Jesu Höllenpredigten

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Atheisius
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Jesu Höllenpredigten

Ungelesener Beitrag von Atheisius »

Nicht von mir (Atheisius )sondern von Wolfgang Klosterhalfen

Jesu Höllenpredigten

Ich glaube, alle Brüder, Schwestern,
die dürfen über Gott auch lästern.
Doch lästert wer den Heil’gen Geist,
dann kommt er in die Hölle meist.
Mark 3 (28-29) Matt 12 (32) Luk 12 (10)

Wer Fromme bringt in Glaubensnot,
für den wär´s besser, er wär´ tot.
Es sagt Herr Jesus jedenfalls:

„Wer ärgert seinen Bruder sehr,
der wäre besser tief im Meer
mit einem Mühlstein um den Hals.“
Mark 9 (42) Luk 17 (1-2)

Ich glaub, ich soll voll Gottvertrauen
mir notfalls meine Hand abhauen.
Denn wenn ich in der Hölle ende,
was helfen mir dann beide Hände?
Mark 9 (43)

Ich glaub an den Kamel-Vergleich:
für Reiche gibt’s kein Himmelreich.
Auch geht kein Seil durchs Nadelöhr,
was ich bei meiner Seele schwör.
Mark 10 (25) Luk 18 (25)

Ich glaub, dass er gern Feigen aß,
doch einmal dabei ganz vergaß,
dass es noch früh im Jahre war.
Der Baum bot ihm nur Blätter dar.

Zu zaubern hat er nicht versucht,
vielmehr erbost den Baum verflucht.
Nicht lange nach dem Jesuswort
war dann der Feigenbaum verdorrt.
Mark 11 (12-21) Matt 21 (18-19)

Ich glaub, er wird die Engel senden,
die Bösen werden furchtbar enden.
Ich glaub, es gibt ein Zähneklappen,
wenn Engel sich die Bösen schnappen.
Matt 8 (12)

„Das Himmelreich gleicht einem Netze,
worin die Fischer fangen Schätze.
Die guten sind für ihren Zweck,
die faulen Fische wirft man weg.

So wird´s den Bösen bald ergehen,
wenn Engel nach den Sündern sehen,
die Guten von den Bösen scheiden,
die dann im Ofen furchtbar leiden.“
Matt 13 (47-50)

„Hungrig war ich, und ich ward nicht gespeist,
ohne Quartier bin ich weitergereist.
Ich war sehr durstig und außerdem krank,
ich war ganz nackt, ohne Kleid, ohne Trank.

Ich war gefangen und ward nicht besucht,
weichet von mir, denn ihr seid nun verflucht.
Gehet von mir und erleidet die Pein,
ewig im Feuer sollt ihr alle sein.“
Matt 25 (41-46)

Ich glaub, die heute hier noch lachen,
die wird Herr Jesus heulen machen.
Luk 6 (25b)

Ich glaub, wer Jesus Christ verkennt,
auf Erden noch im Feuer brennt.
Luk 12 (49)

„Schon hält er die Schaufel in der Hand; er wird die Spreu vom Weizen trennen und den Weizen in seine Scheune bringen; die Spreu aber wird er in nie erlöschendem Feuer verbrennen.“
Matt 3 (12)

„Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du (gottloser) Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein.“
Matt 5 (22) (Bergpredigt)

„Denn es ist besser, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen werde.“ Matt 5 (29) (Bergpredigt)

„Jeder Baum, der keine guten Früchte hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.“
Matt 7 (19) (Bergpredigt)

„Die aber, für die das Reich bestimmt war, werden hinausgeworfen in die äußerste Finsternis; dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen.“ Matt 8 (12)

„Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch vor dem, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle stürzen kann.“ Matt 10 (28)

„Der Menschensohn wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Reich alle zusammenholen, die andere verführt und Gottes Gesetz übertreten haben, und werden sie in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt.“ Matt 13 (41-42)

„Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!“
Matt 25 (41)

„Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben.“
Matt 25 (46)

Christi rohe Botschaft
vielen Menschen Not schafft.

[Die heilige römische Kirche, … ] „glaubt fest, bekennt und verkündet, dass niemand außerhalb der katholischen Kirche, weder Heide noch Jude noch Ungläubiger oder ein von der Einheit Getrennter – des ewigen Lebens teilhaftig wird, vielmehr dem ewigen Feuer verfällt, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist, wenn er sich nicht vor dem Tod ihr (der Kirche) anschließt.“ Josef Neuner und Heinrich Roos: Der Glaube der Kirche in den Urkunden der Lehrverkündigung. Regensburg 1992, Nr. 381

Ein Mensch, der diesen Weg nicht geht,
am Jüngsten Tag zugrunde geht.
Welch Pech für Hindus und Buddhisten:
zum Vater kommen nur die Christen!

Ich glaube, dass die Hottentotten
´nen völlig falschen Gott vergotten.
Und auch die Gottheit dieser Sikhs
ist für uns Europäer nix.

Hölle sei nur Gottesferne,
sagen heute Pfaffen gerne.
Doch ich weiß als „Atheist“,
dass das nicht die Wahrheit ist.

Eine Hölle nach Belieben
hat Matthäus nicht beschrieben.
Ewig in der Hölle brennt,
wer den Herrn nicht anerkennt.

Dabei ist besonders schändlich:
Höllenqualen sind unendlich.
Der, der dies ersonnen hat,
war ein übler Psychopath.

Der Heiland lehrt des Herrn Gebot
mit Peitsche und mit Zuckerbrot.

Ich glaub, ich soll voll Gottvertrauen
allein auf Jesus Christus bauen.
Wer Jesus glaubt, der wird belohnt,
wer ihm misstraut, wird nicht verschont.

Quelle: Klosterhalfens kleine Reimbibel.
Eine poetische Darstellung und Kritik des wichtigsten Buchs der Welt
BoD 2024, S. 101f, https://reimbibel.de/hoellenpredigten


Ich referiere und kommentiere hier „Worte Jesu“, die dieser angeblich gesagt haben soll. An den theologischen Fakultäten ist man sich aber seit langem weitgehend einig, dass die meisten dieser „Worte“ der literarischen Figur Jesus nachträglich in den Mund gelegt wurden.

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Ärgert dich dein Auge, so reiß es aus, ärgert dich deine Hand, so hau sie ab, ärgert dich deine Zunge, so schneide sie ab, und ärgert dich deine Vernunft, so werde katholisch.

Heinrich Heine (1797 - 1856), Christian Johann Heinrich Heine (Harry Heine), deutscher Dichter und Romancier, ein Hauptvertreter des Jungen Deutschland, Begründer des modernen Feuilletons

Quelle: Heine, H., Briefe. An Karl August Varnhagen von Ense, am 19. Oktober 1827
Zuletzt geändert von Atheisius am Sonntag 1. Februar 2026, 01:25, insgesamt 1-mal geändert.
„Gott ist die aufs Lächerlichste vermenschlichte Erfindung der ganzen Menschheit. In den Jahrmilliarden, die unsere Erde alt ist, sollte sich Gott erst vor 4.000 Jahren den Juden und vor rund 2.000 Jahren den Christen offenbart haben,
Claire Goll (1891 – 1977)

"Den Wahnsinn erkennt natürlich niemand, der ihn selbst noch teilt" Sigmund Freud
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Re: Jesu Höllenpredigten

Ungelesener Beitrag von Atheisius »

Wolfgang Klosterhalfens kritische Ergänzungen zum Religionsunterricht

Über das Christentum

Christen wirken etwas bedrückt, wenn sie in speziellen Gebäuden gemeinsam aufsagen, was sie angeblich alles glauben. Ich frage mich deshalb:
Glauben diese Menschen tatsächlich, dass sie einen allmächtigen und gütigen Vater im Himmel haben, und die Jungfrau Maria vom Heiligen Geist einen göttlichen Sohn empfangen und geboren hat, der sich zur Vergebung der (Erb¬-) Sünden von Römern zu Tode foltern ließ, dann wieder lebendig wurde, kurz im Reich der Toten war, seinen Jüngern erschien, versprach, bald wiederzukommen, leiblich zum Himmel aufgefahren ist und eines Tages Milliarden von Toten und Lebendigen ins Paradies oder ins ewige Feuer der Hölle schicken wird?
Außerdem frage ich mich gelegentlich, ob Christen eigentlich klar ist, dass ihr Glaube an Gott und dessen Sohn einen Glauben an die Wahrheitsliebe und psychische Gesundheit von ihnen unbekannten Menschen voraussetzt, die die Bibel verfasst haben.

Eigentlich müsste das Glaubensbekenntnis so beginnen:
• Ich glaube, dass Gott sich erst vor etwa 3000 Jahren für die Menschheit interessiert hat.
• Ich glaube, dass Gott sich dann zunächst nur um Hebräer gekümmert hat, die er 400 Jahre zuvor in ägyptische Gefangenschaft geführt hatte.
• Ich glaube, dass Gott dann zu Männern im vorderen Orient gesprochen hat.
• Ich glaube, dass diese Männer weder geisteskrank noch Drogenkonsumenten oder Schwindler waren.
• Ich glaube, dass Gott in Gestalt seines Sohnes vor fast zweitausend Jahren Menschen in Palästina erschienen ist.
• Ich glaube, dass Propheten über Jahrhunderte und Jünger über Jahrzehnte hinweg weitgehend unverändert das Wort Gottes bzw. Jesu mündlich weitergegeben haben.
• Ich glaube, dass verschiedene Verfasser dieses Wort im Wesentlichen unverfälscht aufgeschrieben haben.
• Ich glaube, dass aus einer Vielzahl von Schriften im Laufe der Jahrhunderte die katholische Kirche nur die tatsächlich von Gott inspirierten Werke als solche erkannt und als Bücher der Bibel zugelassen hat.
• Ich glaube, dass diese Offenbarung Gottes nicht durch Fehler beim Übersetzen und häufigen Abschreiben oder durch absichtliche Streichungen, Änderungen und Zusätze wesentlich verfälscht wurde.
• Ich glaube, dass die Bibel von Experten meiner Kirche richtig ausgelegt wird.
• Ich glaube, dass sich die Mehrheit der heutigen Menschen irrt, die an andere Götter oder an keinen Gott glaubt.

Die Bibel ist schlecht editiert, sie liest sich schlecht, und sie ist im Grunde blasphemisch. Sie stellt den Gott der Christen zumindest im Alten Testament nicht als einen Gott der Liebe, sondern in erster Linie als einen besonders widerwärtigen Psychopathen dar, der immer wieder in seiner Eifersucht droht und mordet.
Die Bibel ist intolerant, demokratie-¬ und freiheitsfeindlich, ausländerfeindlich, judenfeindlich, frauen-¬ und kinderfeindlich, schwulenfeindlich und lustfeindlich.
Die Vorstellung, dass dieser Gott mit Hilfe (s)eines Geistes und einer mit einem Handwerker unverheiratet z zusammenlebenden Jungfrau auf die Welt gekommen ist, um zu lehren und sich schließlich von Römern am Kreuz hinrichten zu lassen, damit er den ziemlich missratenen Geschöpfen, die das glauben, vergeben kann, ist an Absurdität kaum zu übertreffen.

Es ist für mich unvorstellbar, dass ein schon ewig existierender menschenähnlich empfindender und psychisch schwer gestörter Gott etwa eine Billion Galaxien mit jeweils vielen Milliarden von Sternen und Planeten sowie einer in Lichtjahren zu messenden Ausdehnung aus dem Nichts hervorgezaubert haben soll. Auch erscheint die Erschaffung Adams aus Lehm und Evas aus einer Rippe Adams im Licht der Evolutionslehre als äußerst naiv. Versuche, auf diesen jähzornigen Gott durch sonntägliche Rituale einzuwirken und ihm durch Gesänge und Orgelklänge eine Freude zu machen, halte ich für töricht.
Zu glauben, ein unsichtbares höheres Wesen, das sich versteckt hält, würde alle – zur Zeit etwa 8 Milliarden ¬ – Menschen genau beobachten, strafend und belohnend in ihr Leben eingreifen und für die Verstorbenen je nach Sündenregister Himmel oder Hölle bereithalten, ist eines im 21. Jahrhundert lebenden Erwachsenen nicht würdig.
Mich beunruhigt, dass derzeit etwa sieben Milliarden Menschen mehr oder weniger stark an derartigen oder sonstigen kindischen Unsinn glauben. Es ist zu befürchten, dass eine solche ¬ oft mit Wissenschaftsfeindlichkeit verbundene ¬ Irrationalität wesentlich dazu beitragen wird, dass es der Menschheit nicht gelingt, die sich ankündigende Klimakatastrophe zu verhindern.

An nicht religiös indoktrinierte oder vom Glauben abgefallene Menschen appelliere ich, sich gegen die religiöse Gehirnwäsche an Schulen sowie die gesellschaftliche Diffamierung von Atheisten als moralisch minderwertige Mitglieder der Gesellschaft zu wehren.
Skandalös ist z.B. die grundgesetzwidrige staatliche Bezahlung von Bischöfen, Religionslehrern, Militärpfarrern und Theologieprofessoren (sofern diese nicht tatsächlich in ernst zu nehmender Weise wissenschaftlich arbeiten).
Sogenannte Gottesdienste und Wortsendungen der Kirchen werden kostenlos von den staatlichen Fernseh-¬ und Radiosendern übertragen.
Kirchliche Kindergärten werden nur zu etwa 10% und kirchliche Krankenhäuser sowie Altenheime so gut wie gar nicht von den Kirchen finanziert.
Nur 5 bis 10 Prozent der Kirchensteuern wird für soziale Zwecke eingesetzt. Das meiste Geld geht ans Kirchenpersonal. Wer (kostenpflichtig!) aus der Kirche austritt und dann das gesparte Geld direkt für soziale Zwecke spendet, bringt über zehnmal so viele Euros an die richtige Stelle:
https://schlussmachen.jetzt/

Wolfgang Klosterhalfen (Düsseldorf), März 2024
„Gott ist die aufs Lächerlichste vermenschlichte Erfindung der ganzen Menschheit. In den Jahrmilliarden, die unsere Erde alt ist, sollte sich Gott erst vor 4.000 Jahren den Juden und vor rund 2.000 Jahren den Christen offenbart haben,
Claire Goll (1891 – 1977)

"Den Wahnsinn erkennt natürlich niemand, der ihn selbst noch teilt" Sigmund Freud
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