Österliches Weihnachten

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Christel
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Österliches Weihnachten

Ungelesener Beitrag von Christel » Sonntag 23. Dezember 2018, 22:08

Schreiben, wenn es wichtig geworden ist.
Schreiben, um die Bedeutung aufzuzeigen.
Schreiben, um zu erinnern …

„Ich erinnere euch, Brüder, an das Evangelium, das ich euch verkündet habe. Ihr habt es angenommen; es ist der Grund, auf dem ihr steht.“ Das schreibt Paulus im Frühjahr 55 an die Gemeinde von Korinth

Weil einige dort sagen, „eine Auferstehung der Toten gibt es nicht“, deshalb schreibt Paulus. Und er argumentiert: „Wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, ist auch Christus nicht auferweckt worden.“ Doch das ist für Paulus ganz klar und dafür gibt es Zeugen:
„Christus ist für unsere Sünden gestorben, gemäß der Schrift, und ist begraben worden. Er ist am dritten Tag auferweckt worden, gemäß der Schrift und erschien“

"Durch dieses Evangelium werdet ihr gerettet, wenn ihr an dem Wortlaut festhaltet, den ich euch verkündet habe." (1.Kor 15)

Es ist ein Evangelium eine frohe Botschaft, eine Freudenbotschaft: Jesus Christus ist auferstanden, durch ihn werden wir gerettet, er ist der Retter.


Stille Nacht, heilige Nacht
Hirten erst kund gemacht
Durch der Engel Halleluja
Tönt es laut von fern und nah:
Christ, der Retter ist da!
Christ, der Retter ist da!
Helene Fischer | Stille Nacht (Live aus der Hofburg Wien)

Grundsätzlich gilt: Die Kindheitsgeschichten sind weder Berichte noch Legenden, sondern österliche Bekenntnistexte. Aus: Die stillste Nacht : Das Fest der Geburt Jesu von den Anfängen bis heute / Stephan Wahle, 2018.- Seite 12
Bild
Das griechische Wort für Fisch ἰχθύς ichthýs enthält ein kurzgefasstes Glaubensbekenntnis (Ἰησοῦς Χριστός Θεοῦ Υἱός Σωτήρ):
ΙΗΣΟΥΣ – Iēsoûs (neugriechisch Ιησούς Iisoús) „JesDus“
ΧΡΙΣΤΟΣ – Christós „der Gesalbte“
ΘΕΟΥ – Theoû (neugriechisch Θεού theoú) „Gottes“
ΥΙΟΣ – Hyiós (neugriechisch Υιός Iós) „Sohn“
ΣΩΤΗΡ – Sōtér (neugriechisch Σωτήρας Sotíras) „Retter“/„Erlöser“
https://de.wikipedia.org/wiki/Fisch_(Christentum)
ΣΩΤΗΡ – Sōtér; der Retter.
„Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.“ Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)

Christel
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Re: Österliches Weihnachten

Ungelesener Beitrag von Christel » Mittwoch 9. Januar 2019, 18:27

Was ist uns heute wichtig?
Faktenwissen!


Faktenwissen, auch die Bibel betreffend. Wir fragen, „Was ist wahr an der Bibel“ und meinen damit, „Was lässt sich definitiv als historisch tatsächlich ereignet feststellen?“.

Dank eines historisch-kritischen Methodenapparates und dessen Anwendung, lässt sich heute auf seriöser Basis die historische Person Jesus von Nazareth nicht mehr bestreiten. Es ist ebenfalls nicht möglich, die Geschichte einfach ins 2. Jahrhundert zu verlegen…

Auch schon dem Evangelisten Lukas war der historische Sachverhalt wichtig.
Er schreibt zu Beginn seines Evangeliums:
1 Schon viele haben es unternommen, eine Erzählung über die Ereignisse abzufassen, die sich unter uns erfüllt haben.
2 Dabei hielten sie sich an die Überlieferung derer, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes waren.
3 Nun habe auch ich mich entschlossen, nachdem ich allem von Beginn an sorgfältig nachgegangen bin, es für dich, hochverehrter Theophilus, der Reihe nach aufzuschreiben.
4 So kannst du dich von der Zuverlässigkeit der Lehre überzeugen, in der du unterwiesen wurdest. https://www.bibleserver.com/text/EU/Lukas1
Dies war immer wichtig:
Voraussetzung für die Wahl des Matthias zum Apostel war, dass er einer von den Männern war, die die ganze Zeit mit den anderen Aposteln zusammen waren, als Jesus, der Herr, bei ihnen ein und aus ging, angefangen von der Taufe durch Johannes bis zu dem Tag, an dem er von ihnen ging und in den Himmel aufgenommen wurde (vergleiche Apostelgeschichte 1,21f.)
Denn nur wer etwas erlebt und erfahren hat, kann Zeuge sein.

Und doch fehlt dieser rein historischen Betrachtungsweise etwas. Mehr noch, sie blendet etwas aus, sortiert es möglicherweise sogar aus:
Ginge es nur um die Biografie einer historischen Person, noch dazu eines einfachen Mannes aus Nazareth, der wie viele gekreuzigt wurde, dann hätte sich wohl damals niemand die Mühe gemacht auch nur eine Zeile über ihn zu schreiben.

Nicht der historische Fakt an sich, sondern die Relevanz, die Bedeutung der Person Jesu, die Bedeutung der Ereignisse für die Jünger, für die Menschen damals und späterer Menschen waren das Motiv zu schreiben:
Christel hat geschrieben:
Sonntag 23. Dezember 2018, 22:08
Schreiben, wenn es wichtig geworden ist.
Schreiben, um die Bedeutung aufzuzeigen.
Schreiben, um zu erinnern …
Es war die Relevanz der Ereignisse, die die Jünger Jesu davon abhielt sich zu zerstreuen. Es war die Relevanz der Botschaft, die Paulus zu mühevollen und gefährlichen Reisen veranlasste.

Daher erzählen die weihnachtlichen Texte nicht einfach, „was hat sich zugetragen“, sondern „wer ist dieser Jesus.“
Dieser Jesus ist von Anfang an, schon vor seiner Geburt heilig und „Sohn Gottes“, so bezeugt es Lukas.
„Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.“ Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)

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