Wahrheit und Zeugen Jehovas

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Christel
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Re: Wahrheit und Zeugen Jehovas

Ungelesener Beitrag von Christel » Sonntag 10. Februar 2019, 13:12

Ein (kritisch gewordener) Zeuge Jehovas sagte zu mir: „Was uns von anderen unterscheidet ist falsch, was wir mit anderen gemeinsam haben ist richtig.“ – Er selbst blieb aus familiären Gründen und wegen der anderen Sozialkontakte.

Man kann sich mit den vielen Unterscheidungslehren auseinandersetzten und das geschieht vielfach auch…

Den Kern, den Zeugen Jehovas übrigens mit anderen Gruppen gemeinsam haben, liegt in der These vom Abfall und von der Wiederaufrichtung der Wahrheit durch die eigene Gemeinschaft:

Hier der Abfall in Auslegung der Zeugen Jehovas:
8 Pfingsten 33 u. Z. wurden Tausende Juden und Proselyten mit heiligem Geist gesalbt. Diese neuen Christen wurden „ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, eine heilige Nation, ein Volk zum besonderen Besitz“. (Lies 1. Petrus 2:9, 10.) Solange die Apostel lebten, wachten sie aufmerksam über die Versammlungen. Nach ihrem Tod standen jedoch Männer auf, die „verdrehte Dinge redeten, um die Jünger hinter sich her wegzuziehen“ (Apg. 20:30; 2. Thes. 2:6-8).
Im Jahr 313 u. Z. wurde diese abtrünnige Form des Christentums von dem heidnischen römischen Kaiser Konstantin offiziell anerkannt.
https://www.jw.org/de/publikationen/zei ... -religion/
Wie kam die biblische Wahrheit wieder ans Licht?
https://www.jw.org/de/publikationen/bue ... ndex%5D=14
2 In den Jahrzehnten vor dem Ersten Weltkrieg erkannten Charles Taze Russell und seine Gefährten, dass die Organisationen der Christenheit nicht die biblische Wahrheit lehrten. Daraufhin entschlossen sie sich, mit allem zu brechen, was gemäß ihrem Verständnis mit der falschen Religion in Verbindung stand.
https://www.jw.org/de/publikationen/zei ... -religion/
3 Gottesfürchtige Männer und Frauen wussten, was zu tun ist. Sie konnten nicht auf Gottes Segen hoffen, wenn sie weiter Organisationen der falschen Religion unterstützten. Viele Bibelforscher erklärten deshalb schriftlich ihren Kirchenaustritt.
https://www.jw.org/de/publikationen/zei ... -religion/

Hauptzielgruppe der Zeugen Jehovas sind demnach Christen, die ihrer Kirche kritisch gegenüberstehen. Gerade mit ihnen kann man über die Kirchenkritik leicht auf einen Nenner kommen, der Vertrauen schafft. – Dieses Vertrauen wächst … und dann ist man Zeuge Jehovas.
Ist die Lehre vom „Abfall“ erst einmal verinnerlicht, entsteht zudem Angst die Gemeinschaft wieder zu verlassen.

Hier am Beispiel einer anderen Gruppierung:
Allgemein ist aber bekannt, dass der "Abfall" als eine der schlimmsten Sünden dargestellt wird und entsprechende Ängste geschürt werden, man sei dann ewig verloren. (Siehe hierzu den Brief an "abgefallen" Mitglieder) Ehemalige Mitglieder schildern das auch als eine "Riesenangst", der sie sich in der Zeit des Zweifels ausgeliefert sahen. Die Gruppe würde sogar eher in Kauf nehmen, dass entstandene psychische Probleme den Menschen in den Selbstmord trieben. Ein ehemaliges Mitglied berichtete, dass der Satz gefallen sei: "Es ist besser, dass er sterbe, als dass er abfalle."
https://www.sekten-sachsen.de/immunisie ... kritik.htm
„Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.“ Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)

Christel
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Re: Wahrheit und Zeugen Jehovas

Ungelesener Beitrag von Christel » Sonntag 10. Februar 2019, 14:25

Der Ausgangspunkt „Kirchenkritik“ und die Sehnsucht nach „wahrer Gemeinschaft“ führen dazu Zeuge Jehovas zu werden.
Derselbe Ausgangspunkt „Kirchenkritik“, der zum Kirchenaustritt führte, verhindert ebenfalls, verstärkt und angereichert mit weiteren Inhalten, den Austritt aus der neuen Gemeinschaft.

Laut Lehre der Zeugen Jehovas steht man dann nämlich bei der „Schlacht von Harmagedon“ gegebenenfalls auf der falschen Seite:
In der Schlacht von Harmagedon wird auch nicht die Menschheit ausgelöscht. Im Gegenteil: „Eine große Volksmenge“ wird überleben — alles Menschen, die Gott dienen (Offenbarung 7:9, 14; Psalm 37:34).

Wenn die Bibel davon spricht, dass „die Welt vergeht“, ist mit „Welt“ nicht die Erde gemeint, sondern die menschliche Gesellschaft, die sich gegen Gott stellt (1. Johannes 2:15-17). In diesem Sinn wird Harmagedon also tatsächlich „das Ende der Welt“ sein — das Ende für gottlose Menschen (Matthäus 24:3, Lutherbibel). https://www.jw.org/de/bibel-und-praxis/ ... t_index]=0
:arrow: So rational, wie manches daherkommt, ist es im Grunde gar nicht.

PS:
Spontan kommt mir jetzt dieser Text von Kurt Marti in den Sinn:
Doch ist der Befreier vom Tod auferstanden,
ist schon auferstanden und ruft uns jetzt alle
zur Auferstehung auf Erden,
zum Aufstand gegen die Herren,
die mit dem Tod uns regieren!
https://wurfbude.wordpress.com/2014/04/ ... osterlied/
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Re: Wahrheit und Zeugen Jehovas

Ungelesener Beitrag von Ga-chen » Freitag 5. April 2019, 08:42

Hallo Holuwir,
wenn Wahrheit bewusst verschleiert wird, dann ist es Lüge, egal wie man sich das schönreden mag....

Die"theokratische Kriegslist" bei ZJ ist mehr, als das, was du beschreibst....einem Ungläubigen braucht man nicht die Wahrheit zu sagen. Damit finden sie sich übrigens in Gemeinschaft mit den Moslems...

Mich wundert, dass du ZJ so verteidigst....wie kommt das?
Liebe Grüße von Ga-chen

................
Der Name YHWH (von rechts n. links) in paleohebräischer Bildersprache verrät so einiges
10. י Yud 10 HAND
5. ה He 5 ERBLICKE
6. ו Vav 6 NAGEL
5. ה He 5 ERBLICKE

HAND ERBLICKE oder SIEHE, NAGEL ERBLICKE oder SIEHE; zu dtsch.: Siehe, Erblicke die Hand, erblicke den Nagel!

Der Vater und der Sohn haben denselben Namen: YHWH!
(von Theodoric)

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