Verschwörungstheorien ... Verschwörungsinflation

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Kategorie: Politik im Eichsfeld
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niels
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Re: Verschwörungstheorien ... Verschwörungsinflation

Ungelesener Beitrag von niels »

Nein. Erkenntnisse sind die Schlussfolgerungen, die man aus Beobachtungen und Wahrnehmungen zieht. An die muss man dann "glauben", sie also für richtig halten. Mehr geht nicht.
Du verwechselst Vermutungen mit Glauben / Überzeugung.

Wenn ein Wissenschaftler glaubt statt vermutet, dann ist er in dem Punkt kein Wissenschaftler sondern religiös.
Nein. Fast alle Erkenntnisse, an die wir glauben, die wir also für richtig halten, haben wir von anderen übernommen.
Womit Du meine These sogar untermauerst.

Das gilt so tatsächlich für erstaunlich viele Leute - was auch erklärt, warum es bis heute so einfach ist, sie mit erstaunlich billigen Tricks aus der Mottenkiste der kognitiven Manipulation schlichtweg auszutricksen. Dunning-Krüger lässt grüßen...

Inzwischen haben sich einige westliche Regierungen (vornehmlich G7 - inklusive der deutschen) ganze neue Stäbe an Spezialisten der kognitiven Manipulation ("Demokratieerziehung") zugelegt, um auch damit ihre Machtposition zu sichern und auszubauen.

Wieviele Mitbürger schlucken längst die etablierte Erzählung von der Regierung, die "der Staat" sei?!...

Es gibt aber auch nicht soo wenige, die mehr Demut gegenüber jedweder Behauptung an den Tag legen und daher letztlich alles hinterfragen - auch und gerade solche Behauptungen, die vor allem über "Autoritäten" verkauft werden (von denen inzwischen nicht wenige auf den Gehaltslisten irgendwelcher Interessenträger stehen)...
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Re: Verschwörungstheorien ... Verschwörungsinflation

Ungelesener Beitrag von niels »

Christel hat geschrieben: Dienstag 11. April 2023, 17:29 https://www.derfabulant.de/
apropos Faktenficker - ein paar Hintergründe:

https://reitschuster.de/post/im-zeichen ... urkomplex/
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niels
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Re: Verschwörungstheorien ... Verschwörungsinflation

Ungelesener Beitrag von niels »

Verstehe ich dich richtig, du hältst die Aussage, dass der durch den Menschen verursachte Anstieg des CO2-Gehaltes der Atmosphäre zu einem Temperaturanstieg von Atmosphäre und Erdoberfläche führt, für falsch?
exakt,
die gesamte Erzählung basiert auf einer Reihe von nicht haltbaren Behauptungen.

Kurioserweise bin ich selbst erst über den Dummfang gestolpert, als ich selbst noch jemandem „belegen“ wollte, daß die Erzählung von der von „menschlich verursachten“ CO2 „verursachten Klimaerwärmung“ (inzwischen mangels Erwärmung umbenannt in „Klimawandel“…) wissenschaftlich belegte Tatsache sei…

Das aber geben all die angeblichen „Belege“ nicht annähernd her und der „Hockeyschläger“ ist ein Produkt aus willkürlichen Modellierungen, die nicht annähernd die Realität abbilden können.

Ich habe nen IQ von über 165 und habe fundierte Kenntnisse der Naturwissenschaften wie dem Umgang mit Zahlen - mich beleidigen die leicht zu durchschauenden / zu widerlegenden dummen Zahlen-Tricks der Klimagandapriester. Vor allem ärgert mich, wenn ich sehe, wie gutgläubige Menschen mit Zahlentricksereien an der Nase herumgeführt werden.

Aber inzwischen kenne ich auch kaum noch Wissenschaftler in DE, die das nicht auch längst erkannt haben - nur halten die meisten öffentlich den Mund, weil letztlich vom Staat abhängig.

Der neueste Streich: eine „Studie“ die die unbequeme Tatsache, daß die CO2 Konzentration historisch fast durchweg der Atmosphärentemperatur nachläuft (weshalb sie nicht wirklich signifikant ursächlich für Temperaturschwankungen sein kann) vom Tisch bringen soll. Empfehle ich mal zu lesen - es geht kaum noch lächerlicher…

Klimaganda ist eine Staatsreligion mit marxistischem Background für einzelne westliche Bevölkerungen. Jenseits Deutschland spielt sie bei gut 99% der Menschen selbst praktisch keine Rolle.
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Re: Verschwörungstheorien ... Verschwörungsinflation

Ungelesener Beitrag von Holuwir »

niels hat geschrieben: Freitag 18. August 2023, 11:25 Wenn ein Wissenschaftler glaubt statt vermutet, dann ist er in dem Punkt kein Wissenschaftler sondern religiös.
Nein, den Begriff "glauben" verwendet man im Alltag auch ganz ohne religiösen Bezug, z. B. wenn ich sage: "Ich glaube, es wird regnen, ich nehme lieber einen Schirm", dann ist das eine, wahrscheinlich gut begründete, Vermutung.

Wenn ein Wissenschaftler etwas vermutet, dann ist er ganz am Anfang seiner Forschung/Untersuchung.
Wenn er sagt, er glaube, es sei so oder so, dann ist er schon weiter.
Wenn er sagt, ich bin mir sicher, dann glaubt er fest daran, dass er richtig liegt
Wenn er sagt, ich weiß es, dann ist er einfach nur arrogant.

Religiöser Glaube hingegen hat keine wissenschaftliche Grundlage
niels hat geschrieben: Freitag 18. August 2023, 11:25
Holuwir hat geschrieben:Nein. Fast alle Erkenntnisse, an die wir glauben, die wir also für richtig halten, haben wir von anderen übernommen.
Womit Du meine These sogar untermauerst.

Das gilt so tatsächlich für erstaunlich viele Leute
Das gilt für alle. Fast alles haben wir von anderen gelernt und wenn es nur von unseren Eltern ist. Von Anfang an ganz auf uns allein gestellt, hätten wir gar keine Chance zu überleben.
niels hat geschrieben: Freitag 18. August 2023, 11:25 - was auch erklärt, warum es bis heute so einfach ist, sie mit erstaunlich billigen Tricks aus der Mottenkiste der kognitiven Manipulation schlichtweg auszutricksen.
Ich denke, dass die Ursache dafür darin liegt, dass viele von einer vorgefassten, auf rein subjektiven Empfindungen beruhenden Meinung vereinnahmt sind. Nehmen wir doch nur das an anderer Stelle heißdiskutierte Schöpfungsthema. Obwohl es keinerlei objektive Hinweise auf die Existenz immaterieller, sog. geistiger Wesen gibt, glauben viele unerschütterlich daran und lassen sich durch keinerlei Fakten dazu bewegen, ihre rein subjektive Meinung zu hinterfragen, sondern haben sich im Gegenteil recht plausible Strategien zurechtgelegt, um unter allen Umständen diese ihre Meinung zu rechtfertigen.

Dabei sind die Inhalte derartiger Filterblasen beliebig austauschbar, egal ob es sich um eine, einem gewissen Herrn Trump gestohlene, Wahl, eine erfundene anthropgene Erderwärmung, nicht existierende Corona-Viren, einen geplanten Bevölkerungsaustausch usw. handelt. Dagegen hilft allenfalls ein schonungsloser Faktencheck, dem aber auch gleich wieder, als geheimer Angriff im Sinne der ursprünglichen Verschwörungserzählung, jede Wirkung genommen wird.

Aber bevor wir uns nun gegenseitig Realitätsverweigerung vorwerfen, sollten wir eine dieser echten oder angeblichen Verschwörungserzählungen erörtern. Gibt es die anthropogene Erderwärmung oder gibt es sie nicht?
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Re: Verschwörungstheorien ... Verschwörungsinflation

Ungelesener Beitrag von Holuwir »

niels hat geschrieben: Donnerstag 17. August 2023, 21:41 Ein paar Beispiele vormaliger „Verschwörungserzählungen“, die inzwischen praktisch als zutreffend belegt sind:

- CO2 Klimaganda ist Dummfang - ersonnen zur Beseitigung freiheitlicher Gesellschaften
Dazu habe ich Fragen: Was verstehst du unter "CO2 Klimaganda"?
Welche freiheitlichen Gesellschaften sollten beseitigt werden und warum brauchte man dazu eine CO2 Klimaganda? Warum ist das missglückt?

Das soll für heute genügen. Es ist auch besser, ein Thema zu Ende zu bringen. Danach gehe ich dann gern auf die anderen Punkte ein.
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niels
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Re: Verschwörungstheorien ... Verschwörungsinflation

Ungelesener Beitrag von niels »

Klimaganda? Das der Bevölkerungen einiger westlicher Länder von Politikern als „Wissenschaft“ verkaufte Erzählung von der „menschgemachten Klimaerwärmung“, die im Armageddon endet, wenn wir nicht sofort auf unsere Individualrechte zugunsten eines Klimasozialismus verzichten…

Eine Einführung für Laien:
https://youtu.be/V_-woLqAl0o

Naturwissenschaft dazu:
https://youtube.com/@EikeKlimaEnergie
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Re: Verschwörungstheorien ... Verschwörungsinflation

Ungelesener Beitrag von Holuwir »

niels hat geschrieben: Freitag 18. August 2023, 16:47 die gesamte Erzählung [dass der durch den Menschen verursachte Anstieg des CO2-Gehaltes der Atmosphäre zu einem Temperaturanstieg von Atmosphäre und Erdoberfläche führt] basiert auf einer Reihe von nicht haltbaren Behauptungen.
Aber nein, das basiert auf physikalischen und damit unumstößlichen Gesetzmäßigkeiten.
niels hat geschrieben: Freitag 18. August 2023, 16:47 Kurioserweise bin ich selbst erst über den Dummfang gestolpert, als ich selbst noch jemandem „belegen“ wollte, daß die Erzählung von der von „menschlich verursachten“ CO2 „verursachten Klimaerwärmung“ (inzwischen mangels Erwärmung umbenannt in „Klimawandel“…) wissenschaftlich belegte Tatsache sei…
Wenn du mit deinen Belegen gescheitert bist, dann warst du nicht gut informiert. Aber das können wir ja wieder ändern, so dass du erkennst, dass der Dummfang auf der anderen Seite zu verorten ist. Falls du nicht irgendwann kneifst, kriegen wir das schon wieder hin..
niels hat geschrieben: Freitag 18. August 2023, 16:47 Ich habe nen IQ von über 165 und habe fundierte Kenntnisse der Naturwissenschaften wie dem Umgang mit Zahlen.
Dann haben wir ja beste Voraussetzungen dafür. :))
niels hat geschrieben: Freitag 18. August 2023, 16:47 die unbequeme Tatsache, daß einer die CO2 Konzentration historisch fast durchweg der Atmosphärentemperatur nachläuft (weshalb sie nicht wirklich signifikant ursächlich für Temperaturschwankungen sein kann)
Diese Studie, die das vom Tisch bringen soll, kenne ich nicht. Das macht aber nichts, Ich mach mir da meine eigenen Gedanken. Warum sollte einem Temperaturanstieg, aus welchem Grund auch immer der erfolgt, keine Erhöhung der CO2 Konzentration folgen? Das wird auch diemal der Fall sein. Dafür gibt es eine ganze Reihe von Mechanismen, wie brennende Wälder, sich auflösende Permafrostböden, Erwärmung der Weltmeere, die dann weniger CO2 festhalten können u. a. m.. Diesmal erfolgt der auslösende Temperaturanstieg durch das gigantische Verbrennen fossiler Energieträger und der damit verbundenen Freisetzung von CO2. Das gab es so in der Erdgeschichte noch nie, aber es gab viele andere Gründe für Temperaturanstiege und die daraus resultierenden Anstiege der CO2 Konzentration.
niels hat geschrieben: Freitag 18. August 2023, 16:47 Klimaganda ist eine Staatsreligion mit marxistischem Background für einzelne westliche Bevölkerungen. Jenseits Deutschland spielt sie bei gut 99% der Menschen selbst praktisch keine Rolle.
Physik hat nichts mit Politik zutun. Man kann sie ignorieren, aber den Auswirkungen ihrer Gestze kann niemand entgehen.
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Re: Verschwörungstheorien ... Verschwörungsinflation

Ungelesener Beitrag von Holuwir »

Nochmals zu diesem deinen Einwand:
niels hat geschrieben: Freitag 18. August 2023, 16:47 die unbequeme Tatsache, daß die CO2 Konzentration historisch fast durchweg der Atmosphärentemperatur nachläuft (weshalb sie nicht wirklich signifikant ursächlich für Temperaturschwankungen sein kann)
Warum soll die Tatsache, daß die CO2-Konzentration historisch fast durchweg der Atmosphärentemperatur nachläuft, unbequem sein? Die Atmosphärentemperatur korreliert mit der CO2-Konzentration. Das kann gar nicht anders sein, denn CO2-Moleküle behindern die von der Erde ausgehenden Wärmestrahlen, mit der sie ihre Energie, die sie von der Sonne aufgenommen hat, ins Weltall abstrahlt. Je mehr CO2-Moleküle sich in der Atmosphäre befinden, desto stärker die Behinderung und desto wärmer wird sie. Das ist pure Physik. Daran können noch so viele Klimaskeptiker nicht das Geringste ändern.

Das überlagert sich natürlich mit anderen Einflüssen, die verstärkend oder abschwächend wirken können. Alles entscheidend aber ist immer die Sonnenstrahlung und wieviel davon auf der Erde temporär verbleibt. Sowohl der CO2-Gehalt der Atmosphäre als auch deren Temperatur haben erdgeschichtlich gewaltige Schwankungen erfahren. Ohne CO2 wiese sie statt der heutigen Durchschnittstemperatur von 15°C eine solche von -18°C auf, was zu einer kompletten Vereisung der Erdoberfläche führen würde. Dies war in der Vergangenheit schon der Fall, was das Leben auf der Erde fast ausgelöscht hätte. Wir dürfen also nicht denken, so wie es heute ist, das sei der Normalfall. Es ist ein labiler Glücksfall. Sonst gäbe es uns nicht. Leider geht die Menschheit nicht sehr pfleglich damit um. Sie wird sich noch wundern, wie leicht das kippen kann. Solch einen gewaltigen CO2-Anstieg, wie wir ihn z. Z. verursachen, gab es aller Wahrscheinlichkeit nach noch nie auf der Erde, wohl aber wesentlich höhere CO2-Konzentrationen, die jedoch völlig andere Lebensumstände zur Folge hatten. Solche Änderungsprozesse ziehen sich normalerweise über lange Zeiträume hin.
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Re: Verschwörungstheorien ... Verschwörungsinflation

Ungelesener Beitrag von Christel »

Holuwir hat geschrieben: Freitag 18. August 2023, 09:39
niels hat geschrieben: Donnerstag 17. August 2023, 22:45 Glaube ist prinzipbedingt die falsche Herangehensweise bei der Beschaffung von Erkenntnissen.
Ja. Erkenntnisse kann man nur über Beobachtung und Wahrnehmung erlangen.
niels hat geschrieben: Donnerstag 17. August 2023, 22:45 Glaube steht dem analytischen Erkenntnisprozess im Weg
Nein. Erkenntnisse sind die Schlussfolgerungen, die man aus Beobachtungen und Wahrnehmungen zieht. An die muss man dann "glauben", sie also für richtig halten. Mehr geht nicht.
niels hat geschrieben: Donnerstag 17. August 2023, 22:45 wer etwas glaubt, hat die Erkenntnis dazu bereits anderen überlassen und kann schon deshalb selbst nichts zur analytischen Debatte beitragen.
Nein. Fast alle Erkenntnisse, an die wir glauben, die wir also für richtig halten, haben wir von anderen übernommen. Dazu haben wir Schulen und Universitäten besucht. Praktisch unser gesamtes Wissen ist seit Jahrtausenden kumuliertes Wissen der gesamten Menschheit und jeder kann dazu beitragen.

Auf die Belege kommt es an. Nur durch nachprüfbare Belege kann man Wahrheit von unbrauchbaren Fantasien unterscheiden.
Dem stimme ich zu!

Ergänzend möchte ich hinzufügen, dass zwischenmenschliche Beziehungen ausschließlich auf der Basis von Glaube und Vertrauen funktionieren. Geht das in die Brüche, wodurch auch immer, ist es das Ende der Gemeinsamkeit.
„Jesus Christus, der Auferstandene, das bedeutet, dass Gott aus Liebe und Allmacht dem Tod ein Ende macht und eine neue Schöpfung ins Leben ruft, neues Leben schenkt.“ Dietrich Bonhoeffer (Das Wunder der Osterbotschaft)
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Re: Verschwörungstheorien ... Verschwörungsinflation

Ungelesener Beitrag von Christel »

niels hat geschrieben: Dienstag 15. August 2023, 10:47 Verschwörungen sind Vereinbarungen von zwei oder mehr Parteien zum Nachteil von Dritten und leider so real wie nun mal Kriminalität und Korruption.
Damit daraus eine Verschwörung wird, muss zu "Vereinbarung" noch das Wort "geheime" hinzukommen.

Denn alle Menschen versuchen ihre Interessen durchzusetzen und tun sich dazu zusammen, z.B. in Gewerkschaften. Und was sie erkämpfen schälert den Gewinn des Unternehmers, ist also zu seinem Nachteil. Doch eine Verschwörung ist das nicht.

Und genau das Wörtchen "geheim" macht Verschwörungstheorien für viele Menschen so attraktiv.
"Geheim" erweckt Neugier.
Die Einweihung in Geheimnisse suggeriert zu einem auserwählten Kreis zu gehören.
"Geheim" und doch zu durchschauen im Gegensatz zu den meisten anderen hebt das Selbstwertgefühl.

"zum Nachteil von Dritten"
Dadurch werden die Instinkte zur Gegenwehr geweckt. - So nach dem Motto "Oh, sie wollen mich betrügen", "Oh, wie wollen mir was!"
Das ist Stress pur.

Stress erschwert bekanntlich das Denken.

All diese psychische Faktoren, der Stress und gerade der Glaube, im Gegensatz zu anderen Menschen den Durchblick zu haben, machen Verschwörungstheorien attraktiv.

----------------
Ich weiß nicht, was in der menschlichen Geschichte mehr Unheil bewirkt hat, echte Verschwörungen oder geglaubte Verschwörungserzählungen.
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Re: Verschwörungstheorien ... Verschwörungsinflation

Ungelesener Beitrag von niels »

oha,
hast Du auch echte Argumente?

Neue Behauptungen sind keine Argumente.

Eine Verschwörung muss nicht zwingend „geheim“ erfolgen - es reicht völlig, wenn der Geschädigte nicht informiert oder getäuscht wird.

Beispiele:
- https://www.c40.org/de/what-we-do/scali ... te-action/
- „WEF - The Great Reset“ (Originalversion inzwischen von der Website des WEF entfernt).
- https://id2020.org/

- Sehr zu empfehlen ist auch das geleakte Dossier von 2020 aus dem Innenministerium, welches erklärt, wie man der Bevölkerung mittels Urängste bedienender subjektiver Erzählungen am effektivsten Angst vor dem neuen Erreger aus China eintrichtern kann. Das Papier ist ja inzwischen leicht zu finden…

Niemand kann behaupten, deren Tun wäre geheim - aber die Realität ist auch, daß die wenigsten davon betroffenen über diese Absichten konkret in Kenntnis sind. Sie wurden definitiv nie befragt, ob sie derlei Zwangsbekindergärtnerung durch staatliche/politische/ideologische Entitäten jemals nur annähernd so wollten.

Die Inflation der Vokabel „Verschwörungsidee“, „Verschwörungserzählung“ und/oder - die kurioseste Neuentwicklung aus den staatlich finanzierten Stasi Hirnen der A Amadeu Stiftung: „Verschwörungsideologie“ kommt ja ausgerechnet von jenen, die Anderen inzwischen überall derlei zubehaupten.
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Re: Verschwörungstheorien ... Verschwörungsinflation

Ungelesener Beitrag von niels »

Holuwir hat geschrieben: Donnerstag 24. August 2023, 21:53 Nochmals zu diesem deinen Einwand:
Warum soll die Tatsache, daß die CO2-Konzentration historisch fast durchweg der Atmosphärentemperatur nachläuft, unbequem sein? Die Atmosphärentemperatur korreliert mit der CO2-Konzentration. Das kann gar nicht anders sein, denn CO2-Moleküle behindern die von der Erde ausgehenden Wärmestrahlen, mit der sie ihre Energie, die sie von der Sonne aufgenommen hat, ins Weltall abstrahlt. Je mehr CO2-Moleküle sich in der Atmosphäre befinden, desto stärker die Behinderung und desto wärmer wird sie. Das ist pure Physik. Daran können noch so viele Klimaskeptiker nicht das Geringste ändern.

Das überlagert sich natürlich mit anderen Einflüssen, die verstärkend oder abschwächend wirken können.
1.) eine Korrelation belegt keine Beziehung - lediglich ihr Mangel kann eine kausale Beziehung ausschließen

2.) „korreliert“ CO2 überhaupt nicht annähernd gut mit der Temperatur der (unteren) Atmosphäre

3.) erklärt der „Einfluss anderer Faktoren“ (den man ja durchaus annehmen kann) das weitgehende Nachlaufen (!) der Korrelation, wo es überhaupt Korrelation gibt. Wenn man Statistik versteht, ist dies praktisch ausgeschlossen, sofern kein stärkerer Einfluss als CO2 am Wirken ist (Wasserdampf zB.).

Vielmehr stützt es die These, daß die Meere bei steigenden Temperaturen mehr gelöstes CO2 freigeben (die im Meer gelösten Mengen übertreffen hundertfach alles vom Menschen jemals „freigesetzte“ CO2.

4.) die „Treibhaus“-Theorie wurde bereits Anfang des 20. Jahrhunderts experimentell widerlegt (siehe Video / Vortrag).

Ich empfehle Dir og Vortrag dazu (Video) zu schauen, wo Deine Behauptungen bereits durchweg widerlegt werden. Die Zeit können wir uns demnach schon mal sparen, denn falls Du dazu Gegenargumente hast, bitte gern.

achja: apropos „Verschwörungserzählung“ vom „Klimasozialismus“:
https://www.c40.org/de/what-we-do/scali ... te-action/
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Re: Verschwörungstheorien ... Verschwörungsinflation

Ungelesener Beitrag von Holuwir »

niels hat geschrieben: Sonntag 27. August 2023, 18:50 1.) eine Korrelation belegt keine Beziehung
Eine Korrelation belegt immer eine Beziehung, nur ist nicht alles, was wie eine Korrelation aussieht, auch tatsächlich eine. Nur wenn einer beobachteten Korrelation eine Kausalbeziehung zugrundeliegt, handelt es sich um eine echte, tatsächliche Korrelation, die diese Bezeichnung auch verdient.
niels hat geschrieben: Sonntag 27. August 2023, 18:50 - lediglich ihr Mangel kann eine kausale Beziehung ausschließen
Hier kann der seltene gegenteilige Fall eintreten, dass durch wiederkehrende, zufällige, gegenläufige Einflüsse keine Korrelation erkennbar ist, obwohl eine solche durchaus existiert.
niels hat geschrieben: Sonntag 27. August 2023, 18:50 2.) „korreliert“ CO2 überhaupt nicht annähernd gut mit der Temperatur der (unteren) Atmosphäre
Aber natürlich tut sie das! Allerdings nur in einer langfristigen Durchschnittsbetrachtung über den gesamten Globus.
niels hat geschrieben: Sonntag 27. August 2023, 18:50 3.) erklärt der „Einfluss anderer Faktoren“ (den man ja durchaus annehmen kann) das weitgehende Nachlaufen (!) der Korrelation, wo es überhaupt Korrelation gibt. Wenn man Statistik versteht, ist dies praktisch ausgeschlossen, sofern kein stärkerer Einfluss als CO2 am Wirken ist (Wasserdampf zB.).
Es ist wie beim Feuer. Es entsteht durch hohe Temperaturen und erzeugt hohe Temperaturen. Niemand wird argumentieren, das eine schlösse das andere aus. Ebenso handelt es sich beim CO2-Einfluss um ein Wechselspiel, eine positive Rückkopplung. Hohe Temperaturen führen zur Freisetzung von CO2, Zusätzliches CO2 führt zu höheren Temperaturen. Ich kenne keine Statistik, die das widerlegen würde.
niels hat geschrieben: Sonntag 27. August 2023, 18:50 Vielmehr stützt es die These, daß die Meere bei steigenden Temperaturen mehr gelöstes CO2 freigeben (die im Meer gelösten Mengen übertreffen hundertfach alles vom Menschen jemals „freigesetzte“ CO2.
Das hatte ich ja schon in meinem obigen Beitrag erwähnt, als einer der Einflüsse, bei denen Erwärmung zu einem Anstieg der CO2-Konzetration führt.
niels hat geschrieben: Sonntag 27. August 2023, 18:50 4.) die „Treibhaus“-Theorie wurde bereits Anfang des 20. Jahrhunderts experimentell widerlegt (siehe Video / Vortrag).
Die Treibhaus-Theorie ist eine allseits anerkannte und bestätigte wissenschaftliche Theorie, physikalisch eindeutig belegt. Allerdings hat z. B. Exxon Mobile Millionen Dollar dafür aufgewendet, dies durch scheinwissenschaftliche Expertisen in der Augen der breiten Öffentlichkeit zu dikreditieren. Sie waren damit leider sehr erfolgreich.
niels hat geschrieben: Sonntag 27. August 2023, 18:50 Ich empfehle Dir og Vortrag dazu (Video) zu schauen, wo Deine Behauptungen bereits durchweg widerlegt werden. Die Zeit können wir uns demnach schon mal sparen, denn falls Du dazu Gegenargumente hast, bitte gern.
Machen wir es doch andersherum: Zeige auf, was deiner Meinung nach am Treihauseffekt nicht stimmen soll. Der Treihauseffekt besagt, dass durch in der Atmosphäre verteilte spezielle Gasmoleküle ein Teil des Spektrums der Erdstrahlung absorbiert und zur Erde zurückgestrahlt wird, statt ins Weltall zu entschwinden. Dies führt zum Temperaturanstieg.
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Re: Verschwörungstheorien ... Verschwörungsinflation

Ungelesener Beitrag von Christel »

Niels, Du beschreibst hier den Glauben an Autoritäten:
niels hat geschrieben: Donnerstag 17. August 2023, 22:45 Glaube ist prinzipbedingt die falsche Herangehensweise bei der Beschaffung von Erkenntnissen.

Glaube steht dem analytischen Erkenntnisprozess im Weg - ob Glaube an staatliche Obrigkeit oder andere „Autoritäten“ - wer etwas glaubt, hat die Erkenntnis dazu bereits anderen überlassen und kann schon deshalb selbst nichts zur analytischen Debatte beitragen. Sein Scheinargument (ad auctoritatem) besagt: Behauptung A von B ist wahr, weil ich B glaube. Das aber ist kein dialektisches Argument.
Stimmt, sich einfach auf Autoritäten zu berufen ist ein Scheinargument, denn nur weil eine Autorität etwas sagt, muss es nicht stimmen. –
Es gilt jedoch auch umgekehrt, weil eine Autorität etwas sagt, muss es nicht falsch sein.

Niels, Du vertrittst diese These :
niels hat geschrieben: Freitag 18. August 2023, 16:47
Verstehe ich dich richtig, du hältst die Aussage, dass der durch den Menschen verursachte Anstieg des CO2-Gehaltes der Atmosphäre zu einem Temperaturanstieg von Atmosphäre und Erdoberfläche führt, für falsch?
exakt,
die gesamte Erzählung basiert auf einer Reihe von nicht haltbaren Behauptungen.

Dazu berufst Du Dich u. a. auf diese Autoritäten:


Horst-Joachim Lüdecke https://de.wikipedia.org/wiki/Horst-Joa ... C3%BCdecke
Er ist zwar Physiker für Strömungsmechanik, aber in Sachen Klimatologie ist er dennoch ein Laie. Denn dazu gehört mehr:
Die Klimatologie ist eine interdisziplinäre Wissenschaft der Fachgebiete Meteorologie, Geographie, Geologie, Ozeanographie und Physik. Sie erforscht die Gesetzmäßigkeiten des Klimas, also des durchschnittlichen Zustandes der Atmosphäre an einem Ort sowie der darin wirksamen Prozesse. Hierzu bedient sich die Klimawissenschaft unter anderem statistischer Methodik.
https://de.wikipedia.org/wiki/Klimatologie

Hans-Werner Sinn
ist Wirtschaftswissenschaftler. Klimatologie ist vom Studium her auch nicht sein Fachgebiet.
Außerdem bestreitet Sinn gar nicht den menschengemachten Klimawandel, sondern kritisiert lediglich die deutsche Klimapolitik.
Sinn unterstützt die Forderung des Nobelpreisträgers William D. Nordhaus zur Gründung eines internationalen Klimaklubs. Die Mitgliedschaft müsse dann die Verpflichtung zu bindenden Mengenbeschränkungen beim CO2-Ausstoss umfassen. Mitglieder sollten den Vorteil des Freihandels genießen, von dem Nichtmitglieder ausgeschlossen sein müssten. Damit die Mitgliedschaft in einem Klimaklub hinreichend attraktiv sei, müsste er jedoch genügend Länder umfassen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Wern ... imapolitik
Hans-Werner Sinn teilt Deine Position nicht.

Also mit diesen Autoritäten kannst Du nicht punkten.
Aber die Berufung auf Autoritäten, Deine Rede, ist eh nur ein Scheinargument und kann „selbst nichts zur analytischen Debatte beitragen“.

Na da wirst Du sicher gern Holuwirs Herausforderung annehmen:
Holuwir hat geschrieben: Sonntag 27. August 2023, 22:56 Machen wir es doch andersherum: Zeige auf, was deiner Meinung nach am Treihauseffekt nicht stimmen soll. Der Treihauseffekt besagt, dass durch in der Atmosphäre verteilte spezielle Gasmoleküle ein Teil des Spektrums der Erdstrahlung absorbiert und zur Erde zurückgestrahlt wird, statt ins Weltall zu entschwinden. Dies führt zum Temperaturanstieg.
Ich freue mich darauf!
„Jesus Christus, der Auferstandene, das bedeutet, dass Gott aus Liebe und Allmacht dem Tod ein Ende macht und eine neue Schöpfung ins Leben ruft, neues Leben schenkt.“ Dietrich Bonhoeffer (Das Wunder der Osterbotschaft)
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Re: Verschwörungstheorien ... Verschwörungsinflation

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Eine Korrelation belegt immer eine Beziehung, nur ist nicht alles, was wie
oha…
da fehlen ja schon die absoluten Grundlagen der Statistik/ Naturwissenschaften…ß}

Diese Behauptung ist schlichtweg falsch.

Und Argumente auf Autorität sind keine (Fehlschluß ad auctoritatem). Es spielt in der Naturwissenschaft weder eine Rolle WER etwas behaupten noch WIEVIELE etwas behaupten. Nur naive Laien lassen sich erzählen, Naturwissenschaft kenne einen „Konsens“ oder sei gar „demokratisch“.

„Konsens“ war übrigens Stuss wie der „Weltäther“ oder die Erde als Zentrum des Planetarsystems / Universums.

Dazu aus Statistik für Anfänger:
https://www.jmp.com/de_de/statistics-kn ... ation.html

Übrigens muss liefern, wer einen Kausalzusammenhang behauptet - nicht der, der ihn bezweifelt.


Auch das ist grundlegendes Prinzip in der Naturwissenschaft.

Was Ihr glaubt, ist freilich Eure persönliche Sache. Mit Naturwissenschaft hat das aber nichts zu tun.

Du findest in meinen Posts oben bzw darin verlinktem Kurzvortrag eine umfassende Darlegung an Argumentation gegen den Klima-Hoax. Ich wiederhole mich nicht. Wenn Du das ignorieren willst, ist das letztlich auch Dein Problem.

Wer behauptet muss liefern - zumindest in der Wissenschaft. Mit Religion hingegen befasse ich mich nicht.

Also komme mit echten Argumenten wieder oder blamiere Dich nicht weiter…
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