Heilige Schriften ???

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Filinchen
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Heilige Schriften ???

Ungelesener Beitrag von Filinchen » Sonntag 10. September 2017, 10:45

Das Glaubensbekenntnis der Christen beinhaltet den Glauben an die „göttliche Inspiration der heiligen Schrift“ und ihre „völlige Zuverlässigkeit und höchste Autorität in allen Fragen der Lebensführung“.

In bestimmten Lebenslagen wäre es demnach ratsam, z.B. folgende biblische Anweisung zu befolgen:
Johannes 15,6: „Wer nicht in mir bleibt (wer mich ablehnt), der wird weggeworfen wie eine verdorrte Rebe. Man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, sie muss verbrennen.“
Lukas 12, 47: "Ein Knecht, der den Willen seines Herrn kennt, aber nicht befolgt, soll geschlagen werden."

Galater 5, 24: „Welche aber Christo angehören, die kreuzigen ihr Fleisch samt den Lüsten und Begierden.“
Diese „Heilige Schrift“ ist gar nicht heilig und man darf sie nicht als ewige, unabänderliche und von Gott diktierte Wahrheit halten, sondern man muss begreifen, sie ist ein überholtes Zeitdokument des Altertums und voller Mythen und Legenden.

Dabei ist die Bibel ein absolut verheerendes Buch, wenn man sie wörtlich nimmt. Mit der Bibel lassen sich nämlich Völkermord, Rassismus, Sklaverei, Hexenverbrennungen, Judenpogrome, Kindesmisshandlungen, Geringschätzung der Frauen und Territorialkriege legitimieren.

Der Gott der Bibel wird selber zum Schlächter, wenn es darum geht, seine Feinde (die Ungläubigen) zu vernichten.

Auch die viel gerühmte christliche Nächstenliebe beschränkt sich in der Bibel auf diejenigen, die den richtigen Glauben haben. Im Namen der Bibel wurden Millionen Menschenleben vernichtet, und es werden noch Milliarden folgen, nämlich alle Nichtchristen, wenn man die biblischen Prophezeiungen in der Offenbarung wörtlich nimmt.

Diese Bibel ist ein Buch des Glaubens und der Mythen genau wie andere Schriften des Altertums auch. Daneben ist sie ein Dokument für antike Zeitgeschichte.

Es gibt leider immer noch stur Bibelgläubigen, welche eifrig die Bibel als allein gültige Wahrheit darzustellen versuchen.

Die Bibelgläubigen oder Korangläubigen (oder wie auch immer ihre "Heiligen Schriften“ heißen) sollten in ihrem Glauben ruhen und nicht penetrant versuchen, diesen den Anders- oder Nichtgläubigen aufzudrängen. Dies hat in der Vergangenheit den Menschen viel Leid beschert und tut es leider noch immer.

Wie wohltuend sind dagegen unsere acht "Am Liebsten Wäre Mirs" meiner Kirche des Fliegenden Spaghetti Monsters (FSM):

I.
Am liebsten wäre mir, wenn ihr euch nicht wie frömmlerische, selbstgerechte Esel benehmen könntet, sobald ihr Meine Nudelige Göttlichkeit beschreibt. Falls meine Leute nicht an mich glauben, ist das okay. Ehrlich. So eitel bin Ich nicht. Ausserdem: Um die geht es gar nicht, also bleibt beim Thema.

II.
Am liebsten wäre mir, wenn ihr Meine Existenz nicht benutzt zur Unterdrückung, Unterwerfung, Bestrafung, Entleibung und/oder um zu anderen gemein zu sein. Ich brauche keine Opfer, und Reinheit ist etwas für Bier und Trinkwasser, nicht für Menschen.

III.
Am liebsten wäre mir, wenn ihr die Leute nicht danach beurteilen würdet, wie sie aussehen oder wie sie sich anziehen oder wie sie reden. Seid einfach nett zueinander, okay? Ach, und kriegt es endlich in eure Dickschädel: Frau = Mensch. Mann = Mensch. Gehüpft wie gehoppelt. Das eine ist nicht besser als das andere. Es sei denn, es geht um Mode, denn die habe Ich exclusiv den Frauen sowie ein paar Männern überlassen, die den Unterschied zwischen Veilchenblau und Violett kennen.

IV.
Am liebsten wäre mir, wenn ihr alles unterlassen würdet, das euch selbst oder eurem bereitwilligen, volljährigen und geistig gesunden Partner peinlich sein müsste. Wem das nicht passt, der kann mich mal – Ich glaube, die Formulierung lautet: am Arsch lecken. Wem das auch nicht passt, der sollte am besten die Glotze ausmachen und zur Abwechslung ein Stück spazieren gehen.

V.
Am liebsten wäre mir, wenn ihr euch die verklemmten, frauenfeindlichen Vorstellungen anderer nicht auf nüchternen Magen anhören würdet. Esst etwas, dann macht euch über die Idioten her.

VI.
Am liebsten wäre mir, wenn ihr keine Multimillionen-Dollar-Kirchen/Tempel/Moscheen/Schreine für Meine Nudelige Göttlichkeit erbauen würdet. Das Geld kann man nun wirklich sinnvoller anlegen. Sucht euch etwas aus:
A. Armut beenden
B. Krankheiten heilen
C. In Frieden leben, mit Leidenschaft lieben und die Kabelkosten senken.
Ich mag ja ein komplexes, allwissendes Wesen aus Kohlehydraten sein, aber Ich freue Mich an den einfachen Dingen des Lebens. Ich muss es wissen. Ich bin der Schöpfer.

VII.
Am liebsten wäre mir, wenn ihr nicht überall herumerzählen würdet, dass Ich zu euch spreche. So interessant seid ihr nicht. Bleibt auf dem Teppich. Habe Ich doch schon gesagt: Liebet euren Nächsten – muss Ich denn alles zweimal sagen?

VIII.
Am liebsten wäre mir, wenn ihr anderen nicht antätet, was sie auch euch nicht antun sollen, sofern ihr auf, äh, Sachen steht, für die reichlich Leder/Gleitmittel/Las Vegas nötig sind. Sollte euer Partner darauf stehen (entsprechend ALWM 4), lasst es krachen, macht Fotos, und um Himmels willen benutzt ein Kondom! Echt jetzt, es ist nur ein Stück Gummi. Wenn Ich nicht gewollt hätte, dass es sich gut anfühlt, wenn ihr es miteinander treibt, hätte ich Dornen oder so etwas eingebaut.

http://www.pastafari.eu/index.php?kateg ... b=liebsten

Christel
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Re: Heilige Schriften ???

Ungelesener Beitrag von Christel » Montag 11. September 2017, 17:47

Filinchen, hast Du nicht geschrieben, dass Du in Duderstadt im Eichsfeld wohnst? So sagt es auch Deine Postleitzahl!
Fillinchen, nicht böse sein, aber das hier zeugt viel eher davon, dass Du im „Tal der Ahnungslosen“ wohnst:
Filinchen hat geschrieben:
Sonntag 10. September 2017, 10:45
Das Glaubensbekenntnis der Christen beinhaltet den Glauben an die „göttliche Inspiration der heiligen Schrift“ und ihre „völlige Zuverlässigkeit und höchste Autorität in allen Fragen der Lebensführung“.
:o Wie kommt es, dass eine Eichsfelderin noch nicht mal das Glaubensbekenntnis kennt?
Ich schrieb bereits … und Du hattest mir zugestimmt:
Filinchen hat geschrieben:
Sonntag 10. September 2017, 09:42
Christel schrieb:
Um etwas sachgerecht hinterfragen/prüfen zu können, muss man es erstmal wirklich kennen!
Richtig

Und das gilt gerade auch für Katholiken, Protestanten und Glaubensanhänger anderer Religionen.
Das gilt auch für Dich, gerade dann, wenn Du Christen kritisieren willst, mach Deine „Hausaufgaben“!

Hier findest Du das christliche Glaubensbekenntnis:
https://de.wikipedia.org/wiki/Nic%C3%A4 ... opolitanum
https://www.ekd.de/Apostolisches-Glaube ... -10790.htm
Lies es und suche, ob Du Deine Behauptung dort findest.

Du hast Pech! Der Glaube an die Heilige Schrift kommt im christlichen Glaubensbekenntnis nicht vor.
Deine Kritik ist daher schon vom Ansatz her falsch!

----------
PS: Ich vermute, Du bist eine Frau. Stimmt das?

Filinchen
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Re: Heilige Schriften ???

Ungelesener Beitrag von Filinchen » Mittwoch 13. September 2017, 09:50

Christel schrieb:
Du hast Pech! Der Glaube an die Heilige Schrift kommt im christlichen Glaubensbekenntnis nicht vor.
Deine Kritik ist daher schon vom Ansatz her falsch!
Was soll diese Worteierei? Ich weiß, dass in diesem Glaubensbekenntnis nicht drinsteht: „Ich glaube an die hl. Schrift“.

Der gesamte Glaube geht allerdings schon aus dieser heiligen Schrift hervor.
Der Glaube der Kirche geht im Kontext der Liturgie von selbst aus der Heiligen Schrift hervor. „Der Katechismus der Katholischen Kirche ist ein Beispiel für die Einheit der ganzen Schrift, für die lebendige Überlieferung der Gesamtkirche und die Analogie des Glaubens (Homiletisches Direktorium, Nr. 23). Er hilft Priestern und Gläubigen, „das Wort Gottes, den Glauben der Kirche, die moralischen Forderungen des Evangeliums und (die) persönliche und die liturgische Spiritualität im Zusammenhang zu sehen“
http://www.kathnews.de/heilige-schrift- ... r-kirche-9

Meine Aussagen über diese heiligen Schriften der Religionen sind schon richtig!

Christel
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Re: Heilige Schriften ???

Ungelesener Beitrag von Christel » Mittwoch 13. September 2017, 23:11

Das kannst Du Menschen erzählen, die das Glaubensbekenntnis nicht kennen und des Lesens unkundig sind.
Filinchen hat geschrieben:
Sonntag 10. September 2017, 10:45
Das Glaubensbekenntnis der Christen beinhaltet den Glauben an die „göttliche Inspiration der heiligen Schrift“ und ihre „völlige Zuverlässigkeit und höchste Autorität in allen Fragen der Lebensführung“.
Das ist Unsinn!

Ich habe es belegt! jeder kann es nachlesen, google fragen...

Fazit: Es fehlt Dir an Ehrlichkeit!

Kritik ist ok. Wenn Du an Spagettimonsters glauben willst, kein Problem...
Aber wenigstens ein bisschen Wahrheitsliebe und nicht einfach im Internet auf Dummenfang gehen, fände ich schon gut!

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Re: Heilige Schriften ???

Ungelesener Beitrag von Filinchen » Donnerstag 14. September 2017, 07:52

Ja, einfach mal googeln wäre besser für dich gewesen
Das Glaubensbekenntnis evangelikaler Gruppen beinhaltet den Glauben an die „göttliche Inspiration der heiligen Schrift“ und ihre „völlige Zuverlässigkeit und höchste Autorität in allen Fragen der Lebensführung“. In bestimmten Lebenslagen wäre es demnach ratsam, z.B. folgende biblische Anweisung zu befolgen: Lukas 12, 47: "Ein Knecht, der den Willen seines Herrn kennt, aber nicht befolgt, soll geschlagen werden." Oder: Galater 5, 24: Welche aber Christo angehören, die kreuzigen ihr Fleisch samt den Lüsten und Begierden.

Diese Seite soll zeigen, dass die heilige Schrift gar nicht heilig ist, wenn man sie als ewige, unabänderliche und von Gott diktierte Wahrheit hält und nicht als Zeitdokument des Altertums voller Mythen und Legenden. Die Bibel ist ein absolut verheerendes Buch, wenn man sie wörtlich nimmt. Mit der Bibel lassen sich nämlich Völkermord, Rassismus, Sklaverei, Hexenverbrennungen, Judenpogrome, Kindsmisshandlung, Geringschätzung der Frauen und Territorialkriege legitimieren. Gott selber wird zum Schlächter, wenn es darum geht, seine Feinde (die Ungläubigen) zu vernichten, nichts da von Feindesliebe. Auch die viel gerühmte christliche Nächstenliebe beschränkt sich in der Bibel auf diejenigen, die den richtigen Glauben haben. Im Namen der Bibel wurden Millionen Menschenleben vernichtet, und es werden noch Milliarden folgen, nämlich alle Nichtchristen, wenn man die biblischen Prophezeiungen in der Offenbarung wörtlich nimmt.
Es ist ferner ein grosser Fehler zu versuchen, die Aussagen der Bibel (natur)wissenschaftlich zu beweisen. Dadurch zerstört man ihre Poesie und ihren Mythos. Die Bibel ist ein Buch des Glaubens und der Mythen genau wie andere grosse Schriften des Altertums auch. Daneben ist sie ein Dokument für antike Zeitgeschichte. Niemand würde sich aber heute freiwillig von einem Arzt behandeln lassen, dessen Kenntnisse auf die Schriften von antiken Gelehrten wie Hyppokrates oder Galen beschränkt sind.

Ich habe diese Seite zudem erstellt, weil mich der Eifer der stur Bibelgläubigen ärgert, die Bibel als allein gültige Wahrheit darzustellen. Die Bibelgläubigen oder Korangläubigen (oder wie auch immer ihre "heilige" Schriften heissen) sollten in ihrem Glauben ruhen und nicht penetrant versuchen, diesen den Anders- oder Nichtgläubigen aufzudrängen. Dies hat in der Vergangenheit den Menschen viel Leid beschert und tut es leider noch immer.
http://bibelzitate.npage.de/startseite.html

Ein gutes Beispiel für bibelhörige Christen liefert hier im Forum übrigens Gerdy. http://www.eichsfeldforum.de/viewtopic. ... 5f2#p17688

Bibelhörige Christen gibt es nicht nur bei den evangelikalen Christen sondern auch in der katholischen Kirche und allen übrigen christlichen Sekten.

Christel
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Re: Heilige Schriften ???

Ungelesener Beitrag von Christel » Donnerstag 14. September 2017, 23:04

Filinchen, nicht Gerdy, Du hast dieses Thema hier eröffnet mit den Worten:
Filinchen hat geschrieben:
Sonntag 10. September 2017, 10:45
Das Glaubensbekenntnis der Christen beinhaltet den Glauben an die „göttliche Inspiration der heiligen Schrift“ und ihre „völlige Zuverlässigkeit und höchste Autorität in allen Fragen der Lebensführung“.
Evangelische und katholische Christen sprechen dasselbe Glaubensbekenntnis. Normalerweise kennen diese Christen ihre Grundgebete. Auch die, die nicht so häufig zur Kirche gehen, kennen sie zumindest so weit, dass sie obiges nie geschrieben hätten.

Da das Eichsfeld ein katholisch geprägtes Gebiet ist, war ich erstaunt, dass Du es schreibst. Selbst wenn Du als AtheistIn dem Glauben fern stehst, hättest Du durch Dein Umfeld eigentlich wissen müssen/können, dass Deine obige Behauptung Unsinn ist.
Andererseits bringst Du Bibelzitate und nennst die Stellen. Für Katholiken, auch evangelisch-luth. Christen und für Atheisten ist das ungewöhnlich. Sie können es normalerweise nicht.

Fazit:
Ich gehe davon aus, dass Du Dich weder im christlichen Glaubensbekenntnis, noch in der Kirchengeschichte auskennst, dass Du also keinen katholischen oder einen sozusagen „normalen“ kirchlichen Hintergrund hast.

Ich gehe davon aus, dass Du selbst einem nicht katholischen fundamentalistischen Lager entstammst.

Holuwir
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Re: Heilige Schriften ???

Ungelesener Beitrag von Holuwir » Freitag 15. September 2017, 09:39

Christel hat geschrieben:
Donnerstag 14. September 2017, 23:04
Ich gehe davon aus, dass Du Dich weder im christlichen Glaubensbekenntnis, noch in der Kirchengeschichte auskennst
Wenn man keine Argumente hat, greift man eben die Person an.

Selbstverständlich beruht jeglicher christliche Glaube auf der Überzeugung, die Heiligen Schriften seien durch Gott inspiriert. Welche Offenbarung all der christlichen Glaubenslehren käme denn sonst dafür in Frage! Da hat @Filinchen also völlig recht. Dass das so nicht wortwörtlich in deinem förmlichen Glaubensbekenntnis steht, widerspricht dem Inhalt ihrer Aussage in keiner Weise! Es ist erbärmlich, wie du jedes noch so sachliche Argument runtermachst, um letztlich deinen Glauben als das einzig Wahre hinzustellen.

Auch dieser Angriff auf die Person fällt auf dich zurück:
Christel hat geschrieben:
Mittwoch 13. September 2017, 23:11
Fazit: Es fehlt Dir an Ehrlichkeit!
Achte auf Menschen, die die Wahrheit suchen, hüte dich vor denen, die sie gefunden haben. (Unbekannter Verfasser)

Christel
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Re: Heilige Schriften ???

Ungelesener Beitrag von Christel » Freitag 15. September 2017, 22:24

Holuwir, Du behauptest in Deinem letzte Beitrag (von Holuwir » Fr 15 Sep, 2017 8:39) über mich
- ich hätte keine Argumente, daher
- greife ich die Person an
- ich verhalte mich erbärmlich
- ich mache jedes noch so sachliche Argument runter,
- ich würde das nur tun, um meinen Glauben als einzig wahren hinzustellen
- es fehlt mir an Ehrlichkeit

Und Du behauptest:
„@Filinchen also völlig recht“ mit dieser Aussage:
Filinchen hat geschrieben:
Sonntag 10. September 2017, 10:45
Das Glaubensbekenntnis der Christen beinhaltet den Glauben an die „göttliche Inspiration der heiligen Schrift“ und ihre „völlige Zuverlässigkeit und höchste Autorität in allen Fragen der Lebensführung“.
Meine Verbrechen:
- Ich habe darauf bestanden, dass diese Aussage von Filinchens falsch ist.
- Ich habe dies belegt, indem ich auf das Glaubesbekenntnis verlinkt habe.
- Da Filinchen trotz meine Belege darauf bestand, Recht zu haben, wertete ich das als Unehrlichkeit.
- Und ich schlussfolgerte, dass sich Filinchen sich weder im Glaubensbekenntnis, noch in der Kirchengeschichte auskennt.

Holuwir, ich finde, ich habe keinen Grund irgendwas von dem, was ich schrieb zurückzunehmen. Ich betrachte meine Aussagen als Richtigstellung.
Ein Glaubensbekenntnis sagt, worauf der Glaube beruht und worin er besteht:
Wir[2] glauben an den einen Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,

die sichtbare und die unsichtbare Welt.

Und an den einen Herrn Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn,
aus dem Vater geboren vor aller Zeit:

Gott von Gott,
Licht vom Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater;
durch ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und zu unserem Heil
ist er vom Himmel gekommen,
hat Fleisch angenommen
durch den Heiligen Geistvon der Jungfrau Maria
und ist Mensch geworden.
Er wurde für uns gekreuzigtunter Pontius Pilatus,
hat gelitten und ist begraben worden,

ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift
und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters
und wird wiederkommen in Herrlichkeit,

zu richten die Lebenden und die Toten;

seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

Wir glauben an den Heiligen Geist,
der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater (und dem Sohn)[3] hervorgeht,

der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,

der gesprochen hat durch die Propheten,

und die eine, heilige, christliche/katholische[4] und apostolische Kirche.
Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
Wir erwarten die Auferstehung der Toten
und das Leben der kommenden Welt.

Amen.

Christel
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Re: Heilige Schriften ???

Ungelesener Beitrag von Christel » Samstag 16. September 2017, 11:18

Historischer Rückblick
Ausgangspunkt des Christentum ist nicht eine Schrift, sondern das Judentum, genauer eine jüdische Gruppe, die sich um Jesus von Nazareth gebildet hatte.
Das Judentum zu dieser Zeit ist wiederum nicht identisch mit dem heutigen Judentum. Nicht nur, dass sich die Lebensverhältnisse grundlegend verändert haben, von dem damaligen Judentum und seiner Vielfalt ist im Prinzip nur eine Richtung übrig geblieben, das pharisäische Judentum. Hier steht die Schrift im Zentrum des Glaubens. Jedoch nicht so wie bei den fundamentalistischen Gruppierungen, die sich nach Luther innerhalb des Christentums bildeten. Wir erinnern uns Luther lehrte:
sola scriptura (lateinisch für „allein durch die Schrift“) bezeichnet einen theologischen Grundsatz der Reformation und der reformatorischen Theologie, nach dem die Heilsbotschaft hinreichend durch die Bibel vermittelt wird und keiner Ergänzung durch kirchliche Überlieferungen bedarf. https://de.wikipedia.org/wiki/Sola_scriptura
Das Judentum hingegen kennt die schriftliche und die mündliche Thora, den Talmud… kurz, die Schrift in der Auslegung der Tradition.
Auch die Katholische Kirche sah sie Hl. Schrift immer eingebettet in der Tradition und auszulegen vom kirchlichen Lehramt. Luthers Grundsatz „sola scriptura“ richtete sich gegen diese Lehre der Katholischen Kirche und stellte die Bibel über die Kirche.
Interessanterweise wurde der biblische Kanon erst 1546 durch das Konzil von Trient dogmatisch festgelegt aufgrund eines „Streites mit Luther“ über den Kanon.

Zurück zum Ausgangspunkt, die jüdische Gruppe, die sich um Jesus von Nazareth gebildet hatte:
Das Judentum dieser Zeit war nicht einheitlich, es gab verschiedene Richtungen und Gruppierungen, eine jüdische Oberschicht, eine Besatzungsmacht und zahlreiche soziale Konflikte. Die Gruppe um Jesus von Nazareth war eine Gruppe, eine Richtung unter vielen anderen. Interessanterweise ließ man die Gruppe an sich in Ruhe, man griff sich ihren Führer heraus „Jesus“. Verurteilt wurde er von den damals führenden Juden und von der Besatzungsmacht. Seine Schuldspruch lautete: „Jesus von Nazaret, König der Juden“.
Jesus, obwohl Jude, war offensichtlich nicht kompatibel mit der jüdischen Religion, der Grund war sein Machtanspruch, er fügte sich nicht ein. Man glaubte, mit seinem Tod, dem Aufruhr ein Ende zu setzen.

Das gelang nicht, da die Gruppe überlebte. Daher kam die Gruppe selbst ins Visier.
Es war auch nicht so, dass die Gruppe besonders revolutionär oder gar antijüdisch gewesen wäre, nein man versuchte schon sich zu schützen, nicht auffallen, anpassen, aber sie verkündeten weiterhin Jesus von Nazareth, als ihren „König“, als den auferstanden Herrn. Seine Macht und sein Einfluss waren ungebrochen.

Die Lebenswende des Paulus ergab sich durch seine Anerkennung der Macht und des Anspruchs Jesu, geboren aus der Erkenntnis, dieser Jesus ist wirklich auferstanden, denn er ist mir erschienen, so Paulus.

Paulus hatte eine rabbinische Ausbildung genossen, so dass er in der Lage war, dies auch theologisch zu reflektieren. Dies geschah zunächst aufgrund dessen, dass sich zunehmend Nichtjuden für Jesus und seine Botschaft interessierten. So entstand die Streitfrage, ob diese Menschen Juden werden müssen, sich beschneiden lassen…, um Christen sein zu können. Zwar gab es beim „Apostelkonzil“ eine Einigung, dass dies nicht sein muss, aber das wurde letztlich doch nicht von allen akzeptiert. Paulus reiste umher, gründete christliche Gemeinden, doch kaum war weitergezogen, tauchten bei den eben gegründeten Gemeinden Judenchristen auf. Diese vermittelten, was Paulus gelehrt habe, sei nicht so ganz richtig, sie müssten sich schon beschneiden lassen…

Paulus antwortet darauf deutlich in seinem Brief an die Galater und wirft die Frage auf, das Gesetz oder Christus. – Das Gesetz, dass sind nicht nur irgendwelche jüdischen Regeln, dass Gesetz ist die Tora, das sind die fünf Bücher Mose, die in unserer Bibel enthalten sind:
Vergleiche auf einer Jüdischen Seite steht:
Erst am Ende seines Lebens vollendete er die geschrie¬bene Tora, die fünf Bücher Moses ( ) und übergab sie Israel; und wir sind verpflichtet, jeden Buchstaben, jedes Wort der schrift¬lichen Tora als von Gott geoffenbart zu betrachten http://www.alefbet.de/j%C3%BCdische-rel ... liche-tora
Paulus wird deutlich (Gal 5,2-4):
Hört, was ich, Paulus, euch sage: Wenn ihr euch beschneiden lasst, wird Christus euch nichts nützen. Ich versichere noch einmal jedem, der sich beschneiden lässt: Er ist verpflichtet, das ganze Gesetz zu halten. Wenn ihr also durch das Gesetz gerecht werden wollt, dann habt ihr mit Christus nichts mehr zu tun; ihr seid aus der Gnade herausgefallen.
Also nicht das Alte Testament mit seinem Gesetz (5 Bücher Mose), sondern Christus Nachfolge ist der Kern des christlichen Glaubens. Paulus sagt sogar, beides geht nicht, entweder oder.
Dies ist auch das Thema des Briefes des Apostels Paulus an die christliche Gemeinde von Rom, das Vermächtnis von Paulus:
Jetzt aber ist unabhängig vom Gesetz die Gerechtigkeit Gottes offenbart worden, bezeugt vom Gesetz und von den Propheten:
die Gerechtigkeit Gottes aus dem Glauben an Jesus Christus, offenbart für alle, die glauben. Denn es gibt keinen Unterschied: […]
Ohne es verdient zu haben, werden sie gerecht, dank seiner Gnade, durch die Erlösung in Christus Jesus.
(Vergleiche Römer 3, 21-24)

Das ist unsere Botschaft, das ist unser Glaube.

Christel

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Re: Heilige Schriften ???

Ungelesener Beitrag von Christel » Mittwoch 1. November 2017, 23:56

Filinchen, es war nicht böse gemeint. Ich wunderte mich über diese Aussage:
Filinchen hat geschrieben:
Sonntag 10. September 2017, 10:45
Das Glaubensbekenntnis der Christen beinhaltet den Glauben an die „göttliche Inspiration der heiligen Schrift“ und ihre „völlige Zuverlässigkeit und höchste Autorität in allen Fragen der Lebensführung“.
Diese Aussage ist umso verwunderlicher, weil Du sagst:
Filinchen hat geschrieben:
Samstag 28. Oktober 2017, 17:07
Doch, habe ich. Vierzig Jahre meines Lebens war ich ein überzeugter Katholik.
http://www.eichsfeldforum.de/viewtopic. ... =15#p17842

Dein Hinweis auf evangelikale Gruppen ist ein Ablenkungsmanöver. Diese auf das 18. Jahrhundert zurückgehende Gruppen haben nicht am christlichen Glaubensbekenntnis mitgewirkt, denn dieses entstand weit über 1500 Jahre früher.

Also von wegen:
Filinchen hat geschrieben:
Donnerstag 14. September 2017, 07:52
Ja, einfach mal googeln wäre besser für dich gewesen
Das Glaubensbekenntnis evangelikaler Gruppen beinhaltet den Glauben an die „göttliche Inspiration der heiligen Schrift“ und ihre „völlige Zuverlässigkeit und höchste Autorität in allen Fragen der Lebensführung“.

Auch das spielt keine Rolle:
Filinchen hat geschrieben:
Donnerstag 14. September 2017, 07:52
Bibelhörige Christen gibt es nicht nur bei den evangelikalen Christen sondern auch in der katholischen Kirche und allen übrigen christlichen Sekten.

Menschliche Erinnerung sortiert weder thematisch, noch zeitlich, sondern nach persönlicher Bedeutung. – Vielleicht wäre es an der Zeit für Dich, sich erst einmal darüber klar zu werden, was der katholischer Glaube im Wesentlichen beinhaltet. Offensichtlich vermischt Du da einiges.

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