)

Holuwir
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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von Holuwir » Sonntag 20. Mai 2018, 12:56

Christel hat geschrieben:
Samstag 19. Mai 2018, 21:02
Die Naturwissenschaft und was sie herausgefunden hat... [...] widerlegen zu wollen ist Quatsch...
Sehr gut!
Christel hat geschrieben:
Samstag 19. Mai 2018, 21:02
... aus Glaubensgründen widerlegen zu wollen ist Quatsch und völlig unnötig.
Das sehen viele Gläubige anders. Zu recht, meine ich.
Christel hat geschrieben:
Samstag 19. Mai 2018, 21:02
Nehme ich Gott als Schöpfer an, dann ist er genau der Schöpfer dieser Naturkräfte…
Meinst du mit Naturkräfte die vier Grundkräfte der Physik, die die Welt, also das Universum, im Innersten zusammenhalten? Was stellst du dir unter Erschaffen dieser Kräfte vor? Können Kräfte überhaupt erschaffen werden? Die Grundkräfte der Physik wirken ausgehend von Materie. Hat Gott gemäß deiner Vorstellung die Materie samt dieser Kräfte erschaffen? Oder hat sich die Materie von selbst aus Energie gebildet, so wie es die Physik beschreibt und Gott hat dann diese Kräfte, wie auch immer, hineingelegt? Ich kann mit deiner Aussage nichts anfangen und bitte um weitere Erläuterungen.

Vor allem wundert mich aber, dass du jetzt den Schöpfungsvorgang auf die Schaffung der Naturkräfte reduzierst. Willst du damit tatsächlich sagen, dass die Entstehung der Welt, also des Universums, nicht mehr von einem Gott gesteuert wurde, sondern alles, so wie es die moderne Physik erklärt, völlig selbständig ablief, nur angetrieben von den der Materie innewohnenden Naturkräften, die dieser Gott angeblich am Anfang einmal in sie hineingelegt hatte? Das wäre eine komplett mittelbare oder indirekte Erschaffung. Damit entfernst du dich meilenweit von den Aussagen der Bibel, den Festlegungen deiner Kirche und deinen eigenen früheren Darlegungen. Deswegen glaube ich auch nicht, dass du es so meinst, wie es dasteht. Bitte erläutere das, damit in dieser Frage Klarheit herrscht, was du konkret zu unmittelbarem Erschaffen meinst. Beschränkt es sich tatsächlich auf die Erschaffung der Naturkräfte?
Achte auf Menschen, die die Wahrheit suchen, hüte dich vor denen, die sie gefunden haben. (Unbekannter Verfasser)

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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von Christel » Sonntag 20. Mai 2018, 18:37

Aus meinen letzten Beitrag:
Christel hat geschrieben:
Samstag 19. Mai 2018, 21:02
Nehme ich Gott als Schöpfer an, dann ist er genau der Schöpfer dieser Naturkräfte…
Mit dieser Aussage kann Holuwir nichts anfangen, daher bittet er um weitere Erläuterungen.

Aber dann kommt von ihm doch noch einiges dazu und das gipfelt dann in der Feststellung:
Holuwir hat geschrieben:
Sonntag 20. Mai 2018, 12:56
Damit entfernst du dich meilenweit von den Aussagen der Bibel, den Festlegungen deiner Kirche und deinen eigenen früheren Darlegungen. Deswegen glaube ich auch nicht, dass du es so meinst, wie es dasteht.
8O Das ist mir neu!

Mit dieser Aussage
Christel hat geschrieben:
Samstag 19. Mai 2018, 21:02
Nehme ich Gott als Schöpfer an, dann ist er genau der Schöpfer dieser Naturkräfte…
Entferne ich mich also
- meilenweit von den Aussagen der Bibel,
- den Festlegungen deiner Kirche
- und von meinen eigenen früheren Darlegungen.
Da staune ich aber! :o

Welcher Bibeltext steht dagegen, dass Gott der Schöpfer der Naturkräfte ist?

Welche kirchliche Festlegung steht dagegen, dass Gott der Schöpfer der Naturkräfte ist?
Im großen Glaubensbekenntnis heißt es:
„Wir glauben an den einen Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,
die sichtbare und die unsichtbare Welt.“

Gibt es noch mehr kirchliche Festlegungen? Gegen welche habe ich verstoßen? Werde ich jetzt exkommuniziert?

Es soll auch gegen meine eigenen früheren Darlegungen stehen?
Nö!!!!
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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von Holuwir » Sonntag 20. Mai 2018, 21:35

Das waren offenbar zu viele Fragen auf einmal. Ich stelle sie noch einmal einzeln und warte immer erst die Antwort ab, ehe ich die nächste stelle.
Christel hat geschrieben:
Samstag 19. Mai 2018, 21:02
Nehme ich Gott als Schöpfer an, dann ist er genau der Schöpfer dieser Naturkräfte…
Meine Frage dazu:
Meinst du mit "Naturkräfte" die vier Grundkräfte der Physik, die die Welt, also das Universum, im Innersten zusammenhalten, also die starke Kernkraft, die schwache Kernkraft, die elektromagnetische Wechselwirkung und die Gravitation?
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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von Christel » Sonntag 20. Mai 2018, 22:34

Und was ist mit meinen Fragen?
Du kannst doch nicht einfach etwas behaupten ... !
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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von Holuwir » Sonntag 20. Mai 2018, 23:20

Christel hat geschrieben:
Sonntag 20. Mai 2018, 22:34
Du kannst doch nicht einfach etwas behaupten ... !
Ich habe es nicht behauptet, sondern im Konjunktiv geschrieben.
Holuwir hat geschrieben:
Sonntag 20. Mai 2018, 12:56
Das wäre eine komplett mittelbare oder indirekte Erschaffung. Damit entfernst du dich meilenweit von den Aussagen der Bibel, den Festlegungen deiner Kirche und deinen eigenen früheren Darlegungen. Deswegen glaube ich auch nicht, dass du es so meinst, wie es dasteht.
Gut, es hätte "entferntest" heißen müssen. Da habe ich übersehen, dass ich dies nicht in den Konjunktiv gesetzt hatte. Aber das ginge ja aus dem Kontext hervor, den ich im Selbstzitat kursiv hinterlegt habe. Bitte beantworte also Schritt für Schritt meine Fragen, damit ich nicht darauf angewiesen bin, verschiedene Möglichkeiten zu erörtern, die du dann als Behauptungen missverstehen könntest, denn wir können nur sinnvoll diskutieren, wenn ich genau verstehe, was du jeweils meinst.

Hier also nochmals die erste Frage:
Meinst du mit "Naturkräfte" die vier Grundkräfte der Physik, die die Welt, also das Universum, im Innersten zusammenhalten, also die starke Kernkraft, die schwache Kernkraft, die elektromagnetische Wechselwirkung und die Gravitation?
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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von Christel » Sonntag 20. Mai 2018, 23:44

Der Konjunktiv hilft nicht weiter.
Nochmal, ich hatte geschrieben:
Christel hat geschrieben:
Samstag 19. Mai 2018, 21:02
Nehme ich Gott als Schöpfer an, dann ist er genau der Schöpfer dieser Naturkräfte…
Du darauf
Holuwir hat geschrieben:
Sonntag 20. Mai 2018, 12:56
Das wäre eine komplett mittelbare oder indirekte Erschaffung. Damit entfernst du dich meilenweit von den Aussagen der Bibel, den Festlegungen deiner Kirche und deinen eigenen früheren Darlegungen.
Wieso?

Wo definiert die Bibel, wie Gott die Welt erschaffen hat?
Wo definiert die Kirche, wie Gott die Welt erschaffen hat?
Wo definiere ich, wie Gott die Welt erschaffen hat?
Ach ja, ich soll das nun endlich ganz genau und präzise definieren!

Wieso?

Nenne mir bitte das Ziel Deiner Fragen.
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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von Holuwir » Montag 21. Mai 2018, 00:18

Vielleicht habe ich mich geirrt. Vielleicht habe ich dich falsch verstanden und meine Vermutung wäre voreilig gewesen. So lass uns doch klären, was du mit dieser Aussage meinst:
Christel hat geschrieben:
Samstag 19. Mai 2018, 21:02
Nehme ich Gott als Schöpfer an, dann ist er genau der Schöpfer dieser Naturkräfte…
Dazu zum 3. Mal meine erste Frage: Was meinst du mit Naturkräften? Was ich vermute, das du meinen könntest, habe ich dir gesagt. Brauchst du nur bestätigen oder verneinen und dabei dann natürlich erklären, was du stattdessen meinst.

Wenn das geklärt ist, frage ich weiter, wie in meinem obigen Beitrag. Dann kommen wir auch zur Klärung der jetzt von dir vorgelegten Fragen. Letztlich geht es darum, ob Aussagen zur Schöpfung im Widerspruch zur Naturwissenschaft stehen, was du verneinst, ich aber bejahe. Aber immer schön der Reihe nach. Was passiert, wenn es zu komplex wird, haben wir ja gerade gesehen.
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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von Christel » Montag 21. Mai 2018, 21:51

Holuwir hat geschrieben:
Montag 21. Mai 2018, 00:18
Letztlich geht es darum, ob Aussagen zur Schöpfung im Widerspruch zur Naturwissenschaft stehen, was du verneinst, ich aber bejahe.
Um Deine Sicht zu belegen, führst Du mich fragend dahin, dass ich Naturwissenschaft und Schöpfungstheologie verbinde. Du legst Wert darauf, dass ich das WIE der Schöpfung beschreibe. WIE Prozesse … ablaufen ist eine naturwissenschaftliche Frage. Dort soll ich Gott einbauen.
Holuwir hat geschrieben:
Sonntag 20. Mai 2018, 23:20
Bitte beantworte also Schritt für Schritt meine Fragen, damit ich nicht darauf angewiesen bin, verschiedene Möglichkeiten zu erörtern, die du dann als Behauptungen missverstehen könntest, denn wir können nur sinnvoll diskutieren, wenn ich genau verstehe, was du jeweils meinst.
Das heißt, schreibe ich nichts, dann beginnst Du in diesem Sinne zu spekulieren.
Alles was ich schreibe, wirst Du in diesem Sinne deuteten.
So wie hier: http://www.eichsfeldforum.de/viewtopic. ... 165#p18453

Das Problem ist:
Meine Kirche hat mich das große Glaubensbekenntnis gelehrt:
„Wir glauben an den einen Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,
die sichtbare und die unsichtbare Welt.“
Die Bibel hilft auch nicht weiter, denn sie verwendet zwar Bilder und Metaphern, aber enthält letztlich doch keine genaue Beschreibung über das WIE des Schöpfungsvorgangs.

Schaun wir uns diese Definition über Gott aus kathpedia an:
"Gott ist das absolut vollkommene Wesen; er ist der Ursprung und Schöpfer aller Dinge. Er ist das Ziel der Schöpfung und ihr Vollender. Er allein ist der Gute schlechthin. Gott in seiner ewigen Existenz ruht in sich; Gott verdankt sich niemand anderem. Er ist reiner Geist, erhaben über seine Schöpfung (transzendent), von ihr verschieden und doch durch sein erhaltendes Wirken und seine Vorsehung in ihr zuinnerst gegenwärtig (immanent). http://www.kathpedia.com/index.php?title=Gott
Hier wird Gott transzendent als Schöpfer von allem bezeichnet, also von Raum und Zeit, einfach von allem. Gleichzeitig als immanent vergleichbar mit dem Heiligen Geist den Christen glauben zu empfangen, der also weder physikalisch, noch chemisch, noch biologisch nachweisbar ist.

Mit all diesen Antworten wirst Du nicht zufrieden sein.

Verwende ich ein Bild (so wie früher schon) und versuche zu beschreiben, wie ich mir das vorstellen könnte (Konjunktiv), dann wertetest Du das als naturwissenschaftliche Beschreibung von Schöpfung, als meinen Glauben.

Du wirst weiterfragen mit dem Ziel zu belegen, dass, „Aussagen zur Schöpfung im Widerspruch zur Naturwissenschaft stehen.“
Du wirst mit mir nicht zufrieden sein, Du wirst glauben, ich weiche Dir aus …

Doch die Wahrheit ist viel simpler: Du suchst etwas bei mir, was ich nicht habe!
Ich kann Dir nicht in Deinem Sinn antworten, weil ich keine Antwort habe.

Bei uns gibt es nicht so etwas wie hier, was von allen zu glauben wäre:
https://www.jw.org/de/bibel-und-praxis/ ... t_index]=0

Meine Herangehensweise ist eine Andere:
Theologie ist keine Naturwissenschaft!
Naturwissenschaft ist keine Theologie.

Daher kommen, die sich auch nicht in die Quere!

Die Naturwissenschaft erkundet wie Dinge ablaufen.
Die Theologie fragt wozu, nach Ziel und Sinn.
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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von Holuwir » Mittwoch 23. Mai 2018, 17:09

Christel hat geschrieben:
Montag 21. Mai 2018, 21:51
Um Deine Sicht zu belegen, führst Du mich fragend dahin, dass ich Naturwissenschaft und Schöpfungstheologie verbinde.
Warum stellst du alles auf den Kopf! Du sollst nicht meine Sicht belegen, sondern deine. Du verbindest doch Natur (nicht Naturwissenschaft, denn das was du machst ist keine Wissenschaft) und Schöpfungstheologie indem du behauptest, Gott habe die Naturkräfte, ja die ganze Natur erschaffen. Hab ich dich dahin geführt? Das sagt doch dein Glaubensbekenntnis!
Christel hat geschrieben:
Montag 21. Mai 2018, 21:51
Du legst Wert darauf, dass ich das WIE der Schöpfung beschreibe.
Das habe ich mir längst abgeschmickt. Ich habe seit langem immer nur nach dem WAS gefragt, was hat ein Gott unmittelbar erschaffen. Außer einem nichtssagenden "Alles" habe ich auch darauf keine Antwort bekommen.
Christel hat geschrieben:
Montag 21. Mai 2018, 21:51
Das heißt, schreibe ich nichts, dann beginnst Du in diesem Sinne zu spekulieren.
Du hast doch geschrieben. Du hast geschrieben, Gott habe die Natürkräfte erschaffen. Unter Naturkräften kann ich mir etwas vorstellen und ich habe dir geschrieben, was. Und ich habe dich gebeten, mir mitzuteilen, ob diese Vorstellung stimmt. Darauf antwortest du nicht, sondern beschuldigst mich nun, zu spekulieren. Ist das Taktik, nachdem du merkst, dass du keine Argumente hast, ja dass deine Position unhaltbar ist, aber dies unter keinen Umständen zugeben willst oder darfst?

Hier also zum x-ten Male die erste Frage:
Meinst du mit "Naturkräfte" die vier Grundkräfte der Physik, die die Welt, also das Universum, im Innersten zusammenhalten, also die starke Kernkraft, die schwache Kernkraft, die elektromagnetische Wechselwirkung und die Gravitation?

Und wenn dir das zu banal, weil es eigentlich selbstverständlich ist, noch eine zweite:
Hat sich Gott auf die Erschaffung dieser Natur- oder Grundkräfte beschränkt und, nachdem er die Materie einmalig damit ausgestattet hat, die Materie dann selbständig wirken lassen oder hat er im Fortgang der Entstehung der Welt und des Lebens, auf irgendeine unbekannte Art und Weise steuernd eingegriffen, die Naturkräfte da und dort gewissermaßen dominiert?
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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von Christel » Mittwoch 23. Mai 2018, 20:36

Christel hat geschrieben:
Montag 21. Mai 2018, 21:51
Um Deine Sicht zu belegen, führst Du mich fragend dahin, dass ich Naturwissenschaft und Schöpfungstheologie verbinde.
Warum stellst du alles auf den Kopf! Du sollst nicht meine Sicht belegen, sondern deine.[/quote]
Na dann ist es ja gut! Dann sind alle Deine Fragen erledigt.

Das muss Dir genügen:
„Wir glauben an den einen Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,
die sichtbare und die unsichtbare Welt.“
Hier bedarf es auch keiner weiteren Fragerei. Alles, ist Alles! - Die Sache ist für mich erledigt!
Bitte respektiere das.

Christel
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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von Christel » Mittwoch 23. Mai 2018, 20:37

Holuwir hat geschrieben:
Mittwoch 23. Mai 2018, 17:09
Christel hat geschrieben:
Montag 21. Mai 2018, 21:51
Um Deine Sicht zu belegen, führst Du mich fragend dahin, dass ich Naturwissenschaft und Schöpfungstheologie verbinde.
Warum stellst du alles auf den Kopf! Du sollst nicht meine Sicht belegen, sondern deine.
Na dann ist es ja gut! Dann sind alle Deine Fragen erledigt.

Das muss Dir genügen:
„Wir glauben an den einen Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,
die sichtbare und die unsichtbare Welt.“
Hier bedarf es keiner weiteren Fragerei. Alles, ist Alles! - Die Sache ist für mich erledigt!
Bitte respektiere das.

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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von Holuwir » Sonntag 27. Mai 2018, 11:18

Christel hat geschrieben:
Montag 21. Mai 2018, 21:51
Meine Herangehensweise ist eine Andere:
Theologie ist keine Naturwissenschaft!
Naturwissenschaft ist keine Theologie.

Daher kommen, die sich auch nicht in die Quere!

Die Naturwissenschaft erkundet wie Dinge ablaufen.
Die Theologie fragt wozu, nach Ziel und Sinn.
Darüber habe ich noch einmal intensiv nachgedacht und glaube jetzt zu verstehen, was du letztlich meinen könntest. Es existieren zwei Welten, die ihrem Wesen nach völlig unterschiedlich sind: Eine reale, materielle, objektive Welt und eine geistige, virtuelle, subjektive. Beide können, müssen aber nichts miteinander zu tun haben. Die eine existiert ohne uns, sie ist da, egal, ob es Menschen gibt oder nicht und sie kann naturwissenschaftlich erforscht werden, die andere gibt es nur, weil und seit es Menschen gibt, der Bereich Philosophie und Theologie.

Geist kann nur der Mensch entwickeln, indem sich sein Gehirn ausbildet. Geistwesen sind mithin virtuelle Lebewesen, die sich des Menschen Geist ausgedacht hat. Diesen kann sein Geist dann beliebige Fähigkeiten zuschreiben, bis hin zur Erschaffung de Welt. Mit dieser Vorstellung kann er alle aufkommenden Fragen beantworten und er kann auch nach Belieben sein Bedürfnis befriedigen, in allem Sein einen Sinn und Zweck zu sehen, den diese nichtmateriellen Wesen dann angeblich ihren Geschöpfen, den Menschen zugedacht haben.

Wenn der Mensch in seinem Geist eine Vorstellung von etwas entwickelt und fest daran glaubt, dass diese Vorstellung real ist und sein Leben danach ausrichtet, macht es überhaupt keinen Unterschied, ob der Vorstellung tatsächlich eine Realität entspricht oder nicht. Dabei gilt es zwei Fehler zu meiden:
1. Mit anderen über die Realität seiner Vorstellung diskutieren, denn dadurch können Tatsachen ans Licht kommen, die nur sehr schwer mit seiner Vorstellung in Einklang zu bringen sind.
2. Allzu konkrete, zeitnahe Details festlegen, die dann nachweisbar nicht eintreffen. Solange alles Bereichen zugeordnet wird, die nicht kontrolliert werden können (z. B. ferne Vergangenheit und Zukunft, Geschehen nach dem Tod) wird diese Gefahr weitgehend vermieden, obwohl die moderne Naturwissenschaft allerdings die verbliebenen unkontrollierbaren Bereiche stark dezimiert hat.

Das schrieb mir kürzlich eine meiner Enkelinnen:
Aber ich habe mir auch so einige Gedanken gemacht. Über das Glücklichsein und den Sinn des Lebens. Im Prinzip macht das Leben keinen Sinn. Aber ohne Sinn, kommen die meisten Menschen nicht zurecht, bzw sind nicht so wirklich erfüllt und glücklich. Deshalb muss man dem Leben irgendwie einen eigenen Sinn geben. Vielleicht kann man das Leben als Geschenk sehen, von einer höheren Instanz, dem Schicksal, dem Zufall (ist für mich irgenwie auch eine höhere Instanz) oder einem Gott, wie auch immer der aussehen mag. Es liegt an einem selber, etwas Gutes daraus zu machen. Papa meinte, er stellt sich einen Gott vor, vor dem er am Ende seines Lebens steht und der ihm im besten Fall wohlwollend sagt, er hat sein Leben gut gelebt. Und darauf kann man dann stolz sein. Ich finde das eine sehr schöne Vorstellung. Auch wenn ich mir nie sicher sein kann, ob sie stimmt, und sie seeeehr wahrscheinlich falsch ist, so gibt sie einem doch einen Sinn: dass man sein Leben, und alles was man ständig tut, so lebt, dass Gott einem wohlwollend zunickt und man stolz darauf sein kann, wie man sich verhalten oder was man erbracht hat. Nur so macht das Leben Sinn, wenn man ihm einen Sinn gibt, mag er auch noch so falsch sein. Er kann dennoch richtig sein. Und wenn es einen Sinn gibt, z. B. einen Gott, dann wäre es blöd zu sagen, das Leben macht keinen Sinn, weil es wissenschaftlich keinen Sinn macht. Während es nicht so blöd wäre, wenn das Leben wirklich keinen Sinn hat, man aber fälschlicherweise denkt, es hätte einen Sinn.
Dem möchte ich gern bedingungslos zustimmen - wenn, ja wenn nicht auch schon so viel Unheil mit dieser Gottesvorstellung über die Welt gekommen wäre.
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Christel
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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von Christel » Montag 28. Mai 2018, 21:38

Das glaubst Du doch selbst nicht, dass ich das glaube!

Die Einteilung der Wissenschaften habe ich mir nicht ausgedacht, das waren andere Menschen. Und Theologie war nie gleich Naturwissenschaft, auch wenn Kreationisten und Du anderer Meinung sind.

Es gibt eine Welt, die unabhängig von uns Menschen existiert. Sie ist real, materiell und geistig. – Oder willst Du den Tieren Geist völlig absprechen? Außerdem gehören auch wir in unserer körperlichen und geistigen Verfasstheit dieser ersten Welt an.
- Ist Geist nur ein Zufall? Handelt es sich dabei um ein paar Fettaugen auf der Suppe einer sonst toten mechanischen Welt? Oder haben die Lebewesen Anteil an einem Weltgeist, einer Weltseele, dem Logos?

Es gibt eine andere Welt, die abhängig vom Menschen existiert. Sie ist real, materiell und geistig. Dazu gehören unsere Gärten, Häuser, Technik, sämtliche Wissenschaften, also auch Naturwissenschaft, Philosophie und Theologie. Diese zweite Welt existiert in Abhängigkeit von der ersten Welt.
Holuwir hat geschrieben:
Sonntag 27. Mai 2018, 11:18
Dem möchte ich gern bedingungslos zustimmen - wenn, ja wenn nicht auch schon so viel Unheil mit dieser Gottesvorstellung über die Welt gekommen wäre.
Prinzipiell denke ich, dass Unheil von Menschen angerichtet wird. Das hat weniger mit Inhalten, als mit der Radikalität mit der ein Standpunkt vertreten wird.

Wir können ja ein bisschen Leichen zählen und schauen, wieviel Millionen Tote auf das Konto des Atheismus gehen und das in dieser kurzen Zeit ... - Gott weg = bessere Menschen = bessere Welt -> Vergiss es!
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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von Holuwir » Freitag 1. Juni 2018, 14:47

Wie geht man vor, wenn man Fragen zu einer Behauptung vorgelegt bekommt, die zu beantworten die Behauptung widerlegten?
1. Man gibt ehrlich zu, dass die Behauptung falsch war.
2. Man sieht ein, dass die Behauptung falsch war, verzichtet aber auf eine Antwort.
3. Man beharrt auf seiner Behauptung, ärgert sich über die Frage und ignoriert sie.

Wenn nun der Fragesteller nicht locker lässt und auf der Antwort besteht, da sie zur Klärung der Sachlage unerlässlich ist?
Wieder sind wie oben 1. und 2. möglich, auch natürlich 3. mit dem Unterschied, dass man nicht einfach ignorieren kann. So kann man
4. ... die Frage abwehren, indem man z. B. ,
a) behauptet, man habe die Antwort längst gegeben, der Fragesteller möge bitte genau nachlesen
b) reklamiert, dass die Frage unsinnig sei, da man nie behauptet hätte, dass ... (es folgt irgendeine ablenkende Nebensache)
c) einwendet, dass dieser Diskussionsstil mit ständigen Fragen und Aufgabenerteilungen ein dummes Spiel sei, eine Eigenart von Exzeugen, die gelehrt worden seien, immer recht zu haben.
d ...)

Aber nochmals zum eigentlichen Thema "Was die Welt im Innersten zusammenhält": Ich hatte es initiiert, um aufzuzeigen, dass die Welt (das Universum) und das Leben durchaus von selbst entstanden sein können und keineswegs eines Schöpfungsaktes bedurften. Dafür sind schlicht die vier Grundkräfte der Physik verantwortlich, die jedem Elementarteilchen, aus denen das Universum besteht, innewohnen. Jedes dieser Teilchen wechselwirkt mit jedem anderen. Aus der Summe dieser Wechselwirkungen formiert sich das Universum, formieren sich alle Moleküle dieser Welt, auch die Moleküle des Lebens. Dies ist eine mittlerweile unumstrittene Erkenntnis der modernen Naturwissenschaft, die auch z. B. ein Herr Küng vorbehaltlos anerkennt. Wie kann man nun trotzdem die Schöpfungslehre beibehalten, auf die sich die monotheistischen Religionen festgelegt haben? @Christel hat geantwortet, dass Gott eben auch die Naturkräfte erschaffen habe, die dann gewissermaßen in seinem Auftrag, die Welt und das Leben entstehen ließen.

Da stellt sich natürlich die Frage, wie man Naturkräfte erschaffen könne, denn man wenn solche Teilchen heute im großen Experiment (LHC im CERN) aus Energie entstehen lässt, dann haben diese automatisch die gleichen Eigenschaften, wie alle natürlich vorkommmenden Teilchen. - Aber diese Grundsatzfrage habe ich nicht gestellt, will sie auch vorerst gar nicht stellen.

Vielmehr habe ich @Christel die folgende Frage gestellt:
Hat sich Gott auf die Erschaffung dieser Natur- oder Grundkräfte beschränkt und, nachdem er die Materie einmalig damit ausgestattet hat, die Materie dann selbständig wirken lassen oder hat er im Fortgang der Entstehung der Welt und des Lebens, auf irgendeine unbekannte Art und Weise steuernd eingegriffen, die Naturkräfte da und dort gewissermaßen dominiert?

Darauf verweigert sie die Antwort. Sie steckt in einem Dilemma. Antwortet sie, dass sich Gott auf die Erschaffung dieser Natur- oder Grundkräfte beschränkt und danach nicht mehr eingegriffen habe, widerspricht dies jeglicher Schöpfungsaussage der Bibel und ihrer Kirche, hat er jedoch eingegriffen, bedeutet dies, dass er zu Schöpfungszwecken in das Spiel der Naturkräfte eingegriffen habe, was naturwissenschaftlichen Erkenntnissen widerspräche. Dass sich Naturwissenschaft und Theologie nicht in die Quere kämen, ist und bleibt somit eine unhaltbare Wunschvorstellung, das kann man drehen und wenden wie man will. Eine objektive Wahrnehmung, die für Schöpfung spräche, gibt es nicht.
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