Der Staat hat es ja vorgemacht mit den Privatisierungen. Siehe Bahn, Post u.ä. - auch Tafelsilber verscherbelt. Wir Kunden bekommen dafür einen schlechteren Service, einige wenige Riesengewinne.
Ja,
die Regierung hat es 1a vorgemacht, wie man Staatskonzerne NICHT privatisiert. Um den Unternehmen den Weg in den freien Markt zu "versüßen" bzw. zu "erleichtern", hat man Privilegien belassen und Monopole geschaffen, die einen freien Markt nur schwer bis gar nicht möglich machen. Das gilt so für alle der o.g. Unternehmen. We es besser gehen kann und gemacht wird, zeigen da z.B. Länder wie Niederlande, Skandinavien, z.T. auch Spanien u.a.
Das Problem wird nicht dadudrch gringer, das in Deutschland eine gewisse Kultur der "Postenversorgung" für ausgediente Politiker aus der "Privatisiertenwirtschaft" existiert. Erstaunlich häufig wechseln Politiker nach ihrem politischen Dienst in hohe Positionen dieser "privatisierten" Unternehmen, was nur einmal mehr belegt, das zwar Privatisierung - aber kein freier Markt gewollt ist.
Was freier Markt und Wettbewerb bringen kann, zeigt z.B. das Internet wie die Kommunikationsindustrie. Wäre heute immer noch der Staatskonzern Post für "Telekommunikation" zuständig, hätten wir wohl immer noch kein DSL und ein Internetanschluß wäre nur für wenige bezahlbar (ähnliche Situationen gibt es in manch anderem Land). Achja, für einen eigenen Datenkommunikationsanschluß müssten wir immer noch Anträge bei der Netzbehörde stellen und einen Bedarf nachweisen. Das Modem kostete dann wohl immer noch 2.000,- EUR, weil der betrieb "fremder" (aber ebenso standardisierter) Modems strafbar ist und ins Gefängnis führt (so war es jedenfalls zur Zeit des Staatskonzerns Post). Hier ist z.B. auch Spanien mal ein Negativbeispiel...
Typisch deutsch ist, das man Dinge verändern will, aber bitte nicht grundlegend. Konzepte setzt man lieber "ein bischen" durch, was den Erfolg oft nicht nur schmälert, sondern ins Negative dreht...
Flexiblere Strukturen auf dem Arbeitsmarkt "
Das für mich nichts weiteres als dummes NEOLIBERALES Geschwätz an der Hochfinanz der Ostküste orientierter Gewinnmaximierer !!!
Das ist absoluter Unsinn und lediglich ein Produkt aus Neid und Haß - ebenso ist es Unsinn, das Unternehmer alles "Reiche" sind oder gar "Schmarotzer" (wie erst neulich eine Linke von sich gab...). Sicher, es gibt gerade in der Finanzwelt oder "Staatskonzernen" eine Vielzahl (vor allem Arbeitnehmer!), auf die das zutreffen könnte - aber gerade denen laufen ja die Politiker der Linken, der SPD, der Grünen wie der CDU hinterher, lassen sich von denen große Spenden und Beraterverträge zukommen und schieben denen Riesensubventionen zu in der irrigen Annahme, diese könnten Arbeitsplätze und Wirtschaft ankurbel / retten..
Ohne Mittelstand und Kleinunternehmen (die in Deutschland mehr als 70% des BSP erbringen und einen noch höheren Anteil an Arbeitsplätzen stellen) ginge es jedem Arbeitnehmer im Lande wohl ziemlich übel. Der gern zitierte "Top-Manager" ist übrigens weder Arbeitgeber noch Unternehmer - er ist selbst lediglich ein Angestellter des Unternehmens oder der Bank, für das er arbeitet. Seine Verantwortung wie persönliche Risikobereitschaft hält sich entsprechend in Grenzen. Ich denke, das sollte man öfter mal auf den Tisch bringen, denn offenbar verstehen da viele die Zusammenhänge gar nicht. Die Politik von SPD und CDU hat sich bisher hauptsächlich auf die ganz großen, klobigen, schwerfälligen (Staats-)konzerne a la VW usw. konzentriert (deren "Top-Manager" wiederum nur Angestellte Arbeitnehmer sind).
Der Neid vieler auf etwas, was gar nicht da ist, führt zu einer Politik, die den relativ wenigen, die als echte Unternehmer oder "Leistungsträgern" große Verantwortungen übernehmen, immer mehr aufbürdet und diese zugleich sozial in die Ecke der Egoisten und Schmarotzer stellt. "Top-Manager" erbingen dagegen nicht mehr Leistung als jeder andere Arbeitnehmer...
Als Unternehmer weiß ich auch, welche Risiken und Verantwortungen ich eingehe, wenn ich in Deutschland jemanden in meinem Unternehmen beschäftigen will. Ich bin weder VW noch Sparkassenvorstand und habe daher auch keine Aufsichtsratsposten für gediente Politiker anzubieten - nein, ich bin vollhaftender Unternehmer.
Das Risiko jemanden einzustellen kann ich maximal dann eingehen, wenn der betr. Arbeitnehmer entsprechend gut qualifiziert, flexibel genug und motiviert ist, für seinen Lohn auch etwas zu tun, womit das Unternehmen seinen Lohn erwirtschaften wird. Wer das für "egoistisch" hält, hat den Knall nicht gehört.
Eine typische Kalkulation in Deutschland lautet: 1 Arbeitsplatz ~ 80.000 EUR Kosten / Jahr (bei z.B. unter 2.000,- EUR Nettolohn für den Arbeitnehmer...). Geht das Unternehmen pleite, haftet ALLEIN der Unternehmer mit seinem gesamten Vermögen - natürlich auch für die Fortzahlung der Löhne. Bis Hartz IV konnte er dann nicht mal Sozialhilfe und Krankenversicherung bekommen. Derartige Risiken würden die allermeisten, die da schreien und neidisch sind, nie persönlich eingehen. Etwa doch? Dann tut doch - das Gewerbeamt steht jedem offen und ein eigenes Unternehmen ist für ein paar Euro binnen Minuten angemeldet...
Die Idee einiger Deutscher, der Staat könne (wie in der DDR) durch Gesetze für sichere Arbeitsplätze für alle sorgen, begreift grundlegende Zusammenhänge nicht. Nicht mal die DDR, Russland, Cuba und China haben das geschafft - trotz teils extrem niedriger Lohnstrukturen usw. In den meisten westlichen Ländern ist es heute "Normal", das gerade Niederqualifizierte mehr als einen Job nachgehen und sich gerade jüngere Leute recht flexibel zeigen müssen. Allein ein "Gutes Zeugnis" - was in der Vergangenheit als eine Art "Freibrief" für den lebenslangen Arbeitsplatz galt - ist heute lange keine Garantie mehr. Erfahrung und Einsatzbereitscahft - Interesse an der Tätigkeit - werden immer wichtiger. Lebenslange Arbeitsverhältnisse wird es auch immer seltener geben - jedenfalls im niederqualifizierten Sektor.
Klar kann man MIndestlöhne einführen - aber das führt im Umkehrschluß nur dazu, das viele Arbeitsplätze ganz verloren gehen und Wiedereinsteiger in den Arbeitsmarkt noch weniger Chancen bekommen. Niemand kann einen Unternehmer zwingen, jemanden einzustellen, den er nicht braucht... Mit Ideen wie Bürgergeld & Co. gäbe es die Diskussion erst gar nicht, denn selbst wenn jemand nur 5 Euro / h verdient hat er insgesamt ein besseres Leben als jemand der nur Grundversorgung erhält. Jeder kann sich überlegen ob er zu solchen Konditionen arbeiten will.
Aber: Mir kanns - mal gaanz "egoistisch" (wie man uns Unternehmern ja nachsagt) gesehen - aber letztendlich egal sein - ich suche eh keinen niederqualifizierten Arbeitsplatz...
Flexibilisierung hieße für mich u.a., den Menschen eine Art "Bürgergeld" in Form "negativer Einkommensteuer" (also eine Verschiebung des Freibetrages ins Negative) zu zahlen. Ob und was jeder wann dazuverdienen will, ist jedem selbst überlassen. Natürlich deckt as Bürgergeld nur die Grundbedürfnisse (in begründeten Härtefällen - z.B. Erwerbsunfähigkeit - ggf. auch mehr). Eine Diskussion um Mindestlöhne "braucht es dann nicht" mehr (wie der Österreicher passend sagen würde) und auch niederqualifizierte Langzeitarbeitslose hätten gute Chancen wieder Geld zu verdienen und auch wieder bis zum Ende des Monats relativ gut leben zu können.
(apropos FDP: Im Koalitionsvertrag und Parteiprogramm findet sich das Konzept, das Hartz IV-Bezieher demnächst merklich mehr dazuverdienen dürfen und ggf. angespaarte Altersvorge oder Wohnung / Haus nicht mehr eingesetzt werden muß (bedeutet im Umkehrschluß, das auch eine Reihe Niedrigst bis Nichtverdiener nun auch Anspruch auf ALG bekämen). Die roten inkl. der Linken lehnen das übrigens lärmend ab - ebenso wie die CDU sich immer noch schwer tut. Ginge es nach einigen CDU Politikern aktuell, würde man den Hartz IV Satz weiter kürzen...). J<emand, der bereits z.B. 20 Jahre arbeitslos ist und nicht gerade hochqualifiziert, hat es durch die heutigen "einklemmenden" Hartz IV Regeln extrem schwer wieder Zugang zum Arbeitsmarkt zu finden.
Einige Länder finanzieren ein recht erfolgreiches Gesundheitssystem für alle unabhängig vom Lohn (z.B. über die Mehrwertsteuer wie Canada). Ich war früher mal über Jahre nicht versichert und weiß, was das bedeutet.
apropos Canada:
Dort sieht man überall ind er Wirtschaft - als Außenstehender vor allem im Dienstleistungssektor - erheblich mehr Arbeitsplätze als in Deutschland. Selbst in einem mini Coffe-Shop an der Tankstelle, den in Deutschland der Tankwart allein mitbedient, stehen min 2 oder 3 dedizierte Mitarbeiter(Innen) am Tresen. In Deutschland wäre dies der sichere Bankrott für jeden Unternehmer.
Ich finde es recht beschämend, das man nun z.B. von Westerwelle verlangt, er solle sich bei den Arbeitslosen entschuldigen, weil er geäußert hat, wer arbeitet müsse auch etwas dafür bekommen (ein Grundprinzip einer jeden Volkswirtschaft - möglicherweise abgesehen vom Marxismus, der aber volkswirtschaftlich beweisbar auch nicht funktionieren kann.). Wenn heute jemand 600 Euro vverdient un d dazu Hart IV beantragt erhält ziemlich genausoviel wie der, der gar nicht arbeiten geht. Ich finde das weder gerecht noch sinnvoll - schon weil es die absolut falschen Anreize setzt. Wer zu den Konditionen dennoch arbeitet, ist der "Depp" - es gehört schon einiges an Idealismus und Selbstmotivation dazu es dennoch zu tun...
Momentan bewegt sich die Diskussion immer weiter in Richtung "die vielen armen" und "die wenigen reichen", wobei sich die Schwelle zu dem , was "reich" gesehen wird stetig sinkt. In naher Zeit gilt wohl irgendwann jeder, der mehr als den Hartz IV Satz verdient, zu "den Reichen"... Die Linken freut's, wenn die Zahl der Armen wächst, denn genau das ist ja ihre Clientel - warom also sollten sie denen zu mehr Wohlstand verhelfen wollen? Damit machten sie sich ja selbst arbeitslos...
Einem Staat, der irgendwann (wie in der DDR) alles verdiente Geld einsammelt, weil er es nach eigenem Gutdünken wieder an die menschen verteilen will, würde ich mit meiner Familie in jedem Fall den Rücken kehren, schon weil er für mich die absolut falschen Anreize setzt und mein verständnis von Freiheit wie Effizienz sicher nicht mal mehr grundlegend gerecht werden kann. So wird es dann wohl auch vielen anderen, Jüngeren gehen. Deutschland ist schon heute ein Auswanderungsland - jedes Jahr ziehen mehr und mehr junge, vor allem qualifizierte, Menschen mit ihren Familien in andere Länder, in denen sich sich besser verwirklicht sehen. Nur sehr wenige kommen zurück (ähnlich der DDR). Ebenso werden dann wohl die selbsterklärten "Umverteiler" immer lauter auf diese "Verräter" schimpfen, "die ihr Land im Stich lassen" o.ä, weil sie ihnen wie ihren Konzepten einen Strich durch die Rechnung machen. Wo mix mehr ist, kann nix verteilt werden - man kann sich maximal auf die verwaltung von Armut und fehlender Bildung beschränken....
Ich finde es immer weder interessant - aber auch beschämend - wie in heutigen Diskussionen Begriffe unsachlich in einen Kontext gebracht werden um Neid, Mißgunst und Haß zu schüren.
Globalisierung ist eine logische Folge der Mobilität von Menschen, Waren und Informationen. Kaum ein junger Mensch wollte darauf (im weitesten Umfang) verzichten wollen und selbst die, die "nieder mit der Globalisierung" schreien gehen beim Discounter um die Ecke billige Lebensmittel aus der ganzen Welt kaufen, die es ohne Globalisierung so billig nicht gäbe. "Freiheit" scheint den Deutschen ein Graus (schon wegen der damit immer verbundenen Verantwortung) - ach wie schön waren doch die Zeiten, als Kaiser, Hitler und die SED uns alle Verantwortung abnahmen. Wenn etwas schief ging, hatte man immer einen Sündenbock...
Gegen "Globalisierung" zu demonstrieren oder zu kämpfen ist ebenso unsinnig wie aussichtslos, als wollte man gegen die Wissenschaft und Forschung kämpfen, weil sie neue, teils unbequeme Erkenntnisse ans Licht bringt... Kapselt sich ein Land z.B. signifikant von der restlichen Erdbevölkerung ab, wird es binnen kurzer Zeit in die Annalen der Historie eingehen. Entweder rennen alle brauchbaren Leute weg oder die menschen selbst revolutionieren, weil sie ohne Geld und Grundversorgung unzufrieden sind.
Leistungsträger sind die Teilhaber einer Gesellschaft, die die Leistung erbringen. Das sind Unternehmer wie auch Arbeitnehmer. Sinkt die Zahl der Leistungserbringer, sinkt auch die Leistung. Der Staat erbringt keine Leistung, er verteilt lediglich - auch die Linken werden schnell feststellen, das man Geld nicht einfach drucken kann... Wo "Leistunserbringer" zum Schimpfwort mutiert, geht es den Leuten schlicht zu gut, ist mein Eindruck...
Ich bin es gewohnt mich für die "Freiheit" zu entscheiden - inkl. der damit verbundenen Einbußen an Sicherheit und Verantwortungsbequemlichkeit. Dabei habe ich (aber auch meine Familie) - im Gegensatz zu den wohl meisten die da schreien - selbst mehrfach erfahren dürfen, welche Verantwortung (und damit welche Risiken) damit verbunden sind. Daher weiß ich aber auch, das die sog. "Sicherheit", die viele Menschen vom Staat erwarten (und von vielen Politikern auch versprochen wird, nur "vorgegaukelt" ist. Einzelne Politiker / Politwissenschaftler sprechen da bezeichnend von "virtueller Sicherheit", die vielen Menschen bereits genug ist um "ruhig schlafen" zu können. Bei mir klappt das nicht...
"Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, wird beides verlieren
Benjamin Franklin