Was die Welt Im Innersten zusammenhält

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Ga-chen
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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von Ga-chen » Montag 3. Dezember 2018, 18:48

Zitat Holuwir
"Wie wär es denn, wenn du einfach mal die 2 offenen Wissenslücken beschriebest, die man dann mit einem göttlichen Schöpfungsakt füllen könnte, statt hier krude Verdächtigungen zu äußern. Meinst du etwa die eine Mikrosekunde nach dem Urknall, die hier erwähnt wird:"

Ich gehe davon aus, dass du sie selber kennst!
Ich schrieb sie auch schon mehrmals....

Was für "krude Verdächtigungen" meinst du? Solch ein Vorwurf offenbart nur dein Denken, Beurteilen und Verurteilen, sorry....
Ich spreche lediglich davon, was Wissenschaftler auch selber sagen!

Zitat Holuwir
"die man dann mit einem göttlichen Schöpfungsakt füllen könnte"

Auch diese Aussage offenbart deine Denkweise, die auch Christel aufgefallen ist. Du denkst, man glaube nur an Gott, wenn man sich etwas nicht als wissenschaftlich erwiesen vorstellen kann. Vl. war das ja wirklich die Grundlage deines Glaubens, meine und Christels Grundlage ist es nicht! Und die vieler anderer auch nicht!

Gott ist "erfahrbar", es geht ihm um eine Beziehung zu uns! Alles andere ist lediglich schmückendes Beiwerk.....schön zu wissen, sicher auch interessant, aber nicht entscheidend!
Liebe Grüße von Ga-chen

„Jesus muss wohl Student gewesen sein: Er wohnte bei seiner Mutter, er hatte lange Haare, er war der Anführer einer Protestgruppe, er trank laufend Wein, und wenn er schon mal was tat, war's ein Wunder."
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Holuwir
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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von Holuwir » Mittwoch 5. Dezember 2018, 12:38

Christel hat geschrieben:
Sonntag 2. Dezember 2018, 22:41
Wenn wir Gott nun in keine Lücke setzen und stattdessen Holuwir zustimmen, der meint, nach dem Urknall entstanden durch „die vier blinden, ungerichteteten, unpersönlichen Grundkräfte der Physik“ „das Universum mit unserem Sonnensystem, unsere Erde und das Leben in all seiner Vielfalt von selbst“.... ->
Sind wir dann wirklich weiter? Ist damit Gott als Schöpfer widerlegt?
Natürlich nicht. Das habe ich nie gesagt. Warum also fragst du sowas? Widerlegt ist damit allein die Behauptung, die Welt könne ohne einen Schöpfergott nicht entstanden sein. Das ist etwas ganz anderes. Jeder kann glauben, was er will und braucht das auch nicht für sich und andere zu begründen. Wenn er es jedoch tut, dann kann es eben passieren, dass jemand die Begründung widerlegt und sie damit als unzutreffend entlarvt. Das braucht aber einen Glaubenden nicht zu stören. Er kann trotzdem glauben was er will und jedes Argument ignorieren, das gegen seinen Glauben spricht. Glauben kann man nun mal nicht widerlegen, denn er liegt in der freien Willensentscheidung eines jeden Menschen.
Bleibt dann nicht immer noch Aristoteles?
Im letzten Buch der Physik (Buch VIII) und im Vorfeld seiner Theologie (Buch XII der Metaphysik) argumentiert Aristoteles für die Notwendigkeit eines „unbewegten Bewegers“, d. h. einer Kraft, die alle Bewegung auf der Welt verursacht.
Das kommt doch den 4 Grundkräften oder Wechselwirkungen der Physik, von denen er damals noch nichts wissen konnte, schon sehr nahe. Unglaublich diese Weitsicht!
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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von Ga-chen » Mittwoch 5. Dezember 2018, 22:26

Wie ist denn die Welt entstanden, Holuwir?
Liebe Grüße von Ga-chen

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Christel
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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von Christel » Freitag 7. Dezember 2018, 20:05

Holuwir hat geschrieben:
Mittwoch 5. Dezember 2018, 12:38
Das kommt doch den 4 Grundkräften oder Wechselwirkungen der Physik, von denen er damals noch nichts wissen konnte, schon sehr nahe. Unglaublich diese Weitsicht!
• obgleich die Physiker doch glauben — und teilweise ja auch schon nachweisen konnten —, dass bei hinreichend hoher Temperatur (wie sie zu Beginn des Urknalls wohl gegeben war), all diese Unter¬schiede verschwinden, jene 4 Kräfte also wohl nur unterschiedliche Erscheinungsformen einer einzigen Urkraft sind.
http://greiterweb.de/spw/Grundkraft-der-Physik.htm
Aber richtig Aristoteles wusste nichts von den 4 Grundkräften der Physik.
Daher beschreibt Aristoteles Bewegung so:
Die Fixsternsphäre bewegt sich, da sie mit der Kreisbewegung die Vollkommenheit nachahmt. Die anderen Himmelskörper werden vermittelt über die Fixsternsphäre bewegt. https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles#Theologie
Die Himmelkräfte oder wenn er heute leben würde, die 4 Grundkräfte der Physik sind nicht identisch mit dem „unbewegten Beweger“.
Nach Aristoteles bewegt der unbewegte Beweger „wie ein Geliebtes“, nämlich als Ziel (Met. XII 7, 1072b3), denn das Begehrte, das Gedachte und insbesondere das Geliebte kann bewegen, ohne bewegt zu sein (Met. XII 7, 1072a26). Seine Tätigkeit ist die lustvollste und schönste. Da er immaterielle Vernunft (nous) ist und seine Tätigkeit im Denken des besten Gegenstandes besteht, denkt er sich selbst: das „Denken des Denkens“ (noêsis noêseôs) (Met. XII 9, 1074b34 f.). Da nur Lebendiges denken kann, muss er zudem lebendig sein. Den unbewegten Beweger identifiziert Aristoteles mit Gott (Met. XII 7, 1072b23 ff.). https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles#Theologie
Holuwir hat geschrieben:
Mittwoch 5. Dezember 2018, 12:38
Widerlegt ist damit allein die Behauptung, die Welt könne ohne einen Schöpfergott nicht entstanden sein.
Wer behauptet das?
Wieso widerlegt? Die 4 Grundkräfte der Physik beschreiben nur innerweltliche Wechselwirkungen, daher ist damit nichts über Gott ausgesagt.
Holuwir hat geschrieben:
Mittwoch 5. Dezember 2018, 12:38
Glauben kann man nun mal nicht widerlegen, denn er liegt in der freien Willensentscheidung eines jeden Menschen.
Sehr richtig, die freie Willensentscheidung eines jeden Menschen.
Das trifft genauso auf Dich und Deinen Glauben zu.
Wir können nun mal nicht über unsere Welt hinausschauen. Das müssten wir aber können, um Gott tatsächlich zweifelsfrei beweisen oder widerlegen zu können.
„Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.“ Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)

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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von Holuwir » Samstag 8. Dezember 2018, 22:03

Christel hat geschrieben:
Freitag 7. Dezember 2018, 20:05
Die 4 Grundkräfte der Physik beschreiben nur innerweltliche Wechselwirkungen, daher ist damit nichts über Gott ausgesagt.
Genau das ist meine Aussage! Ausgehend vom Urknall haben diese physikalischen, innerweltlichen, unpersönlichen, unteleologischen Wechselwirkungen ausgereicht, vollumfänglich unsere Welt entstehen zu lassen wie sie jetzt ist. Meine Frage an dich (und natürlich auch an Ga_chen und jeden sonst Interessierten) war, ob wir darin Konsens haben. Nun redet doch mal nicht weiter drumherum wie die Katze um den heißen Brei, sondern antwortet mit einem eindeutigen Ja oder Nein, damit wir hier in dieser Diskussion darüber endgültig Klarheit haben. Gott ist hier nicht das Thema.
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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von Ga-chen » Samstag 8. Dezember 2018, 23:06

Ga-chen hat geschrieben:
Mittwoch 5. Dezember 2018, 22:26
Wie ist denn die Welt entstanden, Holuwir?
Liebe Grüße von Ga-chen

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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von emery » Sonntag 9. Dezember 2018, 07:37

Christel hat geschrieben:
Montag 26. November 2018, 22:35
emery zeigt die Praxis
Okay, ich war zornig, wütend und (vermutlich?) verletzend. Es tut mir Leid.

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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von Holuwir » Sonntag 9. Dezember 2018, 10:20

Ga-chen hat geschrieben:
Samstag 8. Dezember 2018, 23:06
Ga-chen hat geschrieben:
Mittwoch 5. Dezember 2018, 22:26
Wie ist denn die Welt entstanden, Holuwir?
Jetzt tust du so, als würde ich ja auch Fragen nicht beantworten. Ich halte deine Frage nicht für ehrlich, denn ich habe schon so viel dazu geschrieben, ohne dass du darauf eingehst. Darüberhinaus stehen dir alle Möglichkeiten offen, kennenzulernen, was die Naturwissenschaft dazu herausgefunden hat. Allein Wikipedia bietet hier eine schier unerschöpfliche Wissensquelle. Erst vor wenigen Tagen (2. Dez.) habe ich z. B. auf diese Seite verwiesen: de.wikipedia.org/wiki/Urknall. Da wird deine Frage bez. des Anfangs der Welt komplett beantwortet.

Aber warum stellst du diese Frage überhaupt? Kannst du nur etwas glauben, dessen Wie du verstanden hast? Hast du sie je auch bez. Schöpfung gestellt? Bekenne dich doch einfach dazu, dass du glaubst, dass die Welt und alles in ihr allein aufgrund der der Materie innewohnenden unpersönlichen, unteleologischen Kräften aus sich selbst heraus entstanden sein kann. Und wenn du das nicht kannst, dann sage hier ganz einfach, was dich daran hindert.

Die Frage aber, wie es tatsächlich geschah, ist eine ganz andere. Die kann niemand mit absoluter Sicherheit beantworten. Dazu können wir uns nur auf Indizien stützen, also auf beobachtbare Tatsachen, aus denen wir dann unsere Schlussfolgerungen ziehen müssen. Aber welche beobachtbaren Tatsachen gibt es denn, die für Schöpfung sprechen? Ich kenne keine. :cry:
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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von Christel » Sonntag 9. Dezember 2018, 20:00

Holuwir hat geschrieben:
Samstag 8. Dezember 2018, 22:03
Christel hat geschrieben:
Freitag 7. Dezember 2018, 20:05
Die 4 Grundkräfte der Physik beschreiben nur innerweltliche Wechselwirkungen, daher ist damit nichts über Gott ausgesagt.
Genau das ist meine Aussage! Ausgehend vom Urknall haben diese physikalischen, innerweltlichen, unpersönlichen, unteleologischen Wechselwirkungen ausgereicht, vollumfänglich unsere Welt entstehen zu lassen wie sie jetzt ist.
Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht:
„Urknall“ bezeichnet keine Explosion in einem bestehenden Raum, sondern die gemeinsame Entstehung von Materie, Raum und Zeit aus einer ursprünglichen Singularität.
https://de.wikipedia.org/wiki/Urknall
In der mathematischen Anfangssingularität sind Raum und Zeit (noch) nicht vorhanden. Angaben über Ausdehnung oder Dauer sind somit aus der Physik hinausdefiniert.
In der Anfangssingularität können die uns bekannten Naturgesetze nicht gegolten haben.[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Singulari ... stronomie)
Außerdem, naturwissenschaftlich können wir die Welt nur unpersönlich, untelelogisch erklären, denn die Größe „Gott“ kommt dort nicht vor.

Naturwissenschaftlich betrachtet ist die Welt ohne Grund, ohne Ziel und ohne Sinn. Liebe ist so gesehen auch nur ein biologisch/chemischer Prozess. Liebe gibt es also nicht. Geist auch nicht. Das sind auch nur biologisch/chemische Prozesse.

Erstaunlich ist,
- dass die Natur dennoch nach einem Urgrund fragt.
- dass die Natur nach Sinn sucht.
- dass die Natur auf Zuwendung und Liebe angewiesen ist.
- dass die Natur mit einem Geist ausgestattet ist, der fragt, sich selbst betrachtet … und noch darüber hinaus fragt.
All das kann die Natur, denn wir sind Natur!

Erstaunlich auch, dass wir alle von Weltentstehung ausgehen. Wieso entsteht Materie? Müsste sie nicht ewig sein? Müsste die Welt nicht ewig sein, wenn es keinen Urgrund für ihre Entstehung gibt?
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