LSR AG im MDR Thüringen-Journal

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LSR AG im MDR Thüringen-Journal

Ungelesener Beitrag von Hupi » Montag 18. April 2011, 20:03

Hallo,

heute berichtete der MDR im Thüringen Journal über den Fall LSR AG. Hier gibts das Video zu sehen.

http://www.youtube.com/watch?v=hJcPQivI4u0

Gruß
Alex

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niels
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Re: LSR AG im MDR Thüringen-Journal

Ungelesener Beitrag von niels » Dienstag 19. April 2011, 10:38

Liborius berichtet im vorhergehenden Thread, ein (ihm bekannter) Dingelstädter habe ihm Fotos zugesendet, auf denen eindeutig "schwarzer Rauch" aus der Anlage der LSR zu sehen sei.

Im MDR Bericht sieht man lediglich eine vergleichsweise geringe Rauchentwicklung, die zudem weiße Farbe hat (wobei anzunehmen ist, das es zu dem Zeitpunkt auch kaum Gruchsbelästigung gab).

Hat jemand diese Fotos und kann die hier mal posten?

Im Bericht wird immerhin auch eingeräumt, das es wohl (wohl auch entgegen früheren Behauptungen) signifikante "Umweltprobleme" mit dem Abwasser gab, die jedoch inzwischen per Anschluß an eine Kläranlage "gelöst" worden seien. Wurden z.B. die Fotos zur "Schaumparty" vor dem Anschluß gefertigt oder danach? Gibt es eine chronologische Darstellung der Sachverhalte bzw. Maßnahmen, Messungen usw.?

Die Position des Landrates kann ich nicht ganz nachvollziehen - er meint einerseits, die Anlage entspreche den bestimmungen und sei nicht gefährlich - andererseits wünsche er sich die Einstellung der Produktion wegen der "Unruhe" der Bürger. Das klingt nicht nach Rechtssicherheit - für keinen der beteiligten Parteien und wäre u.U. auch ein negatives Signal an potentielle Investoren / Unternehmer, die sich in der Region ansiedeln wollten und Arbeitsplätze brächten.

Herr Kellner spricht davon, das ein Abstellen der Geruchsbelästigung automatisch die Schließung des Unternehmens bedeute. Als "Laie" würden mir da zuerst andere Optionen einfallen - z.B. eine entsprechende Filterung der entstehenden Abgase, die sicher möglich ist - letztendlich womöglich eine Kostenfrage darstellt. In der Position des Unternehmers würde ich mich daher - vor der "Idee" einer Schließung, mit verfügbaren / denkbaren Reinigungstechnologien befassen.

Immerhin sind mir mehrere Fälle aus dem Eichsfeld bekannt, wo Unternehmer (z.B. Autolackierereien u.a.) nach der Wende wegen Beschwerden der Nachbarn Filter einzubauen hatten, die i.d.R. zu einer Reduktion des Geruches wie Schadstoffbelastung gegen Null führten (dies traf i.Ü. auch diejenigen, die nur sehr gelegentlich Lackierarbeiten durchführten - ziemlich sicher weniger als 10% im Monat/Jahr).


Beste Grüße,


Niels.

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