Er fiel durch seine scharfe Kritik an der Religion auf. Neben dem Islam und Katholizismus nahm er auch die Evangelikalen aufs Korn. Viele Religiöse hatten auf einen Sieg in letzter Minute gehofft, nämlich darauf, dass sich Hitchens auf dem Sterbebett zu Jesus zu bekehren würde. Diesen Gefallen tat er ihnen aber nicht.
Und so war es nur konsequent, dass Bryan Fischer erklärte, dass Hitchens zur Hölle gefahren sei. Dies sei allerdings ein Ausdruck der Liebe Gottes. Gott stelle jedem Menschen die Wahl zwischen Himmel und Hölle frei und aus seiner Liebe heraus, würde er diese freie Entscheidung des Menschen nicht anzweifeln.
Quelle: http://www.rightwingwatch.org/content/f ... -loves-him
In meinem Bücherregal steht das Buch von Christopher Hitchens „Der Herr ist kein Hirte – Wie Religion die Welt vergiftet“. Ein lesenswertes Buch.
Bei Amazon fand ich diese Kundenbeurteilung:
HeinrichChristopher Hitchens folgt mit diesem Buch dem derzeit populären Outing der Agnostiker/Atheisten/Humanisten, und haut in dieselbe Kerbe wie Richard Dawkins, Sam Harris, Daniel Dennett (in USA) sowie Michael Schmidt-Salomon, Franz Buggle und Hans Albert in Deutschland. Im Gegensatz zu manchen anderen vermeidet er jedoch die theologisch/philosophische Debatte um die Existenz Gottes und konzentriert sich stattdessen auf die im Namen der Religionen oder von religiösen Menschen ausgeübten Untaten. Auch hier kann man den Inhalt mit dem alten Spruch zusammenfassen: Es gibt auf der Welt gute Menschen, die Gutes tun, und böse Menschen die Böses tun, aber nur durch Religion bekommt man eigentlich gute Menschen dazu, Böses zu tun.
Im Falle des Christentums wissen wir das eigentlich schon lange (zumindest in Deutschland) durch das Lebenswerk von Karlheinz Deschner. Christopher Hitchens ist jedoch in den USA lebender Engländer, und dort scheint diese Erkenntis erst in den letzten Jahren Anhänger gefunden zu haben.
Er bleibt jedoch nicht bei einer Religion hängen, sondern zeigt auch im Kapitel über den Islam (die Weitergabe von Gottes Wort durch einen Engel an einen analphabetischen Kaufmann in der Wüste), die überall auf der Welt existierenden Schattenseiten dieser Religion auf. Ein weiteres Kapitel ist den östlichen Religionen gewidment, die er ebenso als ungeeignet für ein ethisches Verhalten entlarvt (Konflikt zwischen Hindus, Moslems und Buddhisten in Indien bzw Sri Lanka, Rolle des Buddhismus bei Japans Imperialistischer Politik im letzen Jahrhundert). Spätestens hier bringt er Facetten, die bei den anderen derzeit populären Religionskritikern fehlen.
Das Buch ist flüssig zu lesen, und die Argumentationsweise ist weniger polemisch als bei Dawkins oder Harris. Dennoch wird das Buch dem dogmatisch Gläubigen jeglicher Religion die Zornesröte ins Gesicht treiben, denn der Autor spricht schonungslos aus, was viele weichgespülte Pseudokritiker zu relativieren suchen und euphemistisch umschreiben: Alle Religionen disqualifizieren sich als ethische Grundlage für ein vernünfitiges Zusammenleben in der heutigen Zeit. Auch wenn in der Bibel oder dem Koran auch "Gutes" zu finden sein mag (was immer exemplarisch herausgepickt wird), so steht darin so viel menschenverachtender Unsinn, dass man diese für nomadisierenden Hirtenvölker der Eisenzeit geschriebenen Stammesregeln einfach nicht als Richtschnur seines heutigen Handelns nehmen kann.