Windows Nutzer "zittern" wegen Icon-Virus

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niels
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Windows Nutzer "zittern" wegen Icon-Virus

Ungelesener Beitrag von niels » Freitag 30. Juli 2010, 08:32

obgleich die Sicherheitslücke im Windows Betriebssystem bereits seit vielen Monaten - möglicherweise schon seit Jahren bei Technikern wie Microsoft bekannt ist, hat der Hersteller Microsoft erst jetzt einen "Patch" bereitgestelllt - wohl ausgelöst durch die momentan durch die Medien hypende Angst vor dem "Ikon-Virus".

Der Patch behebt das Problem wohl nicht, sondern entfernt einfach alle betr. Ikons von der Bedienoberfläche - ein Graus für jeden Windows Nutzer der bunte Bildchen zum Anklicken von Programmen und Dateien erwartet. ;)

Offenbar ging unter den allermeisten Windows-Anwendern und sogar "IT-Experten" die Mär um ein Virus könne nur wie ein Programm gestartet werden - also i.d.R. durch Klick (oder besser "Doppelklick") auf das Virenprogramm. Die Mär Viren z.B. in Email-Dateianhängen könnten nicht gefährlich werden, solange man diese nicht per Klick "starte" (z.B. beim Versuch den Anhang zu "öffnen") wurde selbst in den Medien kommuniziert.

In den Medien hört man heute "Sicherheitsexperten" die die seit Jahrzehnten von Microsoft höchstselbst in Umlauf gebrachte Begründung: "Windows ist nicht unsicherer als andere Systeme, die hohe Zahl der umlaufenden Viren begründe sich ausschließlich mit der starken Verbreitung von Windows".

Während heute quasi jeder Windows-Nutzer eine - immerhin Geld und Ressourcen fressende - Virenschutzlösung hat / benötigt, gibt es bisher quasi keine Virenschutzprodukte für Mac OS X oder Linux. Das hat gute Gründe.

Das ist offensichtlich bewusste Desinformation - ein "Hoax" wie man zu sagen pflegt. Die Ursache findet sich hauptsächlich im bis heute fehlenden, grundlegenden Sicherheitskonzept in Windows, welches andere Betriebssysteme wie Linux, Mac OS X, Unixe u.v.a. schon seit 1980 und länger kennen und mitbringen.

Die Zahl der "Umsteiger" oder "Neueinsteiger" auf andere Plattformen wie Apples MAC OSX oder Linux-Derivate steigt gerade in den letzten Monaten enorm. Gründe sind oft die erwartete Zuverlässigkeit, die einfache Bedienung und Handhabung - die damit verbundenen geringeren Wartungsaufwendungen und -kosten. Zwar meinen viele Windows sei "billiger" als z.B. Apple-Geräte mit Mac OS - dabei wird (neben der i.d.R. sehr hochqualitativen Verarbeitung der Geräte) aber vergessen, das man mit Windows laufende Kosten für Virenschutz, dafür nötige Internetressourcen wie auch recht häufige "Upgrades" hat. Virusentfernung kostet jeweils ebenso Geld, Zeit und/oder Nerven. Aber auch die teuren Upgrades erfordern alle paar Jahre eine komplette Neuinstallation des Systems - die aber ist für viele Windows-User eh alle paar Monate oder spätestens Jahre fällig, da das System durch Installationen wie Deinstallationen von Software mit der Zeit "verschmutzt" - ebenso wie auch das Dateisystem fragmentiert(e). Als Alternative unterlassen andere User wiederum die Installation von Software, was wiederum eine erhebliche Einschränkung darstellen kann.

Und warum das alles? Weil der Hersteller Microsoft offensichtlich nicht in der Lage ist ein halbwegs zeitgemäß vollständiges Betriebssystem bereitzustellen - miit den Systemfunktionen für einen möglichst komfortablen, reibungslosen Betriebn.

Klar kann man die Kosten senken, wenn man sich als Bastler sieht und Zeit keine Rolle spielt. Die meisten Anwender aber wollen (so nehme ich jedenfalls an) ein Gerät als Werkzeug benutzen - nicht "herumbasteln" oder das Gerät "pflegen" (oder laufend teuer pflegen lassen).

Nicht nur die Zahl der Apple-Käufer steigt und steigt immer rasanter. Moderne Endgeräte wie Netbooks oder Pads werden (oft ohne Wissen des Kunden) mit Linux, *BSD Unix oder MAC OSX ausgeliefert. Dem User ist's meistens egal - er will ja "nur" das die Geräte zuverlässig funktionieren. Auf dem Handymarkt hat Microsoft heute eh kaum noch etwas zu melden.

Schaut man heute in die Logfiles von vielen Websites findet man nicht selten guut 30% und mehr Nicht-Microsoft Anwender. Die Zahl der Firefox User überwiegt zeitweise bereits die Zahl der Internet-Explorer User - und diese Entwicklung geht merklich weiter...

Auch z.B. ein Linux ist nicht zwangsläufig ohne Sicherheitslücken, allerdings sind die Möglichkeiten für ein Schadprogramm sehr überschaubar und jeweils klar begrenzt. Während Sicherheit grundlegendes Konzept im Systemkern ist, müssen Windows-Programmierer meist selbst um die Sicherheit ihrer Programme kümmern.

Ebenso fehlt Windows bis heute eine Software-Paketverwaltung, die ein sauberes Installieren, Aktualisieren und Deinstallieren von Software und Systemkomponenten ermöglicht - grundlegende Funktion um schnell sicherheitsrelevante Updates allen Anwendern bereitzustelllen. Derartige Dinge sind in Windows heute auch nicht mehr - ohne eine weitestgehende Neuentwicklung des Systems - realisierbar. Ein solches neues System wäre dann aber auch nicht mehr kompatibel mit bisheriger Windows-Software. Andere Systeme bieten derartiges seit den frühen 90ern und früher...

Die Desinformation in den Medien dürfte aber gerade den einfachen Computeranwender eher weiter verunsichern als "aufklären". Es wäre schön - wenn auch auch weiterhin Wunschtraum - das Medien wie von Medien bestellte "IT-Ecperten" nur darüber berichten würden, wovon sie auch tatsächlich Ahnung haben.

balbina
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Re: Windows Nutzer "zittern" wegen Icon-Virus

Ungelesener Beitrag von balbina » Mittwoch 22. September 2010, 18:34

Immer das gleiche...
Zuletzt geändert von niels am Mittwoch 22. September 2010, 20:24, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: black SEO Spamverdacht

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