Das christliche Schöpfungsverständnis

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Christel
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Re: Das christliche Schöpfungsverständnis

Ungelesener Beitrag von Christel »

Holuwir, ich sehe das ganz anders.

Die Bibel
Das wäre eines eigenen Themas wert.
Die „Bibel allein“ und es steht doch drin, so einfach ist das nicht. Oder weshalb, glaubst Du, war das „protestantische Lager“ nachdem Luther sein „sola scriptura“ formulierte so uneins? Was meinst Du, weshalb bildeten sich nicht nur Abspaltungen sondern Abspaltungen der Abspaltungen bis zum heutigen Tag?
Die Bibel bedarf so wie jede Schrift der Interpretation!
Holuwir hat geschrieben: Mittwoch 8. April 2020, 22:19 Das glaube ich dir erst, wenn du dafür einen Beleg zitierst.
Den Beleg hatte ich Dir bereits geliefert. Jetzt zum dritten Mal:
https://www.tag-des-herrn.de/Zwei-Schoe ... ch-Genesis

Weshalb liest Du den Artikel nicht einfach, so lang ist er wirklich nicht.
Ich sagte, er steht in unserer Bistumszeitung und es wird hier sozusagen dem Fußvolk gepredigt.

Holuwir hat geschrieben: Mittwoch 8. April 2020, 22:19 Wenn es diese wichtige Frage, auf der die ganze Christus- und Erlösungslehre basiert nicht beantwortet, dann kann das nur bedeuten, dass es so eindeutig in der Bibel steht, dass eine solche Extraantwort absolut überflüssig ist.
Oder sie hielten es nicht für so wichtig, wie Du es offenbar tust.

Erkläre mir doch mal, weshalb es darauf ankommt, dass Adam und Eva konkrete Personen sind. Weshalb sollte darauf die Erlösungslehre basieren? – Du stellst, Behauptungen auf ohne sie zu begründen.

War das nur ein einzelnes Menschenpaar, was hat das dann mit mir / uns zu tun? Doch erst mal gar nichts! Es ist eine Geschichte, die lange her ist. – Waren Adam und Eva homo sapiens neanderthalensis oder Homo sapiens sapiens? Was habe ich damit zu schaffen?

Ist es nicht vielmehr so, wenn mit Adam der Mensch, die Menschheit schlechthin gemeint ist, dann hat die Geschichte sehr wohl etwas mit mir / uns zu tun. – Das bedeutet dann nämlich, dass wir alle ohne Unterschied der Erlösung bedürftig sind. –> Dann kam einer ohne Sünde, Jesus Christus, der neue Mensch, um uns zu erlösen. (Das ist übrigens der Sinn der Taufe und nicht nur das Bekenntnis.)
Holuwir hat geschrieben: Mittwoch 8. April 2020, 22:19 Selbstverständlich sind für Christen Adam und Eva konkrete Personen, direkt von Gott erschaffene Ureltern der Menschheit.
Nein, für mich nicht!
Bin ich deshalb kein Christ? - Bisher dachte ich, Christen sind Menschen, die an Jesus Christus glauben.
„Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.“ Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)
Holuwir
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Re: Das christliche Schöpfungsverständnis

Ungelesener Beitrag von Holuwir »

Christel hat geschrieben: Freitag 10. April 2020, 20:29Die Bibel bedarf so wie jede Schrift der Interpretation!
Für eine Interpretation der biblischen Schöpfungsgeschichte kommen nur zwei Möglichkeiten in Betracht. Entweder man interpretiert sie als eine Darstellung des damaligen Weltbildes ohne göttlichen Bezug oder als eine zeitlose Offenbarung Gottes über die Entstehung der Welt und des Lebens. Mit ersterem verliert man jegliche daraus abzuleitende Rechtfertigung des Gottesglaubens. Mit letzterem gerät man in Widerspruch zu den mittlerweile gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Um dem zu begegnen erfindet die kath. Kirche kurzerhand eine neue Schöpfungsgeschichte, die scheinbar zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen passt und nennt dies beschönigend "Interpretation". Aber letztlich ist sie genauso wie die Zeugen Jehovas genötigt, die Forschung anzugreifen und wissenschaftliche Erkenntnisse als irrig hinzustellen. Die weitverbreitete Unkenntnis über die Regeln und Naturgesetze der Nanowelt der Moleküle kommt ihr dabei sehr entgegen, so dass sie damit relativ leichtes Spiel hat. Mit Beispielen aus der normalen Erfahrungswelt werden die Vorgänge in der Mikrowelt scheinbar ad absurdum geführt und es klingt sehr plausibel und damit überzeugend.

Ich erinnere an das Zitat aus dem Aufsatz "Darwins Evolutionstheorie. Eine bleibende Herausforderung" von Prof. Dr. Wolfgang Kuhn, erschienen in der Reihe "Kirche und Gesellschaft", herausgegeben von der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle Mönchengladbach, einem Projekt der Deutschen Bischofskonferenz und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken:
Ob nun Auge, Ohr, Verdauungstrakt, Drüsen- oder Nervensystem, stets ist das Problem das gleiche: die Wahrscheinlichkeit, daß derartig sinnvoll durchorganisierte und funktionierende Ganzheiten zufällig entstanden, ist allein schon mathematisch derart gering, daß sie längst nicht mehr in noch vorstellbaren Zahlen ausgedrückt werden kann. So ist vergleichsweise die Wahrscheinlichkeit dafür, daß eine Katze, die auf den Tasten einer Schreibmaschine herumhüpft, dabei zufällig Goethes Faust schreibt (1. und 2. Teil!), nach M. Thürkauf sehr viel größer als die, daß allein durch Zufallsmutationen der komplizierte Organismus einer Katze zustande kommt!
In meinem nächsten Beitrag werde ich noch einmal darlegen, was so prizipiell falsch daran ist.

Ach so, das sollte ich noch beantworten:
Christel hat geschrieben: Freitag 10. April 2020, 20:29Erkläre mir doch mal, weshalb es darauf ankommt, dass Adam und Eva konkrete Personen sind. Weshalb sollte darauf die Erlösungslehre basieren? – Du stellst, Behauptungen auf ohne sie zu begründen.
Ich hatte doch Röm 5:12,15 zitiert. Dort steht es doch eindeutig geschrieben. Hast du das gar nicht bemerkt? Ist mit dem einen Menschen, durch den die Sünde in die Welt gekommen ist, etwa die Menschheit schlechthin gemeint?
Achte auf Menschen, die die Wahrheit suchen, hüte dich vor denen, die sie gefunden haben. (Unbekannter Verfasser)
Christel
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Re: Das christliche Schöpfungsverständnis

Ungelesener Beitrag von Christel »

Holuwir, Dir war doch Adam und Eva so wichtig. Hast Du den Artikel im „Tag des Herrn“ inzwischen gelesen?
Damit wir hier nicht noch weiter vom Thema abkommen eröffne ich das Thema „Interpretation der Bibel“. Dort kann man dann u.a. über Adam und Eva und Paulus… diskutieren.

Es ist verständlich, dass Du das, was Dir begegnet, auch was ich schreibe, in Dein Erfahrungsmuster einordnest. Trotzdem muss ich Dich darauf aufmerksam machen, dass „genauso wie die Zeugen Jehovas“ eben nicht funktioniert. Wie ich bereits sagte, kann man in den Zeitschriften der Zeugen Jehovas immer nur die eine Meinung der Organisation nachlesen.

In den katholischen Zeitschriften ist das nicht so. Hier kommen unterschiedliche Stimmen zu Wort.

Daher ist es falsch, wenn Du Dich auf diesen Aufsatz berufst
Holuwir hat geschrieben: Sonntag 12. April 2020, 21:06 Eine bleibende Herausforderung" von Prof. Dr. Wolfgang Kuhn
… und dass dieser hier erschienen ist: https://www.ksz.de/impressum.html
… und ihn als die Meinung der Kath. Kirche hinstellt.
Wie gesagt, das ist falsch! Damit misst Du diesem Beitrag zu viel Gewicht bei.

Ich versuche es mal durch ein anderes Beispiel zu erläutern:
Du weißt doch, dass Frauen in der Katholischen Kirche keine Priester werden können.

PAPST JOHANNES PAUL II. (1994):
2. Die Erklärung wiederholt und erläutert die von Paul VI. dargelegten Gründe dieser Lehre, wobei sie schlußfolgert, daß die Kirche für sich nicht die Vollmacht in Anspruch nimmt, "Frauen zur Priesterweihe zuzulassen".[3] http://www.vatican.va/content/john-paul ... talis.html
Joseph Ratzinger hat das bekräftigt. Schluss aus, Ende der Diskussion!

Karl Rahner und das ist nicht irgendwer, war anderer Meinung:
Karl Rahner sagte damals jedenfalls, theologisch spreche nichts gegen die Weihe von Frauen. Im Gegenteil. Es bleibt das Votum Rahners: Es gibt kein stimmiges ekklesiologisches oder historisches Argument, das Frauen vom Weiheamt ausschließen würde. Und darüber müssen wir nicht mehr diskutieren! Die eigentliche theologische Fragwürdigkeit ist doch, dass Frauen die Weihe verweigert wird. https://www.katholisch.de/artikel/13195 ... gpotential
Dazu muss es damals auch einen Aufsatz in „Stimmen der Zeit“ gegeben haben.

Ein späterer Beitrag in "Stimmen der Zeit" Heft 12/2011:
Die Frauenordination ist trotz päpstlicher Diskussionsverbote ein relevantes Thema geblieben. Georg Kraus, emeritierter Professor für Dogmatik an der Universität Bamberg, untersucht die Gründe pro und contra und plädiert für eine Zulassung von Frauen zum Priesteramt.
https://www.herder.de/stz/hefte/archiv/ ... en-kirche/
Ich selbst saß vor etlichen Jahren in einem katholischen Haus, in einem katholischen Seminar, bei einem katholischen Priester, einem katholischem Professor: Er erläuterte es uns biblisch und historisch „Frauen als Priester“, ja klar. Er war voll dafür. – Er hat es gut begründet.

Welches von diesen katholischen Stimmen ist die Stimme der Katholischen Kirche?
„Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.“ Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)
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Re: Das christliche Schöpfungsverständnis

Ungelesener Beitrag von Christel »

Christel hat geschrieben: Montag 13. April 2020, 13:21 Holuwir, Dir war doch Adam und Eva so wichtig. Hast Du den Artikel im „Tag des Herrn“ inzwischen gelesen?
Damit wir hier nicht noch weiter vom Thema abkommen eröffne ich das Thema „Interpretation der Bibel". Dort kann man dann u.a. über Adam und Eva und Paulus… diskutieren.

Es ist verständlich, dass Du das, was Dir begegnet, auch was ich schreibe, in Dein Erfahrungsmuster einordnest. Trotzdem muss ich Dich darauf aufmerksam machen, dass „genauso wie die Zeugen Jehovas“ eben nicht funktioniert. Wie ich bereits sagte, kann man in den Zeitschriften der Zeugen Jehovas immer nur die eine Meinung der Organisation nachlesen.

In den katholischen Zeitschriften ist das nicht so. Hier kommen unterschiedliche Stimmen zu Wort.

Daher ist es falsch, wenn Du Dich auf diesen Aufsatz berufst
Holuwir hat geschrieben: Sonntag 12. April 2020, 21:06 Eine bleibende Herausforderung" von Prof. Dr. Wolfgang Kuhn
… und dass dieser hier erschienen ist: https://www.ksz.de/impressum.html
… und ihn als die Meinung der Kath. Kirche hinstellt.
Wie gesagt, das ist falsch! Damit misst Du diesem Beitrag zu viel Gewicht bei.

Ich versuche es mal durch ein anderes Beispiel zu erläutern:
Du weißt doch, dass Frauen in der Katholischen Kirche keine Priester werden können.

PAPST JOHANNES PAUL II. (1994):
2. Die Erklärung wiederholt und erläutert die von Paul VI. dargelegten Gründe dieser Lehre, wobei sie schlußfolgert, daß die Kirche für sich nicht die Vollmacht in Anspruch nimmt, "Frauen zur Priesterweihe zuzulassen".[3] http://www.vatican.va/content/john-paul ... talis.html
Joseph Ratzinger hat das bekräftigt. Schluss aus, Ende der Diskussion!

Karl Rahner und das ist nicht irgendwer, war anderer Meinung:
Karl Rahner sagte damals jedenfalls, theologisch spreche nichts gegen die Weihe von Frauen. Im Gegenteil. Es bleibt das Votum Rahners: Es gibt kein stimmiges ekklesiologisches oder historisches Argument, das Frauen vom Weiheamt ausschließen würde. Und darüber müssen wir nicht mehr diskutieren! Die eigentliche theologische Fragwürdigkeit ist doch, dass Frauen die Weihe verweigert wird. https://www.katholisch.de/artikel/13195 ... gpotential
Dazu muss es damals auch einen Aufsatz in „Stimmen der Zeit“ gegeben haben.

Ein späterer Beitrag in "Stimmen der Zeit" Heft 12/2011:
Die Frauenordination ist trotz päpstlicher Diskussionsverbote ein relevantes Thema geblieben. Georg Kraus, emeritierter Professor für Dogmatik an der Universität Bamberg, untersucht die Gründe pro und contra und plädiert für eine Zulassung von Frauen zum Priesteramt.
https://www.herder.de/stz/hefte/archiv/ ... en-kirche/
Ich selbst saß vor etlichen Jahren in einem katholischen Haus, in einem katholischen Seminar, bei einem katholischen Priester, einem katholischem Professor: Er erläuterte es uns biblisch und historisch „Frauen als Priester“, ja klar. Er war voll dafür. – Er hat es gut begründet.

Welches von diesen katholischen Stimmen ist die Stimme der Katholischen Kirche?
„Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.“ Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)
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Re: Das christliche Schöpfungsverständnis

Ungelesener Beitrag von Holuwir »

Christel hat geschrieben: Montag 13. April 2020, 13:21Damit wir hier nicht noch weiter vom Thema abkommen eröffne ich das Thema „Interpretation der Bibel“. Dort kann man dann u.a. über Adam und Eva und Paulus… diskutieren.
Wozu hast du eigentlich dieses Thema "Das christliche Schöpfungsverständnis" eingestellt? Es gibt für Christen keine andere Quelle für die Schöpfungsidee als die Bibel. Darin stimmst du mir ja sicher zu. Dort steht klipp und klar, was unter Schöpfung zu verstehen sei. Das haben die Menschen zu allen Zeiten verstanden, zumindest Juden und Christen haben es ohne Abstriche geglaubt. Bis etwa zu Darwins Zeit wäre es also absolut überflüssig gewesen, über das christliche Schöpfungsverständnis zu referieren, denn darüber herrschte allgemeiner Konsens. Ok?

Ich betreibe doch keine Bibelauslegung, sondern betrachte und kommentiere die Bibelauslegung anderer, hier unter dem von dir gesetzten Thema des christlichen Schöpfungsverständnisses. Wir erfahren, dass die biblische Schöpfungsgeschichte keineswegs mehr allgemein so hingenommen wird. Sie sei z. B. eine beliebige Erzählung, in sich widersprüchlich und ohne jeden Bezug zur Realität. Das christliche Schöpfungsverständnis sei ein ganz anderes, aber im Einzelnen gar nicht festgelegt und jeder Dorfpfarrer könne seine eigene beliebige Version predigen, Hauptsache, er sagt, dass alles von Gott erschaffen sei.

Die Version der Zeugen Jehovas, die sich in dieser Frage nach wie vor streng an die biblische Aussage halten, sei unchristlich, selbst wenn in katholischen Kreisen mit Billigung der Kirchenführer praktisch die gleichen Argumente vorgetragen werden. Und jetzt wirfst du mir vor, ich käme vom Thema ab, während du noch kein Wort dazu gesagt hast, was du denn eigentlich unter Schöpfung, als realer Prozess der Entstehung der Welt und des Lebens, verstehst. Ist schon irgendwie seltsam, findest du nicht auch?

Aber vielleicht willst du mich nur ablenken, damit ich nicht weiter darlege, wie natürlich und letztlich leicht verständlich die Entstehung der Welt und des Lebens, völlig aus sich selbst heraus, ohne jede intelligente Steuerung durch einen imaginären Schöpfergott, erfolgen konnte. Ich gebe zu, das ist pures Gift für den Schöpfungsglauben. Aber es ist nunmal die Wahrheit und die wird sich letzten Endes durchsetzen. Mein nächster Beitrag wird die versprochene Gegendarstellung zu den Argumenten gegen die darwinsche Evolutionstheorie sein, egal was du inzwischen auch einwenden solltest.
Achte auf Menschen, die die Wahrheit suchen, hüte dich vor denen, die sie gefunden haben. (Unbekannter Verfasser)
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Re: Das christliche Schöpfungsverständnis

Ungelesener Beitrag von Christel »

Deutung(en)
Holuwir hat geschrieben: Donnerstag 16. April 2020, 10:20 Ich betreibe doch keine Bibelauslegung, sondern betrachte und kommentiere die Bibelauslegung anderer, hier unter dem von dir gesetzten Thema des christlichen Schöpfungsverständnisses.
Du deutest und damit betreibst auch Du „Bibelauslegung“!
Dabei entscheidest Du sogar, welche Version „biblisch richtig“ ist.

Wir alle deuten ständig. Jedes Wort, welches wir als Kind lernen ist bereits Deutung der Wirklichkeit.
Holuwir hat geschrieben: Donnerstag 16. April 2020, 10:20 Wir erfahren, dass die biblische Schöpfungsgeschichte keineswegs mehr allgemein so hingenommen wird. Sie sei z. B. eine beliebige Erzählung, in sich widersprüchlich und ohne jeden Bezug zur Realität.
So steht das nirgends! Es ist Deine eigene Deutung der Dinge.

Damit, dass ich die ersten zwei biblischen Schöpfungsexten entsprechend ihrer literarischen Gattung in Gedicht und Erzählung einteile, spreche ich keinesfalls von „beliebig“, Stufe ich sie nicht ein, in „ohne Bezug zur Realität“.

Wie kommst Du auf eine solche Deutung? Hattest Du keinen Literaturunterricht in der Schule? Wieso meinst Du die literarische Form /Gattung (Gedicht, Erzählung) nimmt den Realitätsbezug hinweg?
Holuwir hat geschrieben: Donnerstag 16. April 2020, 10:20 Die Version der Zeugen Jehovas, die sich in dieser Frage nach wie vor streng an die biblische Aussage halten
Entschuldige, meinst Du nicht, dass es gut wäre, sich als Aussteiger von den Zeugen Jehovas, von dieser Illusion zu befreien?

Du weißt, Zeugen Jehovas betreiben „Wachtturmstudium“! Das heißt ganz klar, sie lernen die Bibel immer in Auslegung der Wachtturm-Gesellschaft (WTG). Selbst wenn Du die Bibel aufschlägst, dann liest Du unwillkürlich die Deutung der WTG dort hinein.
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Re: Das christliche Schöpfungsverständnis

Ungelesener Beitrag von Christel »

Holuwir hat geschrieben: Donnerstag 16. April 2020, 10:20 Wozu hast du eigentlich dieses Thema "Das christliche Schöpfungsverständnis" eingestellt? Es gibt für Christen keine andere Quelle für die Schöpfungsidee als die Bibel. Darin stimmst du mir ja sicher zu. Dort steht klipp und klar, was unter Schöpfung zu verstehen sei.
Nein, darin stimme ich Dir nicht zu.
Ich bin katholisch.
Wie Du unter Interpretation der Bibel nachlesen kannst, ist für mich die Bibel innerhalb der Tradition der Kirche entstanden.

Die diskutierten Schöpfungstexte entstanden innerhalb des Judentums. Sie wurden verfasst in Auseinandersetzung mit dem Glauben der Menschen der jeweiligen Zeit. Hier gab es bereits Schöpfungsvorstellungen, sowie es auf der ganzen Welt seit jeher Schöpfungsvorstellungen gibt.

Das Neue im Judentum ist, dass der „Schöpfergott“ mit keinem „Ding innerhalb der Welt“ gleichgesetzt wird. Anders als bei Echnaton dessen Monotheismus auf die Verehrung des einen Gottes Aton beruht, der als Sonne erscheint, ist der jüdische Monotheismus nicht eine Frage der Anzahl oder der Toleranz, sondern die Konsequenz aus diesem speziellen Schöpfungsverständnis.

Im Christentum wird der Gott Jesu Christi, der Vater, als der Urgrund allen Seins gedacht. Aus diesem Urgrund gehen Sohn und Hl. Geist hervor.
Eine ›dreifach spielende Minneflut‹... Bezug nehmend auf Mechthild von Magdeburg (* um 1207) in
Der dreieine Gott: Eine trinitarische Theologie von Gisbert Greshake

Von Schöpfung im christlich-theologischen Sinn wird gesprochen unter Annahme eines ewigen Sein’s Gottes vor aller Welt.
Die Schöpfung, unsere Welt, ein Ergebnis der ewig „dreifach spielenden Minneflut“!?
Holuwir hat geschrieben: Donnerstag 16. April 2020, 10:20 Aber vielleicht willst du mich nur ablenken, damit ich nicht weiter darlege, wie natürlich und letztlich leicht verständlich die Entstehung der Welt und des Lebens, völlig aus sich selbst heraus, ohne jede intelligente Steuerung durch einen imaginären Schöpfergott, erfolgen konnte. Ich gebe zu, das ist pures Gift für den Schöpfungsglauben.
Nein gar nicht! Daher verstehe ich Deinen Eifer in dieser Frage nicht!
Sag mal, seit wann ist das für Dich denn dermaßen relevant gewesen?
Du hast eine normale Schulbildung mit Biologie und Physik, einschließlich „Darwin“, „Naturgesetze“ und nach der Schule warst Du trotzdem sogar Vollzeitpionier, wenn ich es richtig in Erinnerung habe.
Zu diesem Zeitpunkt dürfte es für Dich also auch kein Problem gewesen sein, oder?
Holuwir hat geschrieben: Donnerstag 16. April 2020, 10:20 Aber es ist nunmal die Wahrheit und die wird sich letzten Endes durchsetzen. Mein nächster Beitrag wird die versprochene Gegendarstellung zu den Argumenten gegen die darwinsche Evolutionstheorie sein, egal was du inzwischen auch einwenden solltest.
Nun, was soll ich einwenden? Abgesehen davon, dass dies nicht in dieses Thema gehört, da die darwinsche Evolutionstheorie nichts gegen den Schöpfungsglauben vorbringen kann.

Sag mal, laut Evolutionstheorie entwickelt sich das Leben durch Mutation (Veränderung) und Selektion. Es erfolgt somit eine optimale und damit letztendlich lebensfördernde Anpassung an die Umwelt. Was nützt bleibt, was nicht gebraucht wird geht verloren. -> Die „Natur macht nichts Umsonst“.

Nun ist die Menschheit aber von jeher religiös. Atheisten sind auch heute eine Minderheit.
Es gibt auch die These: „Im Herzen eines jeden Menschen steht ein Thron. Es kommt darauf an, wer darauf sitzt und angebetet wird.“ Demnach wäre jeder Mensch ein Sucher nach dem Ewigen, ein Wahrheitssucher, ein Gottsucher.
Jesus sagt: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben" (Joh 14,6) https://www.bibleserver.com/EU/Johannes14

Wenn dem so ist, wie kann ein Evolutionsbiologe dies als Wahn, als „Gotteswahn“ bezeichnen. Weshalb sollte die Natur eine wahnsinnige Menschheit erschaffen haben? Ist das eine Fehlentwicklung der Evolution?
Oder irrt hier ganz einfach dieser Evolutionsbiologe?
Wenn die Evolution wahr ist, ist Gott wahr, denn die Natur schafft nichts umsonst. Und wir sind als Gottsucher geschaffen.
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Re: Das christliche Schöpfungsverständnis

Ungelesener Beitrag von Holuwir »

Hier nochmals das Zitat aus dem Aufsatz "Darwins Evolutionstheorie. Eine bleibende Herausforderung" von Prof. Dr. Wolfgang Kuhn, 1985 erschienen in der Reihe "Kirche und Gesellschaft" der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle Mönchengladbach, zu dem ich eine Stellungnahme versprochen hatte:
Ob nun Auge, Ohr, Verdauungstrakt, Drüsen- oder Nervensystem, stets ist das Problem das gleiche: die Wahrscheinlichkeit, daß derartig sinnvoll durchorganisierte und funktionierende Ganzheiten zufällig entstanden, ist allein schon mathematisch derart gering, daß sie längst nicht mehr in noch vorstellbaren Zahlen ausgedrückt werden kann. So ist vergleichsweise die Wahrscheinlichkeit dafür, daß eine Katze, die auf den Tasten einer Schreibmaschine herumhüpft, dabei zufällig Goethes Faust schreibt (1. und 2. Teil!), nach M. Thürkauf sehr viel größer als die, daß allein durch Zufallsmutationen der komplizierte Organismus einer Katze zustande kommt!
Dieser Vergleich hat mit dem Evolutionsgeschehen nichts zu tun. Der komplizierte Organismus einer Katze entsteht aus der DNA in der befruchteten Eizelle einer Katzenmutter heraus. Das ist bei allen vielzelligen Lebewesen, eingeschlossen dem Menschen, ähnlich. An der DNA entstehen aus vorbeischwimmenden geeigneten Molekülen neue, von dem Muster der DNA geprägte Moleküle, an diesen wiederum weitere spezifische Moleküle usw., die nach und nach das neue Lebewesen entstehen lassen. Das sind samt und sonders deterministische Prozesse, die von den Zufälligkeiten der Umgebungsbedingungen beeinflusst werden.

Wenn mich jedoch jemand fragte, ob ich mir vorstellen kann, dass aus den unscheinbaren DNA-Molekülen einer Eizelle der komplizierte Organismus einer Katze oder eines Menschen entstehen kann, dann muss ich bekennen, nein, das kann ich mir nicht vorstellen. Das ist so unfassbar, widerspricht jeder vernünftigen Alltagserfahrung - und doch ist es Tatsache, eindeutig in allen Einzelheiten erforscht. Die DNA-Moleküle einer menschlichen Eizelle sind Ketten aus ca. 3 Milliarden Molekülbausteinen, den sog. Nukleotiden, damit insgesamt 210 Mrd. Atomen und wiegt etwa 3 Picogramm (pg), das sind 3 millionstel eines millionstel Gramms. Diese Winzigkeit ist komplett dafür verantwortlich, was wir sind. Das ist einfach unfassbar. Aber es ist so!

Die Frage, wie der komplizierte Organismus einer Katze zustande kommt, ist also in dieser Hinsicht geklärt. Er entsteht aus der DNA der Eizelle heraus in Verbindung mit der ständigen Zufuhr geeigneter Moleküle, die die Eizelle und danach die weiteren Zellen zum Teilen bringt. Die DNA wird als Kopie in jede neue Zelle mitgegeben und bestimmt deren Funktion und Einbau in den Organismus. Das geht alles von selbst, also ohne jegliche Steuerung von außen.

So reduziert sich die obige Frage darauf, wie die DNA der befruchteten Eizelle entsteht. Aber dies ist eigentlich recht einfach zu beantworten. Sie ist eine Kombination der mütterlichen und väterlichen DNA, die beide zuvor, wie jede DNA, durch Replikation anlässlich der Zellteilung entstanden waren. Außer ganz am Anfang in sehr einfacher Form entsteht eine DNA nie neu. Sie wird immer nur kopiert und weitergegeben und verändert sich dabei leicht - durch Mutationen. Da hüpft keine Katze auf den Tasten einer Schreibmaschine herum, um dabei zufällig Goethes Faust zu schreiben, sondern nur bewährte DNA-Moleküle, die bereits sinnvoll durchorganisierte und funktionierende Ganzheiten hervorgebracht haben, werden kopiert, dabei leicht verändert und führen zu neuen Ei- und Samenzellen, die sich wandelnde Organismen hervorbringen. Dies ist ein schon 3,5 Milliarden Jahre währender natürlicher Prozess schier unendlicher Fortpflanzungsvorgänge, in dem sich jede durch Mutationen modifizierte Einzelheit millionenfach bewährt und der dadurch immer vollkommenere Organismen hervorgebracht hat.
Achte auf Menschen, die die Wahrheit suchen, hüte dich vor denen, die sie gefunden haben. (Unbekannter Verfasser)
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Re: Das christliche Schöpfungsverständnis

Ungelesener Beitrag von Christel »

"Die Wirkung der göttlichen Vorsehung besteht nicht allein darin, dass etwas auf irgendeine Art und Weise erfolgt, sondern darin, dass etwas entweder zufällig oder notwendig erfolgt. Darum folgt das unfehlbar und notwendig, was die göttliche Vorsehung so fügt, dass es unfehlbar und notwendig sich ereignet; und das erfolgt zufällig, was der Plan der göttlichen Vorsehung so enthält, dass es zufällig sich ereignet".
Aus Summa theologiae I,22,4 ad 1 von Thomas von Aquin

Das ist Scholastik, katholische Theologie des Hochmittelalters.

Entnommen habe ich es den Text einem Vortrag von Bischof Joachim Wanke, den er bei einer Tagung der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt am 17. Oktober 2008 in Jena gehalten hat.
Ich glaube an Gott, den Schöpfer
20.10.2008
Schöpfungslehre als Herausforderung für Glaube und Vernunft. Vortrag von Bischof Joachim Wanke

Bischof Wanke: Schöpfungslehre als Herausforderung für Glaube und Vernunft
https://www.bistum-erfurt.de/presse_arc ... schoepfer/
„Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.“ Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)
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Re: Das christliche Schöpfungsverständnis

Ungelesener Beitrag von Holuwir »

Warum glaubst du?
Für alles, was wir bewusst tun, haben wir Gründe, auch für den Glauben. Kennst du sie? Bist du dir im Klaren, warum du glaubst? Ich hatte auch einmal Gründe für meinen Glauben, aber die sind alle entfallen. Ob ich das bedaure? Diese Frage ist für mich nicht entscheidend. Ich finde es einfach nicht gut, an etwas zu glauben, was es nicht wirklich gibt. Um für sich zu entscheiden, ob etwas tatsächlich existiert, gibt es objektive Erkenntnisse.

Betrachten wir die Entstehung der Welt und des Lebens. Dafür gibt es theoretisch zwei Möglichkeiten: Entweder alles ist von selbst entstanden, einfach so, aus den geheimnisvollen Eigenschaften der Materie heraus oder alles ist erschaffen worden, von einem allmächtigen Gott, der größer sein muss als das Universum, größer als alles was ist. Die grundsätzliche Antwort darauf steht seit Urzeiten unverrückbar fest. Nur kennen wir sie nicht. Weil wir nicht dabei waren. Wir müssen sie uns mühsam erarbeiten, indem wir aus heute wahrnehmbaren Fakten auf die Vergangenheit schließen.

Welche Fakten nehmen wir wahr? Dass alles um uns herum von sich aus entsteht. Auch wir selbst, aus der unscheinbaren DNA einer Eizelle heraus. Das ist wie ein Wunder, aber es ist Fakt. Alles entsteht von selbst, sogar die Atome, also die Grundbausteine aller Materie. Wir können das unmittelbar beobachten. Unsere Sonne und alle Sterne sind Fusionsreaktoren, in denen schwerere Atome aus leichteren entstehen. Dabei wird Energie frei, die sie zum Leuchten bringen. Warum sollten es früher anders gewesen sein?

Was spricht heute für Schöpfung? Nichts! Das war früher, als man die heutigen naturwissenschaftlichen Erkenntnisse noch nicht einmal erahnen konnte, ganz anders. Da war Schöpfung die einzig plausible Antwort. Und für Schöpfung braucht man einen Schöpfer. Also hat man sich den allmächtigen Gott ausgedacht. Das hat alles scheinbar schlüssig erklärt. Dieser Gott kümmert sich dann auch um seine Schöpfung, was in den Naturerscheinungen mit Belohnungen und Strafen seinen Ausdruck fand. Und natürlich hat er angeblich auch Regeln für die Menschen aufgestellt, damit sie vernünftig miteinander und mit seiner Schöpfung umgehen.

Daraus haben sich riesige, weltumspannende Systeme entwickelt. Die Religionen. Nun aber brechen ihre Fundamente weg. Doch so leicht geben sie nicht klein bei und sie versuchen alles, um es so darzustellen, als ob die Schöpfungsidee mit den Erkenntnissen der Wissenschaft in Übereinstimmung sei, ja dass sie eigentlich nie etwas anderes zum Ausdruck gebracht habe. Das ist eine beachtliche rabulistische Leistung. Aber es ist ein einziger gewaltiger Zirkelschluss. Ursprünglich war die Prämisse: die Welt existiert und die Schlussfolgerung: es muss einen Schöpfergott geben, der sie erschaffen hat. Heute wird die ursprüngliche Schlussfolgerung zur Prämisse: Gott existiert und er hat die Welt erschaffen, die Schlussfolgerung: Wir müssen ein christliches Schöpfungverständnis entwickeln, das mit den modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen vereinbar ist.

Objektive Gründe für den Schöpfungsglauben und für den Glauben an die Existenz eines Schöpfergottes gibt es nicht, jedenfalls kenne ich keine. Sie sind mir abhanden gekommen. Deshalb bin ich nicht mehr bei den Zeugen Jehovas. Ich kann nur an etwas glauben, von dem ich überzeugt bin und dafür muss ich objektive Gründe haben. Wahrheit kann nur sein, was mit der Wirklichkeit übereinstimmt.
Achte auf Menschen, die die Wahrheit suchen, hüte dich vor denen, die sie gefunden haben. (Unbekannter Verfasser)
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Re: Das christliche Schöpfungsverständnis

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Ich frage zurück:
Holuwir hat geschrieben: Donnerstag 30. April 2020, 23:11 Warum glaubst du?
Für alles, was wir bewusst tun, haben wir Gründe, auch für den Glauben. Kennst du sie? Bist du dir im Klaren, warum du glaubst?
Ich werde es nie vergessen, wie damals ein Mann mit der flachen Hand auf die Bibel schlug und meinte er habe die Wahrheit. Man konnte mit ihm nicht über die Bibel diskutieren, denn für ihn galt allein seine Deutung der Bibel. Er glaubte, er sei im Besitz der Wahrheit. Doch, er hatte die Wahrheit ebenso wenig mit der Bibel, wie Du mit den Naturwissenschaften.

Du kannst Thomas von Aquin kaum der Rabulistik beschuldigen, denn er hat 800 Jahre vor uns gelebt. Er formulierte seine These, „Die Wirkung der göttlichen Vorsehung besteht nicht allein darin, dass etwas auf irgendeine Art und Weise erfolgt, sondern darin, dass etwas entweder zufällig oder notwendig erfolgt.“, ohne die Kenntnis der Argumente heutiger Atheisten und
Ohne Kenntnis der heutigen naturwissenschaftlichen Fakten formuliert Thomas von Aquin:
https://www.bistum-erfurt.de/presse_arc ... schoepfer/
Holuwir hat geschrieben: Donnerstag 30. April 2020, 23:11 Betrachten wir die Entstehung der Welt und des Lebens. Dafür gibt es theoretisch zwei Möglichkeiten: Entweder alles ist von selbst entstanden, einfach so, aus den geheimnisvollen Eigenschaften der Materie heraus oder alles ist erschaffen worden, von einem allmächtigen Gott, der größer sein muss als das Universum, größer als alles was ist.
Die “geheimnisvollen Eigenschaften der Materie“ wurden in Urzeiten als göttlich getrachtet. Das ist der Stoff aus denen der alten Religionen bestehen. Die Welt war göttlich, die Naturkräfte, die Planeten … waren Götter.

Außerdem gab es in der Antike die Vorstellung von der "Ewigkeit der Welt":
Für die klassische griechische Philosophie bezog sich die Lehre von der ewigen Welt zunächst nicht auf die dauerhafte Gestalt des Kosmos, sondern auf den Urstoff, aus dem in einem nie versiegenden Fluss des Werdens neue Welten hervorgingen. https://de.wikipedia.org/wiki/Ewigkeit_der_Welt
Du siehst, man kam bereits im Altertum blendend ohne den Glauben an einen Schöpfergott aus und dies ganz ohne heutige naturwissenschaftliche Kenntnisse.

Der jüdische Schöpfungsglauben entstand durch die Trennung von Gott und Welt. – Eine Trennung, die sehr streng gedacht werden kann in Form einer quasi „natürlichen Person“, die der Welt=Schöpfung gegenübersteht, was aber dem jüdisch-christlichen Glauben letztlich nicht wirklich gerecht wird.

Denn trotz Trennung von Gott und Welt
(Beispiel 1.Kön.19:“ Doch der HERR war nicht im Sturm. Nach dem Sturm kam ein Erdbeben. Doch der HERR war nicht im Erdbeben. 12 Nach dem Beben kam ein Feuer. Doch der HERR war nicht im Feuer.“)
wird Gott doch als gegenwärtig (immanent) in der Welt gedacht:
(Beispiel: „Nach dem Feuer kam ein sanftes, leises Säuseln. 13 Als Elija es hörte, hüllte er sein Gesicht in den Mantel, trat hinaus und stellte sich an den Eingang der Höhle.)
Paulus formuliert in Apg. 17: „Der Gott, der die Welt erschaffen hat und alles in ihr, keinem von uns ist er fern. … 28 Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir.“

Gerade im Heiligen Geist, dem Schöpfergeist, wird Gott wirkend, gegenwärtig, immanent in der Welt gedacht.
Aus dem 9. Jahrhundert (Mittelalter) stammt der Hymnus »Veni creator spiritus«, das Gebet zum Heiligen Geist. https://www.youtube.com/watch?v=sWGw43hWVjQ
In der ersten Strophe wird als Einleitung des ganzen Hymnus um die charismatische Gegenwart des Geistes gebeten. Die Strophen eins bis sechs richten sich mit der Anrede an den Heiligen Geist, wohingegen die siebente Strophe eine Doxologie an die gesamte Trinität beinhaltet. Die einzelnen Strophen spielen dabei auf die sieben Gaben des Heiligen Geistes an, ohne diese zu konkret zu nennen und in umgekehrter Reihenfolge zu Jesaja 11,2–3. https://cms.vivat.de/themenwelten/jahre ... ritus.html
Deine obige Alternative von „selbst entstanden, einfach so, aus den geheimnisvollen Eigenschaften der Materie heraus“ oder „alles ist erschaffen worden, von einem allmächtigen Gott“ hat daher keinen Bestand.

Das waren schon für die Schreiber des Hymnus von Genesis 1 vor 2500 Jahren keine Alternativen, nämlich kein „oder“, sondern ein „und“, denn Gott sprach und die Erde bringt es aus ihren „geheimnisvollen Eigenschaften“ hervor.
11 Dann sprach Gott: Die Erde lasse junges Grün sprießen, Gewächs, das Samen bildet, Fruchtbäume, die nach ihrer Art Früchte tragen mit Samen darin auf der Erde. Und so geschah es.
24 Dann sprach Gott: Die Erde bringe Lebewesen aller Art hervor, von Vieh, von Kriechtieren und von Wildtieren der Erde nach ihrer Art. Und so geschah es.
Holuwir hat geschrieben: Donnerstag 30. April 2020, 23:11Wahrheit kann nur sein, was mit der Wirklichkeit übereinstimmt.
Richtig! Um dies zu erkennen, muss man die Wirklichkeit zur Kenntnis nehmen. Dein beständiges Scheinargument „Rabulistik“ zeigt, dass Du das eben nicht tust.
Holuwir hat geschrieben: Donnerstag 30. April 2020, 23:11Gott existiert und er hat die Welt erschaffen, die Schlussfolgerung: Wir müssen ein christliches Schöpfungverständnis entwickeln, das mit den modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen vereinbar ist.
Nein! Dafür gibt es mehrere Gründe.
Der wichtigste Grund: Es ist ein Scheinargument, dass die modere Naturwissenschaft dem Schöpfungsglauben widerspricht. Denn die Naturwissenschaft trifft überhaupt keine Aussagen über den Schöpfungsglauben!

Wer immer solche Aussagen trifft und sei es fälschlicherweise im Namen der Naturwissenschaft, hat in Wahrheit den Boden der Naturwissenschaft verlassen und sich in den Bereich der Philosophie begeben.

Das ist es, was Du vertrittst und nicht die Naturwissenschaft:
Der Materialismus ist eine erkenntnistheoretische und ontologische Position, die alle Vorgänge und Phänomene der Welt auf Materie und deren Gesetzmäßigkeiten und Verhältnisse zurückführt.

In der Grundfrage der Philosophie grenzt sich der Materialismus von allen anderen Philosophien ab. Die idealistische Lösung der Grundfrage der Philosophie geht in allen Varianten vom Primat des Bewusstseins gegenüber der Materie aus. Der Materialismus geht davon aus, dass selbst Gedanken, Gefühle oder das Bewusstsein auf Materie zurückgeführt werden können. Er erklärt die den Menschen umgebende Welt und die in ihr ablaufenden Prozesse ohne Gott. In der Gegenwartsphilosophie wird der Begriff „Physikalismus“ oft gleichbedeutend mit „Materialismus“ verwendet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Materialismus
„Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.“ Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)
Christel
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Re: Das christliche Schöpfungsverständnis

Ungelesener Beitrag von Christel »

Holuwir, ich bin Dir noch eine Antwort auf Deine Frage „Warum glaubst du?“ schuldig.

Es gibt zahlreiche Hypothesen, wie der Mensch zu dem Glauben an Gott kam.
Paulus begründet dies mit dem Schöpfungswillen Gottes (Agg.17): „Der Gott, der die Welt erschaffen hat und alles in ihr… [hat] das ganze Menschengeschlecht erschaffen … Sie sollten Gott suchen.“ Ich habe dieses Bedürfnis…
Holuwir hat geschrieben: Donnerstag 30. April 2020, 23:11Dieser Gott kümmert sich dann auch um seine Schöpfung, was in den Naturerscheinungen mit Belohnungen und Strafen seinen Ausdruck fand.
In Anbetracht dessen, dass ursprünglich Naturkräfte als göttlich betrachtet wurden, ist das schlüssig. Aber, dies war im Judentum schließlich nicht mehr so.

Der jüdische Teil der Bibel, das Alten Testament, erzählt wie sich Gott kümmert. Er kümmert sich um Abraham, Gott schafft sich ein Volk und ganz grundlegend:
Gott offenbart sich als Gott, der aus der Sklaverei befreit. Daraus leiten sich die Gebote Gottes ab: „Ich bin der HERR, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten geführt hat, aus dem Sklavenhaus.“ (Exodus 20,2) Und darum wirst Du…

Das Judentum begründet seinen Glauben hier nicht aus der Naturbeobachtung, sondern aus der Erfahrung, ein Gott, der sich kümmert, ein Gott der befreit …
Dieses Kümmern Gottes wird vertieft und verstärkt durch die Freudenbotschaft des Christentums. Gott wird Mensch (Inkarnation Gottes – Selbstoffenbarung Gottes). Gott offenbart sich in Jesus Christus als Liebender. „Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt.“ (Joh. 17,13).

Manche meinen, Gott hätte ein Menschenopfer gebraucht, um seinen Zorn zu besänftigen. Das ist von der Bibel her, vom Evangelium (=frohe Botschaft) und konsequent trinitarisch gedacht völliger Nonsens!

Es ist ja Gott selbst, der Mensch wird; es ist Gott selbst, der sich hingibt für die Menschen. Daher scheint es wohl der Mensch selbst zu sein, der unversöhnlich ist. Im Gleichnis (Lukas 15,11–32), das Jesus erzählt, ist es Gott, der dem Menschen entgegenläuft, es ist Gott, der zum Fest einlädt… und es ist der Mensch, der zornig ist und nicht kommen will.
Paulus schreibt im Brief, den er nach Korinth sendet: „Wir bitten an Christi statt: Lasst euch mit Gott versöhnen!“ (2. Kor 5,20)

Das ist das Angebot Gottes: Liebe, Gemeinschaft, ewiges Leben… ein Fest!
Weshalb sollte ich das abschlagen?

Holuwir, was hast Du zu bieten? Wie lautet Dein Angebot?


- Aja, Darwin „Survival of the Fittest”, Kampf der Arten und Kampf innerhalb der Art. Weißt Du, dass Menschen davon krank werden, wenn sie das konsequent umsetzen? – Menschen sind als soziale Wesen geschaffen. … Ein Mensch braucht mehr.
Die gesellschaftlichen Umsetzungsversuche haben mich auch nicht überzeugt.
Siehst Du eine naturalistische Begründung für einen säkularen Humanismus?

- Aja, Du bietest Fakten, naturwissenschaftliche Fakten!
Doch die Fakten selbst, sagen gar nichts!


Erst durch eine entsprechende Deutung, werden sie zu Argumenten für den Atheismus.
Konflikte mit der Bibel treten nur bei einer fundamentalistischen Bibelauslegung auf und sind einem Biblizismus geschuldet. - Ansonsten gibt es auch hier keinerlei Konflikte.

Andersherum kann man die naturwissenschaftlichen Fakten, auch als Argumente für Gott deuten.
Beispiele:
- Durch den Urknall wissen wir, dass es einen Anfang gab. – Der Anfang ist eine Voraussetzung, um von Schöpfung sprechen zu können. „11 Im Anfang erschuf Gott Himmel und Erde.“ (Genesis 1)
- Aus dem anfänglichen Chaos („Tohuwabohu“ steht genau in Genesis) wird Kosmos (die Welt als geordnetes Ganzes).
- Es gibt Naturgesetze, Kausalitäten und Zufall. - "Die Wirkung der göttlichen Vorsehung besteht nicht allein darin, dass etwas auf irgendeine Art und Weise erfolgt, sondern darin, dass etwas entweder zufällig oder notwendig erfolgt.“ Summa theologiae I,22,4 ad 1 von Thomas von Aquin.

Weshalb gibt es etwas und nicht Nichts?
Woher stammen die Naturgesetze?
Woher die „geheimnisvollen Eigenschaften der Materie“, so dass es geschieht und die Erde junges Grün hervorbringt (vergleiche Genesis 1,12)


Holuwir, nun komme bitte nicht wieder mit dem Scheinargument „Rhetorik“, um meine Argumente nicht zur Kenntnis nehmen zu müssen.
Das sind philosophische Fragen. – Du selbst hast längst das Gebiet der Naturwissenschaft verlassen und Dich durch den Weg der Deutung auf das Gebiet der Philosophie begeben.

Philosophie heißt „Liebe zur Weisheit“. Hier geht es um Wahrheitsfindung, Logik… Die Wissenschaftstheorie selbst ist Teilgebiet der Philosophie:
Die Wissenschaftstheorie (oder (theoretische) Wissenschaftsphilosophie, Wissenschaftslehre oder Wissenschaftslogik[1]) ist ein Teilgebiet der Philosophie, das sich mit den Voraussetzungen, Methoden und Zielen von Wissenschaft und ihrer Form der Erkenntnisgewinnung beschäftigt.
Kernfragen der Wissenschaftstheorie lauten:
1. Welche Charakteristika weist wissenschaftliche Erkenntnis auf? (z. B. Erklärung, Vorhersage von experimentellen Ergebnissen)
2. Was zeichnet wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn aus, und durch welche Methoden kann er erreicht werden? (Methodologie)
3. Gibt es wissenschaftlichen Fortschritt?
4. Welchen erkenntnistheoretischen Status haben wissenschaftliche Theorien und die von ihnen postulierten Entitäten? Ist Wissenschaft eine Form von Wahrheits¬findung oder muss wissenschaftliche Erkenntnis pragmatischer konzipiert werden?
5. Welchen Einfluss haben ästhetische Faktoren auf wissenschaftliche Erkenntnisse und auf die Entwicklung der Wissenschaften?
6. Wie soll das Verhältnis Wissenschaft – Ethik sein?
https://de.wikipedia.org/wiki/Wissenschaftstheorie
Fazit:
Holuwir, Du hast weder das bessere Angebot, noch hast Du die Fakten auf Deiner Seite!

Weshalb sollte ich also die Seiten wechseln und mich für den Atheismus entscheiden?
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Re: Das christliche Schöpfungsverständnis

Ungelesener Beitrag von Christel »

Das christliche Schöpfungsverständnis führt zur christlichen Schöpfungsverantwortung .
Der Konziliare Prozess „Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“ hat auch mich geprägt.
Das ging auch an uns in der DDR nicht vorbei.

Es ist ein noch immer aktuelles Thema. Dazu gäbe es viel zu sagen… -
… oder einfach das aktuelle Heft 1/2020 unter https://www.euangel.de/ kostenlos online im Volltext zum Thema „Nachhaltigkeit und Schöpfungsverantwortung“ lesen.
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Re: Das christliche Schöpfungsverständnis

Ungelesener Beitrag von Holuwir »

Aufgrund unserer Intelligenz sind wir wie kein anderes Lebewesen imstande, die Ressourcen der Erde zu unserem kurzfristigen Vorteil zu nutzen und damit unsere Art nicht nur zu erhalten sondern ungehemmt zu vermehren. Das ist die tiefere Ursache aller menschengemachten Probleme in unserer Welt. Sie werden übermächtig und naturzerstörend durch die schiere Größe der Anzahl Menschen.

Die Religion spielt hierbei eine unrühmliche Rolle, indem sie diese Vermehrung dadurch fördert, dass sie alle besonderen Maßnahmen sie einzudämmen, behindert und als unethisch und unmoralisch abstempelt. Zugleich weist sie dem Menschen eine besondere Stellung in der Rangfolge der Lebewesen auf dieser Erde zu, die ihn angeblich zu der rigorosen Inanspruchnahme der Erde berechtigt, ja von Gott regelrecht zugewiesen worden sei.
1. Mo. 1,28 Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan; und herrscht über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf der Erde regen!
Auch entbindet der Schöpfungsglaube den Menschen von seiner unabdingbaren Verantwortung für die Erde, da ja ein Höherer über diese wacht.
Off. 11,18 ... und dein Zorn ist gekommen und die Zeit ... die zu verderben, die die Erde verderben.
Der Gott, der alles erschaffen hat, wäre somit auch in der Lage, alles wieder zu erschaffen. Das Bewusstsein der absoluten Einmaligkeit unserer Welt kann somit gar nicht entstehen. Etwas Gewolltes, Erschaffenes kann man wiederholen, unsere durch eine unendliche Kette von Zufälligkeiten entstandene wunderbare Welt niemals.
Achte auf Menschen, die die Wahrheit suchen, hüte dich vor denen, die sie gefunden haben. (Unbekannter Verfasser)
Familienname B.
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Re: Das christliche Schöpfungsverständnis

Ungelesener Beitrag von Familienname B. »

Oh ja Holuwir - dein letzter Beitrag ^^ gefällt mir sehr!
Kann dir nur zu 100 % zustimmen. :!:

Nur mal so nebenbei...
Trennung von Staat und Kirche

442 Mill. eu zahlt die BRD jährlich für die Gehälter der Kirchendiener beider Konfessionen
aus Steuergeldern.
Und viele Naive denken ernsthaft sie könnten aus der Kirche austreten... dies haben nichtmal die großen "Ketzer" geschafft - nein, aus dem Taufregister ist noch niemand gestrichen wurden. Hängt stark mit dem Kanonischen Recht zusammen - dieses sollte nicht profan unterschätzt werden...
Austreten
kann man oder frau nur aus der Kirchensteuer. Trotzdem bezahlen alle ob kirchlich gläubig oder Atheist über die Lohnsteuer feste mit für die Kirchenbonzen. :P
Das sogennante "Reichskonkordat" hat der Föhrer mit dem Vatikan geschlossen, es ist nach wie vor rechtsfähig und rechtsgültig.
Kein Vertreter der BRD kann dieses aufheben. Das ist eine völkerrechtliche Frage.
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