Zwischen Himmel und Heute
Verfasst: Sonntag 4. Januar 2026, 23:13
Bereits seit Jahren belegen Statistiken den gesellschaftlichen Bedeutungsverlust von Kirche und Religion. Eine im Auftrag des christlichen Medienmagazins „Pro“ veröffentliche Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach bestätigt den Trend.
Noch immer haben christliche Werte einen hohen gesellschaftliche Stellenwert. So verbinden 59 % der Befragten das Christentum mit „Nächstenliebe“, knapp die Hälfte schätzt das „Engagement für Benachteiligte“.
Traditionelle Frömmigkeit ist allerdings auf dem Rückzug.
Befragt woran sie glauben, geben nur 42 % an, auf Gott zu vertrauen. Dass Jesus Gottes Sohn ist, ist lediglich für 28 % eine Glaubenswahrheit – 1986 war dies noch für 56 %. Der Glaube an die „Auferstehung der Toten im Reich Gottes“ ging seitdem von 39 % auf aktuell 18 % zurück.
Während traditionelle Glaubensinhalte an Bedeutung verlieren, erleben diffuse spirituelle Sehnsüchte und esoterische Ideen Auftrieb. So gibt die Mehrzahl der Befragten an, etwa zwei Drittel, an die „Kraft der Natur“ zu glauben. An zweiter Stelle der Glaubensobjekte stehen „schicksalhafte Fügungen“. An „Karma“, also daran, das gute Taten positive Konsequenzen und schlechte Taten negative nach sich ziehen, glaubt jeder zweite. Ein Drittel glaubt an Chakren, Energiezentren im Körper nach hinduistischer Lehre.
Kirche und ihre Botschaft haben für immer weniger Menschen einen Stellenwert – das belegen die aktuellen Austrittszahlen aus der evangelischen sowie der katholischen Kirche. Das die neuen Bundesländer infolge der antikirchlichen Politik der DDR zu den am stärksten entchristlichen Gebieten Europas gehören ist keine Neuigkeit. Jüngsten Umfragen zu Folge, glaubt hier nur noch ein Viertel der Menschen an irgendeinen Gott. An einen persönlichen Gott, an den man sich im Gebet richten kann, dessen Wirken im Alltag wahrgenommen wird, glauben nur noch 8 %.
Doch seit 2024 hat sich auch bundesweit der Trend zu einer antikirchlichen bzw. schlicht gleichgültigen Haltung verschärft. Erstmals wurde mit den Austritten eine statistische Grenze überschritten. So gibt es jetzt hierzulande mehr Konfessionslose als Kirchenmitglieder.
Aktuell gehören noch etwa 38 Millionen Menschen einer der beiden großen Kirchen an, knapp 18 Millionen der evangelischen, 20 Millionen der katholischen.
Säkularisierung und Entkirchlichung, die nicht nur in Deutschland, sondern ganz Westeuropa voranschreiten, stehen im Zentrum der Religionssoziologie. Der katholische Theologe Jan Loffeld diagnostiziert den Kirchen eine kaum aufzuhaltende Krise. Für ihn liegen die Herausforderungen weniger in einem expliziten Atheismus als in einem weitverbreiteten „Apatheismus“- einer völligen existenziellen Unberührtheit von religiösen Fragen.
Noch immer haben christliche Werte einen hohen gesellschaftliche Stellenwert. So verbinden 59 % der Befragten das Christentum mit „Nächstenliebe“, knapp die Hälfte schätzt das „Engagement für Benachteiligte“.
Traditionelle Frömmigkeit ist allerdings auf dem Rückzug.
Befragt woran sie glauben, geben nur 42 % an, auf Gott zu vertrauen. Dass Jesus Gottes Sohn ist, ist lediglich für 28 % eine Glaubenswahrheit – 1986 war dies noch für 56 %. Der Glaube an die „Auferstehung der Toten im Reich Gottes“ ging seitdem von 39 % auf aktuell 18 % zurück.
Während traditionelle Glaubensinhalte an Bedeutung verlieren, erleben diffuse spirituelle Sehnsüchte und esoterische Ideen Auftrieb. So gibt die Mehrzahl der Befragten an, etwa zwei Drittel, an die „Kraft der Natur“ zu glauben. An zweiter Stelle der Glaubensobjekte stehen „schicksalhafte Fügungen“. An „Karma“, also daran, das gute Taten positive Konsequenzen und schlechte Taten negative nach sich ziehen, glaubt jeder zweite. Ein Drittel glaubt an Chakren, Energiezentren im Körper nach hinduistischer Lehre.
Kirche und ihre Botschaft haben für immer weniger Menschen einen Stellenwert – das belegen die aktuellen Austrittszahlen aus der evangelischen sowie der katholischen Kirche. Das die neuen Bundesländer infolge der antikirchlichen Politik der DDR zu den am stärksten entchristlichen Gebieten Europas gehören ist keine Neuigkeit. Jüngsten Umfragen zu Folge, glaubt hier nur noch ein Viertel der Menschen an irgendeinen Gott. An einen persönlichen Gott, an den man sich im Gebet richten kann, dessen Wirken im Alltag wahrgenommen wird, glauben nur noch 8 %.
Doch seit 2024 hat sich auch bundesweit der Trend zu einer antikirchlichen bzw. schlicht gleichgültigen Haltung verschärft. Erstmals wurde mit den Austritten eine statistische Grenze überschritten. So gibt es jetzt hierzulande mehr Konfessionslose als Kirchenmitglieder.
Aktuell gehören noch etwa 38 Millionen Menschen einer der beiden großen Kirchen an, knapp 18 Millionen der evangelischen, 20 Millionen der katholischen.
Säkularisierung und Entkirchlichung, die nicht nur in Deutschland, sondern ganz Westeuropa voranschreiten, stehen im Zentrum der Religionssoziologie. Der katholische Theologe Jan Loffeld diagnostiziert den Kirchen eine kaum aufzuhaltende Krise. Für ihn liegen die Herausforderungen weniger in einem expliziten Atheismus als in einem weitverbreiteten „Apatheismus“- einer völligen existenziellen Unberührtheit von religiösen Fragen.